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Viel Platz zum Spielen und Toben

"Unsere Spielplätze": Gladenbach Viel Platz zum Spielen und Toben

Mit 4 000 Euro für Neuanschaffungen und 
7 000 für Instandhaltungs­arbeiten zählt die Stadt Gladenbach zu den sparsameren Kommunen im Landkreis, was Spielplätze angeht.

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Antonia, Michelle, Lidia und Emre haben viel Spaß auf dem Spielplatz „Auf dem Steinland“. Eine Wippe oder eine Seilbahn fänden die 12- und 13-Jährigen noch toll.

Quelle: Katharina Kaufmann-Hirsch

Gladenbach. Welches Geld ihre Heimatstadt in die Spielplätze investiert, das interessiert Michelle, Antonia, Lidia und Emre kaum. Sie wollen auf den Spielplätzen Spaß haben und sich austoben. Die 12- und 13-Jährigen sind an diesem Oktobernachmittag besonders begeistert von der Nestschaukel auf dem Spielplatz „Auf dem Steinland“ in Stadtteil Erdhausen. Hoch, höher, noch höher soll die Schaukel schwingen. „Wir sind oft hier auf dem Spielplatz“, erklären die vier, „wir wohnen ja um die Ecke.“ Und so wird sich nachmittags häufig auf dem Spielplatz getroffen. „Der gefällt uns auch gut“, betont Michelle und Emre ergänzt: „Ich gehe manchmal auch auf den Spielplatz im Hartig-Park in der Innenstadt, denn da gibt es eine Seilbahn.“ Eine Seilbahn oder eine Wippe könnten sich die vier auch auf dem Spielplatz „Auf dem Steinland“ gut vorstellen, „oder ein paar andere neue Sachen“.

Wobei die Geräte, die dort stehen, keinesfalls als alt zu bewerten sind. Neben der Schaukel gibt es ein Bodentrampolin, einen Rutschturm, einen Sandkasten, eine Tischtennis-Platte und eine große Kletterburg, die vor wenigen Jahren in dem Erdhäuser Wohngebiet aufgebaut wurden. Erst in diesem Jahr wurde Rollrasen unter der Schaukel verlegt und eines der Spielgeräte mit einer Rampe, Leiter und Zugseil ausgestattet.

Bestens mit Spielgeräten ausgestattet ist auch die Spielfläche in Sinkershausen. „Das ist einer unserer schönsten Spielplätze“, sagt Rüdiger Götze vom Fachdienst Kinderspielplätze der Stadtverwaltung Gladenbach. Eine Seilbahn, eine Kletterwand und ein Karussell sind die Besonderheiten dieser mit vielen Eigenleistungen durch den städtischen Bauhof und örtliche Vereine gestalteten Fläche. Ergänzt wird das Spielangebot dort von einem Rutschturm, einer Schaukel mit Babyschaukel, einem 
Sandkasten und Wipptieren.

23 Spielplätze mit 
140 Spielgeräten

Insgesamt hat die Stadt Gladenbach auf ihren 23 Spielplätzen rund 140 Spielgeräte stehen, 50 davon sind laut Götze auch für Kleinkinder geeignet. 
Im Haushalt der Stadt sind für dieses Jahr 4 000 Euro für die 
Ersatz- beziehungsweise für die Neubeschaffung von Spielgeräten vorgesehen. Darüber hinaus sind noch weitere 7 000 Euro für die Instandhaltung der bestehenden Geräte vorgesehen. Diese Mittel werden im Laufe des Jahres auch ausgegeben. Durch zwei geprüfte Sicherheitsbeauftragte werden die Spielplätze und -geräte regelmäßig nach den gesetzlichen Bestimmungen überprüft und gewartet. „Dabei festgestellte 
Mängel werden behoben, im Bedarfsfall werden auch ganze Spielgeräte ausgetauscht und ersetzt“, berichtet Rüdiger Götze. Auch die Wünsche der Ortsbeiräte und Eltern würden dabei – so weit dies möglich ist – berücksichtigt. Erst kürzlich wurden alle Spielplätze mit Hinweisschildern versehen, auf denen der Notruf und die Telefonnummer der Stadtverwaltung oder des Bauhofs vermerkt sind (die OP berichtete).

Ein weiterer schöner und gut ausgestatteter Spielplatz liegt zentral in der Innenstadt direkt hinter dem Schwimmbad Nautilust im Hartig-Park. Am Tag des OP-Besuchs sind dort aber keine Kindern anzutreffen, lediglich ein paar Jugendliche „hängen“ auf dem Rutschturm „ab“. Zwei Mütter schieben ins Gespräch vertieft ihre Kinderwagen an dem Gelände vorbei. „Nach unseren Erfahrungen und den Berichten unserer Prüfer werden die Spielplätze im Stadtgebiet gut angenommen“, berichtet Götze. Michelle, Antonia, Emre und Lidia können dies bestätigen: „Wir sind mehrmals in der Woche auf dem Spielplatz.“ Schließlich wollen die vier sich nach der Schule noch irgendwo austoben – und sei es nur auf der Nestschaukel.

von Katharina Kaufmann-Hirsch

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