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Fußball Traum-Einstand für Mirko Slomka
Sport Fußball Traum-Einstand für Mirko Slomka
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22:20 22.02.2014
Mirko Slomka feiert bei seinem ersten Spiel beim HSV einen Sieg gegen den BVB. Quelle: dpa
Hamburg

Mit diesem fusiosen Auftakt hat wohl niemand gerechnet: Der HSV unter seinem neuen Trainer Mirko Slomka schlägt den BVB mit 3:0. Die Hamburger-Fans feiern das in den vergangenen Wochen hart kritisierte Team im eigenen Stadion frenetisch. Die Hanseaten rücken nach diesem ersten Spiel unter dem Nachfolger des vor einer Woche entlassenen Bert van Marwijk mit nun 19 Punkten auf den Relegationsplatz vor. Für den HSV war es am 22. Spieltag der erste Sieg nach sieben Niederlagen in Serie.

Mirko Slomka hatte erst vor wenigen Tagen den massiv vom ersten Abstieg der Vereinsgeschichte bedrohten HSV übernommen, nachdem er bei Hannover 96 entlassen worden war. Zwar verlassen die Hanseaten trotz des Sieges nicht die Abstiegsplätze. Doch ein Sieg gegen den Champions-League-Finalisten aus Dortmund dürfte Balsam auf die Wunden aller Beteiligten in der schwersten Krise des HSV sein.

Petr Jiracek erzielte vor 57.000 Zuschauern per Kopf vor der Halbzeitpause das 1:0 für die Hausherren (42.). Pierre-Michel Lasogga hatte den Treffer des Tschechen mit einer präzisen Flanke vorbereitet. Nach dem Wechsel erhöhte Lasogga nach exaktem Zuspiel von Tolgay Arslan auf 2:0 (58.). Für den Schlusspunkt sorgte Hakan Calhanoglu (90.+1) mit einem 35-m-Freistoß.

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Schon vor dem Anpfiff herrschte in der Arena eine besonders emotionale Stimmung. Die HSV-Fans gedachten ihres am Dienstag verstorbenen Klub-Idols Hermann Rieger mit einer beeindruckenden Choreographie. Die Profis der Hanseaten hatten sich vorgenommen, auch für den Kult-Masseur zu spielen und mit viel Leidenschaft endlich zu Punkten zu kommen. Der sehr agile Jiracek scheiterte mit einer ersten Schusschance aus 16 Metern jedoch am sicheren Dortmunder Keeper Roman Weidenfeller (17.).

Psychotricks, mehr Training, sechs Spielerwechsel: Slomka hatte vor seinem Debüt alle Register gezogen. Und seine Maßnahmen schienen zu fruchten. Der BVB hatte seine liebe Mühe, sich gegen die aggressiven Hanseaten bis in die Gefahrenzone zu kombinieren. Doch bei ihrer ersten Gelegenheit verpassten die Gäste die Führung nur um Haaresbreite, als Henrich Mchitarjan von der Strafraumgrenze abschloss. Er ehemalige 96er Johan Djourou, der mit dem Saison-Debütanten Slobodan Rajkovic die Innenverteidigung des HSV bildete, fälschte noch entscheidend ab (19.).

Der Champions-League-Finalist des vergangenen Jahres war nun um mehr Spielkontrolle bemüht, blieb aber oft an der defensiven Dreierreihe im HSV-Mittelfeld hängen. Als Marcel Schmelzer den Star-Angreifer Robert Lewandowski dann per Flanke doch einmal fand, verzog der Pole bedrängt von Rajkovic (29.). Klopp reagierte zur Pause und brachte Nationalspieler Marco Reus, den er zuvor mit Blick auf die Königsklasse geschont hatte. Für den nächsten Aufreger sorgte jedoch BVB-Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang, der bei einem extrem harten Einsteigen gegen Tolgay Arslan mit der Gelben Karte gut bedient war (55.). Als Arslan wieder stand, legte er Lasogga das 2:0 auf.

Der BVB kämpfte nun, kam durch eine Direktabnahme von Aubameyang dem Tor von René Adler gefährlich nah (64.). Doch auch der HSV blieb gefährlich und köpfte durch Djourou sogar da vermeintliche 3:0, was wegen eines Foulspiel zu Recht zurückgepfiffen wurde (67.). Adler rettete kurz später reaktionsschnell gegen Marvin Ducksch (70.) und Lukasz Piszczek (71.).

Beim HSV überzeugten Arslan und Lasogga, bei den Gästen bemühten sich Schmelzer und Aubameyang.

sid/mic

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