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Fußball Eine Mannschaft, die keine ist
Sport Fußball Eine Mannschaft, die keine ist
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00:17 16.09.2014
Von Björn Franz
Die Fans des Hamburger SV verlieren die Geduld mit ihren Spielern – und mit Trainer Mirko Slomka Quelle: dpa
Hamburg

Dabei muss man gar nicht die offensichtlichen Zeichen zu Hilfe nehmen, wie das gellende Pfeifkonzert, das sich die Profis des kriselnden Fußball-Bundesligisten vor zwei Wochen nach der 0:3-Niederlage gegen den Aufsteiger SC Paderborn anhören mussten, als sie zaghaft einige Schritte Richtung eigene Fankurve machten. Solche Reaktionen sind in Fußballstadien regelmäßig zu beobachten. Aber dass die Hanseaten es nicht geschafft haben, das Kontingent von knapp 5000 Karten für die Auswärtspartie am Sonntag bei Hannover 96 komplett an den Fan zu bringen, muss die Verantwortlichen beim HSV ins Grübeln bringen.

Zugegeben, es war für die Anhänger des Bundesliga-Gründungsmitglieds zuletzt kein Vergnügen, mit der eigenen Elf auf Reisen zu gehen. Der letzte Auswärtssieg in der Bundesliga liegt bald ein Jahr zurück – er gelang am 27. Oktober 2013 in Freiburg. Aber dass vielen HSV-Fans selbst die etwa 150 Kilometer bis nach Hannover zu weit sind, wirft ein erschreckendes Bild darauf, wie wenig Vertrauen das Team inzwischen noch genießt.

Dabei geht es gar nicht einmal so sehr um die wenig erfreuliche Tatsache, dass nach den beiden ersten Saisonspielen gegen die Aufsteiger aus Köln und Paderborn gerade mal ein Punkt auf der Habenseite steht – bei keinem einzigen erzielten Tor. Es ist vielmehr die Enttäuschung darüber, dass großspurigen Ankündigungen wieder einmal eine Enttäuschung zu folgen scheint. Nach der Ausgliederung der Profiabteilung und der Inthronisierung des neuen Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer sollte sich der HSV endlich wieder zu alter Größe erheben. Dafür investierte der finanziell angeschlagene Klub im Sommer insgesamt knapp 27 Millionen Euro. Und zuletzt kamen in der Länderspielpause mit Lewis Holtby und Julian Green auf Leihbasis noch einmal zwei Neue dazu.

Allein – nach einer Mannschaft sieht das nicht aus, was da derzeit im HSV-Trikot über den Rasen läuft. Viele Fans fühlten sich gegen Paderborn an die desolaten Auftritte ihres Teams in der vergangenen Saison erinnert, in der erst in der Relegation der Klassenerhalt gelang. Neuzugänge wie der Schweizer Valon Behrami passen sich erschreckend schnell dem emotionslosen Spiel ihrer Nebenleute an. Und so gerät zwangsläufig Mirko Slomka in den Mittelpunkt der Kritik.

Zum Amtsantritt im Februar gelang ihm ein 3:0 über Borussia Dortmund. Doch in den folgenden 14 Bundesligaspielen kamen nur zwei weitere Siege dazu. Sportliche Argumente für eine Weiterbeschäftigung sind das nicht gerade. Zumal zwei mediale Auftritte im Nachgang der jüngsten Heimpleite in der Hansestadt nicht gut ankamen: Zunächst stellte der 47-Jährige öffentlich Torhüter René Adler infrage. Dann posierte er in der „Bild“-Zeitung mit einem neuen Motorrad, das er sich nach der Rettung des HSV vor dem Abstieg gegönnt habe. Doch als Retter wird Slomka in Hamburg nun wirklich nicht wahrgenommen. Ein, zwei Niederlagen, so heißt es aus dem Aufsichtsrat, könne er sich noch leisten. Mehr nicht. Aber besser wäre es, er würde schon gegen 96 die Kurve kriegen.

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