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Fußball Stanislawski wird neuer Trainer bei 1899 Hoffenheim
Sport Fußball Stanislawski wird neuer Trainer bei 1899 Hoffenheim
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16:05 19.04.2011
Holger Stanislawski wird neuer Trainer bei 1899 Hoffenheim. Quelle: dpa

Stanislawski kommt, Oenning bleibt, Schaefer geht: Kurz vor Ostern hat unter den Bundesliga-Trainern noch einmal das große Stühlerücken eingesetzt. Wunschkandidat Holger Stanislawski wird in der neuen Saison Coach bei 1899 Hoffenheim. Der noch beim FC St. Pauli beschäftigte Coach erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014. Stanislawski löst Marco Pezzaiuoli ab, dessen Demission zum Sommer in der vergangenen Woche bekanntgegeben worden war.

„Natürlich fällt nach so langer Zeit ein Abschied aus Hamburg schwer. Ich denke dennoch, dass es für mich Zeit ist, eine neue, spannende Aufgabe anzugehen“, teilte Stanislawski am Dienstag mit. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen in Hoffenheim haben mich absolut überzeugt. Ich freue mich auf das neue Umfeld und die kommende Saison mit 1899“, bekannte das St. Pauli-Urgestein, das nach insgesamt 18 Jahren am Millerntor geschworen hatte: „Ich werde immer den Totenkopf im Herzen tragen.“ Vor seiner neuen Aufgabe will er unbedingt noch „seinen“ Club vor dem Abstieg retten.

In Köln eröffnete Cheftrainer Frank Schaefer hingegen am Dienstag, dass er den FC nur noch bis zum Saisonende betreuen wird. Er ist bereits der elfte Trainer, dessen Abschied schon vor dem Saisonende feststeht. Schaefer betonte, sein Rückzug sei aus „persönlichen Gründen“ erfolgt. Allerdings scheint ein Vorgang aus der Vorwoche seine Entscheidung beeinflusst zu haben. „In der vergangenen Woche sind Dinge aus der Mannschaftssitzung in die Öffentlichkeit gelangt. Das geht nicht, das darf nicht sein. Das hat die Arbeit erschwert“, sagte Schaefer.

Nach seinem angekündigten Rückzug vom Chefsessel hat am Rhein nun die Suche nach seinem Nachfolger begonnen. Unter anderem wird der frühere Frankfurter Michael Skibbe gehandelt. Schaefer wird dem Club auf jeden Fall erhalten bleiben. In welcher Funktion, ob als U 23-Coach, Nachwuchskoordinator oder im Juniorenbereich, soll nach der Saison geklärt werden.

„Das ist mir nicht leicht gefallen, aber in der jetzigen Situation die richtige Entscheidung. Aufgrund der letzten Tage hatte ich das Gefühl, dass ich den Verein belaste“, begründete Schaefer seinen Ausstieg aus dem Profigeschäft.

Er hatte in Köln Ende Oktober 2010 den beurlaubten Zvonimir Soldo als Chefcoach beerbt. Dank einer bemerkenswerten Serie von Heimsiegen hatte der 47-Jährige das Team wieder ins Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle geführt. Die Kölner liegen vier Spieltage vor Saisonende als Tabellenzwölfter sechs Punkte vor einem Abstiegsrang.

Indes setzt der Hamburger SV weiter auf Michael Oenning. Nach den Vorständen Carl Edgar Jarchow und Joachim Hilke gab auch der extra aus London angereiste künftige Sportdirektor Frank Arnesen sein Okay. Immerhin setzte sich der bis 2012 unter Vertrag stehende Oenning - freilich auch als günstigere Lösung - gegen Morten Olsen oder Stale Solbakken durch.

Der gebürtige Coesfelder war nach Armin Vehs Entlassung am 13. März von dessen Co- zum vorübergehenden Cheftrainer ernannt worden und hatte danach fleißig Punkte gesammelt: Er ließ den HSV offensiver agieren und sorgte zugleich in der Defensive für mehr Stabilität.

Die Beförderung des 45 Jahre alten Fußball-Lehrers trifft daher auf breite Zustimmung. „Ich habe einen sehr guten Eindruck von ihm gewonnen. Es ist doch in Ordnung, Oenning jetzt eine Chance zu geben“, sagte HSV-Idol Uwe Seeler. „Ich bin sehr stolz, dass ich als Trainer beim HSV weiterarbeiten kann“, meinte Oenning. „Die Europa-League-Teilnahme habe ich noch nicht abgeschrieben“, meinte er kämpferisch - und kündigte für die neue Saison Veränderungen an: Der Kader soll verkleinert und verjüngt werden.

Insofern trägt Oenning den erforderlichen Sparkurs mit. Denn der wirtschaftlich angeschlagene Nordclub muss seine Ausgaben massiv drosseln und seinen Kader reduzieren. Vorstandschef Jarchow kündigte an, die Gehaltskosten für die Bundesliga-Mannschaft müssten von derzeit 47 auf rund 35 Millionen Euro reduziert werden.

dpa

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