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Fußball Borussia Dortmund kann den Titel vorzeitig perfekt machen
Sport Fußball Borussia Dortmund kann den Titel vorzeitig perfekt machen
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12:22 22.04.2011
Spitzenreiter Borussia Dortmund winkt der vorzeitige Titelgewinn. Quelle: dpa

Im packenden Bundesliga-Schlussspurt winkt Spitzenreiter Borussia Dortmund der vorzeitige Titelgewinn, Verfolger Hannover 96 hat seine Champions-League-Ansprüche bereits unterstrichen. Mit dem 3:1 beim SC Freiburg am Donnerstag haben die Niedersachsen zumindest bis Samstag wieder den dritten Tabellenplatz geholt. „Jetzt haben die Bayern den Druck. Wir haben noch drei Spiele, da wollen wir das Maximale rausholen“, sagte Trainer Mirko Slomka nach dem souveränen Sieg im Breisgau durch die Treffer von Mohammed Abdellaoue, Jan Schlaudraff und Konstantin Rausch.

Die Himmelsstürmer aus Dortmund können im Idealfall am Samstag gegen 20.15 Uhr ihr Meisterstück feiern. Gewinnt der BVB bei Tabellenschlusslicht Mönchengladbach das Borussia-Duell, macht Trainer Jürgen Klopps Rasselbande den Triumph perfekt, wenn Bayer Leverkusen zuvor kein Sieg gegen 1899 Hoffenheim gelingt.

Doch Klopp warnte und reagierte mit Sondermaßnahmen auf die Situation. Die letzten Einheiten wurden zur Verschlusssache: „Geheimtraining“ lautete das Zauberwort, mit dem der designierte Meistermacher die Euphorie im Umfeld in die richtigen Bahnen lenken wollte. Nicht nur Klopp, der auf Nuri Sahin verzichten muss, rechnet mit energischem Widerstand des potenziellen Absteigers.

„Gladbach kämpft ums Überleben, da weiß man, was uns erwartet“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Doch Gänsehautstimmung wird nicht nur im Borussia-Park erzeugt: Schalke-Liebling Manuel Neuer muss sich im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern erstmals nach dem tränenreich verkündeten Abschied den Reaktionen seiner Fans stellen. „Ich hätte kein Verständnis für negative Kundgebungen. Dafür hat Manuel zu viel geleistet“, sagte Trainer Ralf Rangnick.

Gefühlswallungen anderer Art sind garantiert, wenn einstige Premium-Vertreter deutscher Fußballkunst wie der VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt oder der VfB Stuttgart zukunftssichernde Maßnahmen einleiten wollen - die Schwaben treffen mit Bruno Labbadia auf dessen früheren Arbeitgeber Hamburger SV, beim Duell der Hessen mit Bayern München wird eine Begegnung der „Intimfeinde“ Christoph Daum und Uli Hoeneß mit Spannung beäugt. Neu-Hesse Daum will dem Bayern-Präsidenten sogar die Hand geben, zu tiefer schürfenden Fragen will er schweigen: „Ich antworte darauf gar nicht mehr.“

Er hat andere Sorgen: Wie Labbadia und Felix Magath treibt ihn die Angst vor der Zweitklassigkeit. So recht offenbaren will sich keiner des Trios, trotzige Zuversicht bahnt sich stattdessen den Weg, Labbadia blickt mit dem VfB nach vorn: „Das habe ich abgehakt. Wir sind heiß - aber nicht, weil es gegen den HSV geht“, sagte Labbadia, der vom HSV vor fast genau einem Jahr entlassen worden war. Drei Punkte - dann wären Labbadia und Daum mit ihren Teams fast durch, Wolfsburg müsste selbst bei einem Erfolg am Sonntag gegen den trainersuchenden 1. FC Köln noch kräftig nachlegen.

Magath zeigte sich bei der „schwierigen Mission“ ungewohnt generös: Er gab einen Tag frei. Und obwohl es in den vier Spielen mit ihm noch keinen dreifachen Punktgewinn gab, rechnet er mit dem glücklichen Ende einer verkorksten Saison und dem Verbleib in Liga 1: „Egal, ob auf direktem Weg oder über die Relegation.“

Diese finale Herausforderung bedroht auch den mit Wolfsburg punktgleichen FC St. Pauli, wo sich der Bald-Hoffenheimer Holger Stanislawski mit dem Nichtabstieg ein Denkmal setzen könnte. Die Statistik spricht gegen den Kiez-Verein: Werder hat siebenmal nicht verloren, die Gastgeber haben achtmal nicht gewonnen und warten seit über 33 Jahren auf das zweite Bundesliga-Erfolgserlebnis gegen Bremen. „Das ist noch kein Endspiel“, betonte Stanislawski.

dpa

Fußball-Bundesligist FC St. Pauli erwartet aus der Platzsperre zum Start der nächsten Saison einen finanziellen Verlust von 562.000 Euro. Im Fall des Abstiegs in die 2. Bundesliga fehlten dem Verein durch die Strafmaßnahme 418.500 Euro.

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