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Fußball Blatter trommelt für seine Wiederwahl als FIFA-Chef
Sport Fußball Blatter trommelt für seine Wiederwahl als FIFA-Chef
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16:15 20.04.2011
Joseph "Sepp" Blatter will Chef des Fußball-Weltverbandes bleiben. Quelle: dpa

Joseph Blatter geht in die Offensive: In einem vierseitigen Brief an die 208 Mitgliedsländer des Fußball-Weltverbandes wirbt der FIFA-Präsident um seine Wiederwahl. "Begleiten Sie mich auf den nächsten vier Jahren zu einem wunderbaren Vermächtnis", bittet der Schweizer. In dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, listete er die finanziellen Erfolge unter seiner Regie detailliert auf und kündigte an, er werde weiter gegen die "größten Feinde des Fußballs" ankämpfen: Korruption, Spielabsprachen und Doping. Konkrete Maßnahmen nannte Blatter allerdings nicht.

Der Spitzenfunktionär aus dem Wallis strebt beim FIFA-Kongress am 1. Juni in Zürich seine vierte Amtszeit an, hat aber in Asiens Fußballchef Mohamed bin Hammam aus Katar einen ernstzunehmenden Herausforderer. "In der FIFA braucht es keine Revolution, sondern konstante Entwicklungen und Verbesserungen für den Fußball und unsere Organisation", sagte Blatter und verwies auch auf Natur- und Nuklearkatastrophen und Finanzprobleme in einzelnen Ländern: Die FIFA müsse als Organisator von Weltmeisterschaften "für alles gewappnet sein". Bin Hammam hatte kürzlich kritisiert: "Was wir vermissen in der FIFA ist Transparenz." Der Weltverband hat einen Korruptionsskandal hinter sich und war im vergangenen Jahr wegen der WM-Vergabe 2022 an den Wüstenstaat Katar in die Kritik geraten.

Blatter nannte in seinem Brief die Korruption zwar einen der größten Feinde der FIFA, hielt sich aber mit ausgearbeiteten Reformen vornehm zurück: "Die zuständigen Organe werden ihre Aufsichtsfunktion unvermindert wahrnehmen und das Ansehen der FIFA damit wahren und deren Ruf auf allen Ebenen verbessern." Über die Ethikkommission werde man zudem "die Corporate Governance stärken und unsere Rechtmäßigkeit sicherstellen", versprach der FIFA-Boss. "Fußball ist eine Lebensschule. Aus diesem Grund werde ich auf und neben dem Platz Disziplin, Respekt und Fairness garantieren." Nach Ansicht Bin Hammams hat Blatter "nicht mal eine Vision" für die FIFA. Der kritisierte Amtsinhaber kontert mit der Ankündigung, nun eine Milliarde US-Dollar (rund 690 Millionen Euro) für die Förderung des Fußballs in den nächsten vier Jahren bereitzustellen. Er werde die Entwicklungsprogramme des Weltverbandes weiter vorantreiben. Ferner kündigte er an, den Fußball noch attraktiver zu machen und die Universalität zu stärken. Während sich bin Hammam für ein Exekutivbüro mit dem FIFA-Chef und den Präsidenten der sechs Kontinentalverbände stark macht, will Blatter "die Demokratie und Autonomie unserer 208 Mitgliedsverbände stärken".

Ausführlich wies der kämpferische FIFA-Regent auf den enormen finanziellen Aufschwung hin, den die Organisation seit seinem Amtsantritt genommen hat. In den vergangenen zwölf Jahren habe man 1,6 Milliarden US-Dollar für Entwicklungsinvestitionen ausgegeben, allein beim "Goal"-Programm seien in 504 Projekte in 194 Ländern 262 Millionen Dollar geflossen. 1998 habe die FIFA keinerlei Reserven gehabt, heute seien es 1,2 Milliarden Dollar. Der Ertrag der Fernseh- und Vermarktungsrechte sei um das 16-fache auf 4,189 Milliarden Dollar für den Zeitraum von 2007 bis 2010 angestiegen. "Wir können auf unsere Organisation stolz sein. Sie ist stärker denn je", bilanzierte Blatter und kündigte an: "Ich habe die Motivation, Erfahrung, Vision und Energie, die es zum Abschluss meiner Mission braucht."

dpa

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