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Fußball Engagement bis in die 2. Liga
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11:35 17.02.2014
Kann er den HSV in der Liga halten? Mirko Slomkas Vertrag als Cheftrainer soll auch für die zweite Bundesliga gelten. Quelle: dpa/Archiv
Hamburg

Der Verpflichtung von Mirko Slomka als Trainer des abstiegsgefährdeten Hamburger SV steht nichts mehr im Weg. Der Aufsichtsrat des Krisen-Vereins hat nach dpa-Informationen am Montagmorgen der sogenannten überplanmäßigen Ausgabe für den Coach, der drei Millionen Euro Abfindung kassiert, einstimmig zugestimmt. Slomka soll einen Vertrag bis Sommer 2016 erhalten.

Der Club kündigte für 13.00 Uhr eine Pressekonferenz an. Dreieinhalb Stunden zuvor war Slomka auf dem Gelände des stark abstiegsbedrohten Clubs eingetroffen. Der 46-Jährige tritt die Nachfolge von Bert van Marwijk an, den der HSV am Samstag nach acht Pflichtspielniederlagen in Serie und nur 144-tägiger Amtszeit beurlaubt hatte.

Der neue HSV-Hoffnungsträger Slomka weiß, worauf er sich einlässt. Am 19. Januar 2010 übernahm er Hannover 96 in einer ähnlich prekären Situation. Die damals auch durch den Suizid von Nationaltorhüter Robert Enke geschockten Niedersachsen belegten nach 18 Runden mit 17 Punkten Platz 16. Slomka startete mit sechs Niederlagen, sein neues Team fing sich danach allerdings und schaffte am letzten Spieltag die Rettung. Das soll er nun auch beim HSV bewirken, der mit mageren 16 Zählern derzeit auf dem direkten Abstiegsrang 17 und damit so dicht wie nie vor dem erstmaligen Absturz in die Zweitklassigkeit steht.

Eine Startserie wie damals bei "96" kann sich Slomka in Hamburg nicht leisten. Bei seinem Debüt am Samstag muss sich sein neues Team ausgerechnet gegen Champions-League-Finalist Borussia Dortmund behaupten. Danach trifft der HSV auf direkte Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg: Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, 1. FC Nürnberg, VfB Stuttgart und SC Freiburg. Dabei kann Rafael van der Vaart vorerst nicht mithelfen, der Niederländer fällt mit einem Bänder- und Kapselriss im rechten Sprunggelenk für rund drei Wochen aus. Allerdings hatte auch der Kapitän sein Team zuletzt alles andere als voranbringen können.

In jedem Fall kommt dem HSV der dritte Trainer der Saison teuer zu stehen. Denn der klamme Club muss nach der vergleichsweise geringen 800 000-Euro-Abfindung für Thorsten Fink bei van Marwijk viel tiefer in die Tasche greifen. Nach dpa-Informationen sind für das 144-tägige Intermezzo des gescheiterten Holländers, der einen Vertrag bis 2015 hatte, satte drei Millionen Euro fällig.

Slomka erhält einen Vertrag bis 2016, der auch für die 2. Liga gültig sein soll. Als sicher gilt, dass der Niedersachse für die heikle Mission im hohen Norden eine ordentliche Nichtabstiegsprämie erhält. Auch wenn er in Hannover am 27. Dezember 2013 nach knapp vier Jahren entlassen wurde, ist Slomka mit 135 Spielen als Rekordcoach in die 96-Geschichte eingegangen. Mit 1,39 Zählern weist er den zweitbesten Punkteschnitt aller Trainer der Hannoveraner auf, die er zweimal in die Europa League führte. Schon als Schalke-Coach hatte er Erfolg. Er wurde mit den Knappen Vizemeister (2006/2007) und erreichte damit die Champions League. Davon kann beim HSV, der seit Jahren vom Comeback auf Europas Fußballbühne träumt, vorerst überhaupt nicht die Rede sein.

dpa

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