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Fußball Trennt sich der 1.FC Köln von Trainer Schaefer?
Sport Fußball Trennt sich der 1.FC Köln von Trainer Schaefer?
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10:24 25.04.2011
Kölns Trainer Frank Schaefer. Quelle: dpa

Es trennen sie nur noch drei Punkte, doch gefühlsmäßig liegen seit Sonntag Welten zwischen Wolfsburg und Köln. Das deutliche 4:1 des VfL über den 1.FC Köln hinterließ Panik bei den Rheinländern und Hoffnung bei den Niedersachsen.

Der Tabellen-16. Wolfsburg feierte den langersehnten ersten Sieg im fünften Spiel unter Trainer-Rückkehrer Felix Magath wie eine Initialzündung zur Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga. „Es sind noch einige Punkte zu holen. Das war der erste Schritt“, versprach Sascha Riether den leidgeplagten Fans.

Die fast schon als gerettet angesehenen Kölner waren dagegen nach der dritten Niederlage in Serie am Boden zerstört. „Mit dem heutigen Spiel ist klar, dass wir wieder mitten drin sind“, sagte Trainer Frank Schaefer, der das erneute Auswärtsversagen seines Teams auch nicht verstehen wollte. „Für uns heißt es jetzt, die Nerven zu behalten“, appellierte Schaefer. Es klang wie eine Bitte des „kölschen Jung“, seinen FC zum Klassenverbleib führen zu dürfen.

Finke will "alles tun"

Fast gleichzeitig kündigte Sportdirektor Volker Finke an, „alles zu tun, damit der Club in der ersten Liga bleibt“. Was dies genau bedeutet, ließ Finke offen und kündigte eine Analyse der Situation an.

Auch eine vorzeitige Trennung noch vor dem Saisonende, wenn Schaefer ohnehin freiwillig die Brocken hinschmeißt, scheint am Geißbockheim nicht mehr ausgeschlossen. Die sofortige Demission des Trainers schloss Finke zwar aus („Da denke ich momentan überhaupt nicht dran“), eine Garantie dafür, dass Schaefer auch am Samstag gegen Bayer Leverkusen noch auf der Bank sitzt, wollte er aber auch nicht abgeben. „Ich gehe davon aus“, sagte Finke lediglich.

Das Verhältnis zu Schaefer soll nicht das Beste sein. Schaefer sei zermürbt von Finkes ständigem Einmischen in die Trainer-Arbeit wurde in einigen Medien gemutmaßt. „Dass dieses Thema überhaupt aufgemacht wurde, ist ein bisschen schade. Ich denke, dass ich ihm bislang in allen Situationen geholfen habe“, sagte Finke dazu.

Geholfen hat dem Verein der angekündigte Rücktritt des Trainers jedenfalls nicht. Vielmehr könnten die Spieler nun ein Alibi für den Abwärtstrend haben. Den Gegenbeweis traten sie beim direkten Konkurrenten Wolfsburg nicht an. Das 1:4 nach zwei Doppelpacks von Mario Mandzukic (14. und 39. Minute) und Ashkan Dejagah (58./88.) beim Ehrentreffer von Sebastian Freis (40.) war verdient.

Vielleicht hilft den Kölnern, die als Tabellen-14. mit 35 Zählern nach wie vor noch vor dem VfL als 16. mit 32 Punkten stehen, ein Blick nach Niedersachsen. Dort bekamen die Spieler zuletzt Druck von den Bossen und den Fans. Der Mutterkonzern VW hatte mit Rauswurf gedroht, sollte nicht langsam der Turbo eingelegt werden. Zudem wurde das Team zudem zu den verärgerten Anhängern zitiert. Es half.

Es sei „das erste Mal“ gewesen, so Trainer Magath, dass die Mannschaft erkannt habe, im Abstiegskampf zu stecken. Zugleich ermahnte er sein Team, nicht wie so oft in dieser Saison, die Dinge nach einem positiven Erlebnis wieder schleifen zu lassen. „Der Abstiegskampf wird bis zum letzten Spieltag gehen und wenn wir nachlassen, geht er noch zehn Tage länger“, sagte Magath mit Blick auf eine mögliche Relegation gegen den Dritten der zweiten Liga.

dpa

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