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Viel Platz zum Toben und Klettern

"Unsere Spielplätze": Lahntal Viel Platz zum Toben und Klettern

Sieben Orte gehören zur Gemeinde Lahntal. 16 Spielplätze verteilen sich auf die Dörfer. Die meisten und größten Spielflächen gibt es in Goßfelden, den aus Kindersicht tollsten Platz in Sterzhausen.

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Auf dem Außengelände der Kita in Sterzhausen ist eine große vielseitige Rutsch-Kletter-Kombination bei den Kindern der Hit.

Quelle: Katharina Kaufmann-Hirsch

Goßfelden. „Riiiiiinnnngggg“ – es klingelt plötzlich laut und die Kinder sausen zum Eingangstor. „Der Eismann kommt, der Eismann kommt“, schallt es aus zahlreichen Kehlen und allen Ecken des Spielplatzes „Lindenstraße“ in Goßfelden. Hinter den Kindern laufen auch die Mütter zum Tor. Geldbeutel werden gezückt, Eistüten überreicht. Dann geht es zurück an die Geräte.

Davon gibt es auf dem knapp 3  000 Quadratmeter großen und baumbestandenen Gelände in Goßfeldens Ortsmitte viele verschiedene. Es ist der zweitgrößte Spielplatz des Ortes und gleichzeitig auch der Gemeinde. Eine Hangrutsche, Schaukeln, darunter eine Kleinkindschaukel, Spielhäuschen, Kletterkombinationen und ein großer Sandplatz bieten ausreichend Fläche zum Toben.

„In diesem Jahr wird der Rutschturm erneuert. An seine Stelle kommt dann eine Sandbaustelle“, berichtet Monika von Glahn, die in der Gemeindeverwaltung für den Fachbereich Energie und Bauen zuständig ist. Fast 60 000 Euro investiert die Gemeinde in diesem Jahr wieder in neue Spielgeräte.

In der Lindenstraße gibt es derer elf, auf dem Spielplatz „Brunnenquell“ sogar 13. Nur die zu den Kindertagesstätten Caldern, Sarnau, Goßfelden und Sterzhausen gehörenden Außenflächen haben gleich viele oder mehr Geräte zu bieten.

Bäume bieten Raum für Entdecker und Schatten

„Wir sind gerne hier“, sagt eine Mutter, die mit ihrer zweijährigen Tochter im Sandkasten sitzt. Es sei einfach ein schöner, weitläufiger Spielplatz. „Und die vielen Bäume und Büsche bieten reichlich Platz zum Spielen und zudem noch Schatten vor der Sonne“, ergänzt eine andere Mutter, deren Jungs mit Stöcken in den Händen hintereinander her durch das Gebüsch jagen.

Besonders toll für jüngere Kinder ist der Spielplatz der Kindertagesstätte in Sterzhausen. An diesem Nachmittag ist dort allerdings weder die große Rutsch-Kletter-Kombination am gefragtesten noch die vielen Schaukeln und Wippen. Vielmehr zieht die Aufmerksamkeit sämtlicher anwesender Kinder ein tiefes im Sand gebuddeltes Loch auf sich. Da wird drüber hinweg gesprungen, hineingerutscht, hineingesprungen und wieder ­herausgeklettert.

Auch dieser Spielplatz wird von der Gemeinde noch in diesem Jahr mit einem neuen Gerät, einer Aktiv-Kletteranlage, ausgestattet. „Das ist der tollste Spielplatz im Ort“, erklärt eine Mutter. Einziges Problem: Der Spielplatz ist für die Öffentlichkeit erst ab 17 Uhr zugänglich – wenn die Kindertagesstätte geschlossen hat. „Das ist schon ein bisschen doof, weil die anderen Spielplätze einfach nicht so viele Geräte haben und teilweise etwas zugewuchert sind“, beschreibt die Mutter weiter.

Sachverständiger prüft einmal im Jahr die Spielplätze

Einmal im Jahr lässt die Gemeinde nach eigenen Angaben die Spielplätze von einem Sachverständigen überprüfen. „Das fand in dieser Woche statt“, erläutert von Glahn. Zudem kontrolliere der gemeindliche Bauhof einmal im Monat alle Spielgeräte. „Wenn Mängel auftreten, werden diese umgehend repariert oder das Spielgerät ausgetauscht, wenn eine Reparatur unwirtschaftlich wäre.

Außerdem versuchen wir natürlich auch, alte Geräte gegen neue auszutauschen, wenn das Geld dafür da ist“, betont von Glahn. Im Jahr 2015 hatte die Gemeinde rund 84 000 Euro für die Instandhaltung und das Material der Spielplätze in den Haushaltsplan eingestellt. „In diesem Jahr sind die Zahlen fast identisch“, berichtet die Verwaltungsmitarbeiterin. Zusätzlich werde eine Investitionssumme von rund 58 700 Euro für Neuanschaffungen und den Austausch von Spielgeräten zur Verfügung gestellt.

Im vergangenen Jahr wurde damit unter anderem auf dem Spielplatz in Sarnau ein „Active Trail“ finanziert, der die alte „Wackelbrücke“ aus dem Jahr 1996 ersetzte.
Weil die Einwohnerzahl der Gemeinde Lahntal in den vergangenen Jahren stetig wachse, sei auch die Nachfrage nach gut ausgestatteten Spielplätzen für die dort lebenden Kinder groß.

von Katharina Kaufmann-Hirsch

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