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Fußball Potsdam nach 1:0-Sieg gegen Duisburg im Champions-League-Finale
Sport Fußball Potsdam nach 1:0-Sieg gegen Duisburg im Champions-League-Finale
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16:22 17.04.2011
Potsdam steht im Champions-League-Finale. Quelle: dpa

Zugleich dürfen sich die Turbine-Spielerinnen über ein Preisgeld von 200.000 Euro für den Finaleinzug freuen.

„Es ist Wahnsinn, was hier abgelaufen ist. In Potsdam ist die Mannschaft der Star, das hat man heute gesehen“, sagte ein sichtlich gerührter Potsdamer Trainer Bernd Schröder mit Tränen in den Augen direkt nach Abpfiff. „Ich muss den Hut ziehen vor der Leistung, die beide Mannschaften gezeigt haben.“

Am 26. Mai treffen die „Torbienen“ in London auf Vorjahrs-Finalgegner Olympique Lyon, das sich bereits tags zuvor mit einem 3:2 über den FC Arsenal erneut für das Endspiel qualifiziert hatte. Für das „goldene Tor“ vor nur 4600 Zuschauern im nicht ausverkauften Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion sorgte die Japanerin Yuki Nagasato nach Kopfball-Vorlage von Viola Odebrecht nach 40 Minuten.

„Finale oho“, tönte danach der Fan-Gesang durchs Stadion. Nach dem 2:2 im Hinspiel hatte Schröder keine Gelegenheit ausgelassen, sein Team vor den gefährlichen Duisburger Angreiferinnen zu warnen und von einem „trügerischen“ Hinspiel-Resultat gesprochen.

Und tatsächlich starteten die FCR-Damen wie die Feuerwehr, hatten durch die Japanerin Kozue Ando (11./18.) zwei Riesenchancen. Diese wurden aber von der zuverlässigen „Elfmeter-Heldin“ aus dem letztjährigen Endspiel, Anna Felicitas Sarholz, im Potsdamer Tor mit großartigen Paraden entschärft. „Eine Superleistung. Jede ist für die andere gerannt“, meinte die Keeperin strahlend.

Doch auch die Gastgerberinnen hatten durch aus ihre Chancen, schon vor dem Treffer in Führung zu gehen. Anja Mittag verfehlte nach einem Lupfer über Duisburgs Ersatzkeeperin Christina Bellinghoven knapp das Tor, Isabel Kerschowski traf nach einer Ecke nur das Lattenkreuz.

Im zweiten Abschnitt setzte Duisburg alles auf eine Karte, doch Potsdam konterte gefährlich und hatte durch Anja Mittag (64.), Fatmire Bajramaj (70., 72., 86.) und Nagasato (90.) beste Gelegenheiten, auf 2:0 zu erhöhen. Auswahlspielerin Bajramaj bestätigte, dass es für sie das letzte Spiel vor heimischer Kulisse gewesen ist. Sie wird mit dem Pokalsieger FFC Frankfurt in Verbindung gebracht. „Wahnsinn, dass wir es wieder geschafft haben“, sagte die deutsche WM-Hoffnung Bajramaj. „Jetzt wollen wir in London gewinnen.“

Potsdam bleibt damit seit dem 6. September 2008 im heimischen Stadion unbesiegt. Bereits 2005 hatte Turbine erstmals das UEFA-Cup-Finale gewonnen, im Vorjahr gelang dann bei der Premiere der Champions League der erneute Triumph. Nur einmal mussten die Potsdamerinnen ein Finale als Verlierer verlassen: 2006 holte sich der FFC Frankfurt den UEFA-Cup.

dpa

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