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Fußball HSV sucht einen Nachfolger für Slomka
Sport Fußball HSV sucht einen Nachfolger für Slomka
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15:11 16.09.2014
Von Volker Wiedersheim
Nach der 0:2-Pleite bei Ex-Klub Hannover 96 ist Mirko Slomka nicht mehr Trainer des Hambuger SV. Quelle: dpa
Hamburg

Die Saison der Fußball-Bundesliga hat kaum angefangen, da ist sie für Mirko Slomka auch schon wieder vorbei: Der Hamburger SV hat sich am Montagabend von dem aus Hannover stammenden Trainer getrennt. Das bestätigte am späteren Abend ein Sprecher des Klubs. In den bisherigen drei Partien hatten die Hanseaten – von vielen im Klub immer noch als Topteam angesehen – nur einen Punkt im torlosen Remis beim Aufsteiger 1. FC Köln geholt. Danach gab es eine peinliche 0:3-Heimniederlage gegen den zweiten Aufsteiger SC Paderborn und am Sonntag schließlich das Aufeinandertreffen mit Slomkas früherem Team – Hannover 96 gewann 2:0.

Das Ende der kurzen Zeit als Trainer beim HSV beschlossen die wichtigsten Entscheider und Finanziers des HSV offenbar am Montagabend bei einem Treffen, an das sich nach Medienberichten noch eine Unterredung von Slomka und dem HSV-Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer anschloss. Slomkas Maßnahmen für den Weg aus der Krise schenkte die Klubführung dabei kein Vertrauen mehr. Auch der Retterbonus war verspielt. Slomka – bei Hannover 96 durch Tayfun Korkut ersetzt – hatte den schwierigen Job in Hamburg erst am 17. Februar 2014 übernommen.

Das mit alternden oder schwächelnden Stars wie etwa Rafael van der Vaart besetzte Team konnte er jedoch nicht nachhaltig stärken. Trotzdem gelang die Mission Klassenerhalt. Als Bundesliga-16. hatte sich der HSV mit knapper Not und nur einem Treffer gegen den Zweitliga-Dritten Greuther Fürth durchgesetzt (Hinspiel 0:0, Rückspiel auswärts 1:1) und den bitteren Abstieg verhindert. Es wäre der erste für den sogenannten Bundesliga-Dino gewesen – der HSV ist einziges Gründungsmitglied der Bundesliga, dass noch nie abgestiegen ist.

Das Dilemma der Hamburger Klubführung und des Vorstandschefs Beiersdorfer: Slomka ist ein gewiefter Trainer – obwohl er als nicht einfach im Umgang gilt –, und zudem wurde das Team der Hanseaten zur neuen Saison mit Investitionen von insgesamt 26 Millionen Euro verstärkt. Doch ist es nicht gelungen, alle Puzzleteile zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammenzufügen. Der Erfolg blieb aus. Und schließlich ließen die Mächtigen des Hamburger Fußballs ihren seit Wochen lancierten Sticheleien und Drohungen jetzt Taten folgen. Und setzten Slomka den Stuhl vor die Tür.

Der nächste Gegner der Hamburger ist der Rekordmeister FC Bayern München. Slomka wird das Husarenstück, den Favoriten zu schlagen, nicht zugetraut. Ob schon ein Nachfolger auf der Bank sitzt oder ein Interimstrainer, blieb am Montagabend offen.

Für Slomka war das Engagement beim HSV nach dem FC Schalke 04 und bei den „Roten“ in seiner Heimatstadt die dritte Bundesliga-Station. Zuvor war er bei S 04 und 96 jeweils Ko-Trainer von Ralf Rangnick gewesen.

Die Suche eines Nachfolgers ist allerdings nicht einfach: Thomas Tuchel hat mehrfach geäußert, erst in der nächsten Saison ins Trainergeschäft zurückkehren zu wollen. Gehandelt wird deshalb Josef Zinnbauer, der Coach der derzeit erfolgreichen U-23-Mannschaft des HSV, als Interimslösung.

Andere Kanidaten in der Diskussion sind André Breitenreiter (SC Paderborn) sowie die Ex-Hamburger Huub Stevens, Bruno Labbadia, Felix Magath, und Thomas Doll.

dpa/sid

Der HSV ist mit einer runderneuerten Mannschaft noch tiefer in die Krise gestützt. Trainer Slomka kann die Diskussionen um seine Person aushalten. Ob er beim Tabellenletzten noch eine Zukunft hat, ist fraglicher denn je.

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