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Fußball „Fakt ist, dass es Heckenschützen im Verein gibt“
Sport Fußball „Fakt ist, dass es Heckenschützen im Verein gibt“
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12:40 14.06.2013
Von Björn Franz
Wolfgang Kirchner ist von seinem Amt bei OSV Hannover zurückgetreten. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Die Oberliga, das hatte der Sportchef der Oststädter mehrfach erklärt, sei das nächste Ziel für den OSV, der sich mindestens als Nummer 3 in der Region hinter 96 und dem TSV Havelse positionieren solle. Doch diesen Weg wird der ehemalige Zweitligist nun ohne Kirchner gehen müssen, denn der erklärte am Donnerstag seinen Rücktritt. „Es hat mir in den vergangenen Wochen keinen Spaß mehr gemacht“, sagte Kirchner, der zu den Gründen für seine Entscheidung deutliche Worte fand. „Fakt ist, dass es Heckenschützen im Verein gibt. Da wurde mir für die gute Arbeit auf die Schulter geklopft und gleichzeitig in die Kniekehle getreten. Und ich investiere doch nicht Zeit und Geld, um mich dann beschimpfen zu lassen.“ Wen er damit konkret meinte, wollte der Funktionär nicht sagen, der zugleich zu den größten Geldgebern des Landesligateams gehörte. Doch seine Ankündigung, es werde bei der Mitgliederversammlung am 27. Juni einen neuen Vorstand geben, darf man als Hinweis werten.

Deutlicher wird Erich Riemer. Der stellvertretende Vorsitzende, der Kirchner vor zehn Jahren zum OSV geholt hat, wertet dessen Rücktritt als riesigen Verlust. „Wolfgang hat gleich losgelegt wie ein Verrückter. Den konnte man nicht bremsen, der wollte nach oben“, sagte Riemer. „Dabei ist er sicherlich auch mal angeeckt. Dass man ihn aber jetzt so abschießen will, ist bitter.“ Man müsse jetzt abwarten, was der neue Vorstand im Leistungsbereich machen werde. Riemer selbst, der seit 55 Jahren im OSV aktiv ist und auch „Mister OSV“ genannt wird, werde seinen Posten im Vorstand in zwei Wochen ebenfalls zur Verfügung stellen. Und auch die bisherige Klubchefin Bianka Heublein, die Lebensgefährtin von Kirchner, werde nicht mehr weitermachen.

Von dieser Rücktrittswelle wird der designierte neue Vorstand, zu dem neben Frank Dölle, dem Vorsitzenden des Jugend-Fördervereins, auch der ehemalige OSV-Torwart Niklas Manke gehört, völlig überrascht. „Wir hatten am Dienstag in einem Gespräch lediglich unsere Mitarbeit angeboten, uns aber ausdrücklich dafür ausgesprochen, dass Wolfgang und Bianka weitermachen“, erklärte Manke. „Das Thema 1. Mannschaft sollte weiterhin sein Thema bleiben. Aber dabei muss es eben bestimmte Rahmenbedingungen geben.“

Dass Kirchner dieses Gespräch nun zum Anlass nehme, seinen Rücktritt zu erklären, sei so traurig wie schwer nachzuvollziehen. „Wolfgang hat für den Verein einen riesigen Job gemacht und ihn wieder nach vorne gebracht“, sagte Manke. „Aber ein Verein ist eben keine Alleinunterhalter-Show, man muss den ganzen Verein mitnehmen. Und das hat Wolfgang im vergangenen halben Jahr leider nicht mehr getan.“

n Erstligisten kommen nicht: Der Rücktritt von Kirchner ist nicht der einzige Rückschlag für den OSV. Auch die geplanten Testspiele gegen die Profimannschaften von Eintracht Braunschweig und Hannover 96 werden nicht stattfinden. „Das Spiel gegen Braunschweig ist uns aus Sicherheitsgründen verboten worden“, verriet Riemer. „Und von 96 hatten wir zwar eine lose Zusage, aber die spielen ja jetzt schon in Berenbostel, Kaltenweide und Ramlingen.“

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