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Fußball Ballack deutlich: „Bin immer noch Kapitän“
Sport Fußball Ballack deutlich: „Bin immer noch Kapitän“
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15:38 14.07.2010
Der frühere und neue Spieler von Bayer Leverkusen, Michael Ballack, hält in Leverkusen bei der Vorstellung des Nationalspielers sein Trikot mit der Nummer 13. Quelle: dpa

Chef Michael Ballack greift wieder an und lässt keine Zweifel an seiner Stellung im deutschen Nationalteam zu. „Ich war verletzt, ich konnte mich nicht einbringen. Aber ich bin immer noch der Kapitän der Nationalmannschaft“, erklärte der 33 Jahre alte Neu-Leverkusener vier Tage nach dem „Kleinen Finale“ des DFB- Teams bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika.

Zur offensiven Ankündigung von WM-Kapitän Philipp Lahm, die Binde nicht wieder freiwillig abgeben zu wollen, stellte Neu-Leverkusener Ballack klar: „Es ist ja auch kein Wunschkonzert, dass jeder Spieler sich wünschen kann, wo er spielt - und genauso ist es in der Kapitänsfrage.“

Letztlich entscheide der Trainer, erklärte der in Südafrika wegen einer schweren Fußverletzung fehlende „Capitano“. Ballack will das Kommando auf dem Weg zur EURO 2008 in Polen und der Ukraine wieder übernehmen, um dort doch noch seinen ersten großen internationalen Titel zu gewinnen. „Ich werde mit dem Philipp noch das eine oder andere Wort sprechen. Ich werde es kurz anschneiden, dann ziehen wir an einem Strang und haben neue Ziele, die wir angehen“, sagte der Routinier, der die kommenden zwei Jahre bei Bayer Leverkusen um die deutsche Meisterschaft mitspielen will.

Die Ansprüche Lahms und den Zeitpunkt dafür unmittelbar vor dem WM-Halbfinale gegen Spanien (0:1) bezeichnete Ballack als „unpassend“ und „diskussionswürdig“. Unabhängig davon richtete er herzliche Glückwünsche an Lahm, der am Mittwoch im bayerischen Aying seine langjährige Freundin Claudia Schattenberg geheiratet hat.

Wer sich als Bundestrainer vor dem ersten Länderspiel der neuen Saison am 11. August in Dänemark mit der Kapitäns-Frage intensiv auseinandersetzen muss, bleibt weiter offen. Joachim Löw hat sich zum persönlichen Findungsprozess in den heimatlichen Schwarzwald zurückgezogen. Derweil läuft die Pro-Löw-Welle immer weiter.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß warnte davor, den Bundestrainer und das neue deutsche Team zu trennen. „Ich sehe wirklich die Gefahr, dass vieles kaputt gemacht wird, was in den letzten Wochen aufgebaut wurde, dass die Euphorie an den Verhandlungstischen zerstört wird. Deshalb muss es ganz einfach gelingen, dass Joachim Löw bleibt - und zwar zusammen mit seinem gesamten Team“, erklärte Hoeneß im Magazin „Stern“ (Donnerstag).

Kontakt zu Löw hat auch Ballack nach dem WM-Turnier noch nicht gehabt. „Er braucht erstmal etwas Ruhe und Abstand“, sagte der 98- malige Nationalspieler am Mittwoch in Leverkusen, kündigte aber eine baldiges Telefonat an. „Ich habe absolutes Vertrauen zu ihm. Er hat mich nach Klinsmann als Kapitän weiter bestimmt“, sagte Ballack.

Der Länderspiel-Auftakt 2010/11 schon in knapp einem Monat in Kopenhagen aber dürfte für ihn nach seinen Bänderrissen noch zu früh kommen. Ziel sei es für ihn, zum Bundesliga-Start mit Bayer am 21. August in Dortmund „fit“ zu sein. „Alles läuft recht gut. Ich befinde mich noch im Aufbau- und Krafttraining und versuche, demnächst mit dem Lauftraining zu beginnen“, beschrieb er seinen Genesungsstand.

Auch der höchste deutsche Sportfunktionär, Thomas Bach, schaltete sich via „Sport Bild“ in die Löw-Debatte ein und appellierte an den Bundestrainer, seinen Vertrag bis zur Europameisterschaft 2012 zu verlängern. „Ich glaube, dass Löw die Früchte seiner guten Arbeit ernten will. Was wir bei der WM in Südafrika gesehen haben, war doch erst der erste große Schritt beim Aufbau einer neuen Mannschaft“, sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Dass die Erfolge von Löws „Boy Group“ am Kap auch auf eine flachere Hierarchie in der Mannschaft und entsprechend mehr Teamgeist sowie Harmonie zurückzuführen waren, wollte Ballack nicht weiter kommentieren. „Ich weiß nicht, ob es mit mir anderes gewesen wäre“, sagte der gebürtige Sachse, verdeutlichte aber, dass man Hierarchien auch akzeptieren sollte: „Ich bin ein Spieler, der seine Meinung vertritt.“ Und viele Kollegen im Nationalteam seien ja auch keine „Grünschnäbel“.

dpa

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