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Fußball Die Weltmeister von 1990 drängen Löw zum Weitermachen
Sport Fußball Die Weltmeister von 1990 drängen Löw zum Weitermachen
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12:53 17.07.2010
Denkt noch über seine Zukunft nach: Bundestrainer Joachim Löw. Quelle: dpa

Joachim Löw wollte nur mal kurz als Gast vorbei schauen. Dann wurde der Bundestrainer doch zum Mittelpunkt des Abends. Aber auch beim ersten Auftritt in seiner Heimat nach der Fußball-Weltmeisterschaft ließ Jogi Löw seine berufliche Zukunft offen. Im Europa-Park im baden-württembergischen Rust traf Löw in der Nacht zum Sonnabend die Fußball-Weltmeister von 1990 sowie Verantwortliche des DFB. Diese forderten den Schwarzwälder auf, weiterzumachen. Antworten blieb Löw schuldig. Fans und Medien ging der 50-Jährige aus dem Weg.

„Es drängt ihn ja niemand. Aber es wäre schon schön, wenn der Jogi Löw sich bald mal äußern würde. Das nächste Länderspiel steht ja bereits vor der Tür“, sagte Franz Beckenbauer, DFB-Teamchef von 1984 bis 1990. Der „Kaiser“ und seine WM-Mannschaft von 1990 sollten gefeiert werden: 20 Jahre nach dem Titelgewinn in Rom hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Akteure von damals in den Freizeitpark geladen. Mit Beckenbauer, Rudi Völler und Berti Vogts waren drei Vorgänger von Löw dabei. Löws früherer Chef Jürgen Klinsmann, der in den USA lebt, hatte abgesagt.

Löw, der im 40 Kilometer entfernten Wittnau bei Freiburg lebt, kam als Letzter zur Party. „Es ist schön, unter Freunden und Vertrauten zu sein“, sagte er. Nach der WM ist Löw auf Tauchstation gegangen und bietet Anlass für Spekulationen. „Ich brauche Ruhe, um Kraft und Gedanken zu sammeln“, sagte er bei seiner Ankunft. Die WM sei anstrengend und kräftezehrend gewesen. Ob er als Bundestrainer weitermache, sagte er nicht. Es sei nicht die Zeit für öffentliche Statements.

Die Fans, die ihn bei seiner Ankunft umringten, vertröstete Löw. „Ich komme gleich nochmal vorbei“, sagte er, nachdem er vereinzelt Autogramme gegeben hatte. Die Fans warteten, doch Löw kam nicht mehr. Er blieb im abgeschirmten Kreis seiner Fußball-Kollegen. Unter ihnen Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus, Bodo Illgner, Pierre Littbarski, Klaus Augenthaler, Guido Buchwald, Jürgen Kohler, Andreas Brehme, Thomas Häßler und der damalige Torwarttrainer Sepp Maier.

Als Löw den Saal betrat, standen die Weltmeister von 1990 geschlossen auf und empfingen ihn mit Applaus. „Ihr habt eine tolle WM gespielt“, sagte Beckenbauer. „Deutschland ist stolz auf Euch.“ Dass Löw zur Feier des DFB kam, werteten viele der Beteiligten als Signal. Angesagt hatte sich auch DFB-Präsident Theo Zwanziger. Doch der sagte kurzfristig ab, nachdem er an einem Infekt erkrankte. Dabei war indes DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

„Es wäre doch schade, wenn Jogi Löw jetzt hinschmeißen würde“, sagte Rudi Völler. „Er hat mit dieser Mannschaft so viel aufgebaut. Wenn er jetzt geht, profitiert ein anderer davon und holt bei der Europameisterschaft in zwei Jahren die Lorbeeren.“ Berti Vogts betonte: „Jogi Löw und diese Mannschaft haben eine Verbindung.“ Löw habe mit seinem Spielkonzept ein erfolgreiches Team geformt, das noch viel Potenzial habe. Er solle daher an Bord bleiben.

Auch im öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Michael Ballack und Philipp Lahm um die Kapitänsbinde in der Nationalmannschaft war die Position eindeutig. „Michael Ballack ist der Kapitän“, sagte Beckenbauer. Ballack und Lahm sollten sich aussprechen. An Ballacks Position als Kapitän könne nicht gezweifelt werden.

dpa

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