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Fußball BVB-Fans greifen Polizei in Dortmund an
Sport Fußball BVB-Fans greifen Polizei in Dortmund an
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06:35 11.12.2015
Anhänger von Borussia Dortmund haben sich nach dem Europa-League-Spiel mit der Polizei angelegt. Quelle: dpa (Archiv)
Dortmund

Nach dem Europa-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und PAOK Saloniki (0:1) sind gewaltbereite Fußballfans mit der Polizei in der Dortmunder Innenstadt aneinandergeraten. Als etwa 250 Fans am Donnerstagabend auf dem Heimweg in eine U-Bahn steigen wollten, kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen. Als die Beamten einschritten, seien die Polizisten angegriffen worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Bei den Anhängern handelte es sich nach Polizeiangaben um Angehörige der Dortmunder Ultra-Szene.

Ein Großteil der Ultras konnte zwar zunächst flüchten, sie wurden aber nach rund 500 Meter von der Polizei gestoppt. Anschließend hätte die Polizei die Personalien der mutmaßlichen Angreifer aufgenommen, sagte die Polizeisprecherin weiter. "Die Kollegen wurden zwar angegangen, verletzt wurde nach bisherigem Stand aber keiner", sagte sie. Weitere Hintergründe standen zunächst nicht fest. Die Dortmunder Polizei wollte sich erst am Freitag zu dem Zwischenfall weiter äußern.

Messer und Pyrotechnik entdeckt

Die Partie war von der Polizei als "Hochrisikospiel" eingestuft worden. Am Vormittag hatte die Polizei bei einer Kontrolle eines Busses mit Fans aus Griechenland unter anderem ein Messer, Pyrotechnik und Betäubungsmittel entdeckt. Die Beamten konfiszierten auch sogenannte Passivbewaffnung wie Handschuhe mit Kunststoffverstärkung. Fünf Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, gegen sieben wurde Strafanzeige erstattet.

Ungeachtet der Attacke auf die Polizisten zog der Einsatzleiter ein positives Fazit. "Unser polizeiliches Konzept hat maßgeblich dazu beigetragen, dass es heute in Dortmund ruhig und friedlich geblieben ist", sagte Polizeidirektor Ed Freyhoff. Sowohl das Spiel als auch die An- und Abreise seien "bemerkenswert friedlich" geblieben - trotz des einen Zwischenfalls in der Innenstadt.

dpa/sag

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