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Fußball Löw und Bierhoff haben Verträge beim DFB verlängert
Sport Fußball Löw und Bierhoff haben Verträge beim DFB verlängert
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15:38 21.07.2010
Fußball-Bundestrainer bis 2012: Joachim Löw (M.) verlängert Vertrag beim DFB. Bei der Vertragsunterzeichnung sind Theo Zwanziger (l.) und Teammanger Oliver Bierhoff mit dabei. Quelle: dpa

Fußball-Deutschland kann neun Tage nach dem Ende der Weltmeisterschaft noch einmal jubeln. Joachim Löw bleibt Fußball-Bundestrainer. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unmittelbar vor der Pressekonferenz am Dienstagmittag in Frankfurt mit. Löw, Teammanager Oliver Bierhoff und das gesamte Trainerteam haben ihre auslaufenden Verträge mit dem DFB bis zum 31. Juli 2012 verlängert.

Man habe vor dem Start in den Urlaub „den Kopf freihaben wollen“, lautete die Begründung für die überraschend schnelle Verständigung mit dem Verband. Neben Löw werden auch Teammanager Oliver Bierhoff sowie Co-Trainer Hans-Dieter Flick und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke ihre Verträge um zwei Jahre verlängern. Die sportliche Leitung hatte am vergangenen Freitag intern über ihre Zukunft beraten und die grundsätzliche Entscheidung zur Fortsetzung der Arbeit getroffen.

Der 50-jährige Löw wird sich am Dienstag in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main gemeinsam mit Teammanager Oliver Bierhoff zur „aktuellen Situation der Nationalmannschaft“ äußern, wie der DFB am Morgen mitteilte. An der Pressekonferenz um 12.30 Uhr werden auch DFB-Präsident Theo Zwanziger und DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach teilnehmen.

Zwanziger wollte eine Einigung spätestens bis zur Zusammenkunft des Verbandspräsidiums am 30. Juli erzielt haben. Auf dieser Sitzung soll en die Verträge abgesegnet und zudem entschieden werden, ob der neuerdings amtsmüde Präsident im Oktober auf dem Verbandstag für eine weitere Amtszeit als Chef des größten Sportfachverbandes der Welt kandidiert.

Bereits am 11. August, neun Tage vor dem Start der Fußball- Bundesliga in ihre neue Saison, steht für Löw & Co. in Kopenhagen gegen Dänemark das nächste Länderspiel auf dem Programm. Das hatte alle Beteiligten einem gewissen Zeitdruck bei der Zukunftsregelung unterworfen. Am 3. September startet die DFB-Auswahl dann mit einem Auswärtsspiel in Brüssel gegen Belgien in die EM-Qualifikation. Weitere Gruppengegner auf dem Weg zur EM-Endrunde sind die Türkei, Österreich, Aserbaidschan und Kasachstan.

Löw hatte sein Zukunft nach dem WM-Ende als „völlig offen“ bezeichnet. Er wollte zunächst einige Tage abschalten und sich persönlich darüber im Klaren werden, ob „ich noch die Kraft und die Energie habe, die Mannschaft weiter zu führen“.

Während des Turniers in Südafrika, dass die junge deutsche Nationalmannschaft mit der Bronzemedaille überaus erfolgreich bestritt, hatte Löw „jeglichen Gedanken an eine Situation nach der WM völlig abgeschaltet“. DFB-Chef Zwanziger hatte bereits während der WM intensiv um Löws Verbleib geworben. Unbekannt ist noch, welchen finanziellen Preis das Ja-Wort des erfolgreichen Bundestrainer für den Verband hat und welche inhaltlichen Zugeständnisse die DFB- Funktionäre machen müssen.

„Es wurde von jedem erwartet, dass der Vertrag verlängert wird“, kommentierte der ehemalige Nationalmannschafts-Teamchef Erich Ribbeck im Nachrichtensender „N24“ die Verlängerung mit Löw: „Es hat nichts dagegen gesprochen.“

Löw arbeitet wie Bierhoff seit 2004 für den DFB. Zunächst war er von Sommer 2004 an zwei Jahre Assistent des damligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann. Nach der WM 2006 in Deutschland löste er den damals „ausgebrannten“ Klinsmann als Cheftrainer ab. Löw führte das DFB-Team bei seinem ersten großen Turnier 2008 bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz bis ins Finale. Sein aktuelles Team mit Jungstars wie WM-Torjäger Thomas Müller (20) und Spielmacher Mesut Özil (21) bietet ihm hervorragende Perspektiven. Löw selbst sprach von „einer Mannschaft, der die Zukunft gehört“.

Eine vorzeitige Vertragsverlängerung des DFB mit Löw und seinem Team war Anfang des Jahres unter lautem Getöse geplatzt. Der Verband war damals unter anderem empört über die finanziellen Forderungen von Verhandlungsführer Bierhoff. Löw wiederum ärgerte, dass Interna öffentlich wurden und ihm der Verband ein Ultimatum zur Zustimmung zu einem neuen Vertrag stellte.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

dpa

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