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Fußball Darum darf Bibi Steinhaus nicht 1. Liga pfeifen
Sport Fußball Darum darf Bibi Steinhaus nicht 1. Liga pfeifen
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10:07 11.08.2016
Muss weiter auf einen Einsatz in der 1. Bundesliga warten: Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus. Quelle: dpa
Berlin

DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hat die Nichtberücksichtigung von Bibiana Steinhaus für die kommenden Saison der Fußball-Bundesliga gerechtfertigt. Die 37-Jährige sei in den vergangenen Jahren nicht im Perspektivbereich gewesen, "erst ihre vergangene Saison war eine außergewöhnlich gute", sagte Fröhlich in einem Interview der Zeitung "Die Welt" (Donnerstag). Die Schiedsrichter, die aufgestiegen seien, hätten hingegen über Jahre hinweg konstant gute Leistungen gezeigt.

Fröhlich: "Keine Anweisung"

Steinhaus wurde vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht für die Bundesliga nominiert, obwohl sie die interne DFB-Wertung in der 2. Liga angeführt haben soll. Vier männliche Kollegen bekamen den Vorzug. "Nur um das noch einmal ganz deutlich klarzustellen: Es gibt keine Anweisung, dass eine Frau in Deutschland nicht in der Ersten Liga pfeifen darf. Das ist Quatsch", betonte Fröhlich, der nach der vergangenen Saison Herbert Fandel als Schiedsrichter-Chef abgelöst hat.

Fandel hatte zuletzt 2014 einen Aufstieg von Steinhaus als " bislang nicht gerechtfertigt" bezeichnet  Die 37 Jahre alte Polizistin aus Hannover wird seit 2007 als Schiedsrichterin in der 2. Liga eingesetzt, im Oberhaus bisher nur als Vierte Offizielle. Einige Fans sehen in der Nicht-Berücksichtigung der einzigen Schiedsrichterin im Profifußball eine Benachteiligung und fordern ihren Aufstieg. Steinhaus selbst hat dies bisher nicht öffentlich verlangt. 

DFB will Steinhaus weiter fördern

Fandel-Nachfolger Fröhlich nimmt im Interview auch Bezug auf die Entwicklung von Steinhaus und die Folgen im Falle einer Nominierung für die 1. Bundesliga. "Wir haben registriert, dass sie sich stark entwickelt und verbessert hat. Wir bleiben als Schiedsrichterkommission auch an diesem Thema dran und werden sie weiter fördern, wie alle anderen Schiedsrichter auch", sagte Fröhlich.

"Nur, es muss eben auch allen klar sein, dass wir das genau abwägen müssen, auch mit ihr zusammen, denn wenn Bibiana Steinhaus in der Bundesliga Spiele leitet, dann hat das schon eine andere Dimension, vom Tempo des Spiels her bis zur öffentlichen Bühne, mit allen Chancen und Risiken."

dpa/RND/zys

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