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Kleine Piraten haben großen Spaß

"Unsere Spielplätze": Stadtallendorf Kleine Piraten haben großen Spaß

Wer nach Spielplätzen in Stadtallendorf fragt, der bekommt eine Antwort: die „Piratenbucht“ im Heinz-Lang-Park. Und tatsächlich wimmelt es dort nur so von Kindern und Jugendlichen.

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OP-Serie „Unsere Spielplätze“: In Stadtallendorf zieht es zum Spielen alle in die „Piratenbucht“.

Quelle: Katharina Kaufmann-Hirsch

Stadtallendorf. Schiffswracks, abgeknickte Masten, heruntergekommene Hütten und Türme – das alles macht den Spielplatz im Stadtallendorfer Heinz-Lang-Park aus. Lauter kleine und große Piraten toben sich dort aus – sie klettern hoch, rutschen runter, turnen über Netze, drehen an Steuerrädern.

20 Spielplätze in der Stadt und den Ortsteilen

20 Spielplätze unterhält die Stadt Stadtallendorf in der Kernstadt und den Stadtteilen. Auf einer Gesamtfläche von rund 50 000 Quadratmetern sind laut Stadtverwaltung insgesamt 164 Spielgeräte vorhanden. Die „Piratenbucht“ ist der beliebteste von allen – und wahrscheinlich auch der bestbesuchte.

Die große Beliebtheit dieses zum Hessentag 2010 fertiggestellten Erlebnisparks kommt nicht von allein. „In die Planung wurden – im Sinne einer zeitgemäßen Bürgerbeteiligung – die Nutzergruppen in Form von Planungsworkshops in Kindergärten und Grundschulen mit einbezogen“, berichtet Uwe Volz von der Stadtallendorfer Stadtverwaltung. 

Schließlich sehe es die Stadtverwaltung wie auch die städtischen Gremien als wichtige kommunale Aufgabe, sinnvoll ausgestattete und attraktiv gestaltete Spielplätze anzubieten.

„Wir wollen unseren Kindern vielfältige Möglichkeiten bieten, ihre motorischen Fähigkeiten spielerisch zu entwickeln“, betont Volz. Da dieser Anspruch nur mit erheblichem finanziellen Aufwand zu erfüllen sei, habe sich die Stadt in der Vergangenheit immer wieder darum bemüht, städtebauliche Förderprogramme zu nutzen, um Zuschüsse für die Sanierung und Neugestaltung von Spielplätzen zu gewinnen.

Fünf Spielplätze und ein Skaterpark neu gestaltet

„So wurden allein  im Programm ,Soziale Stadt‘ fünf Spielplätze und ein Skaterpark in der Kernstadt neu gestaltet und dabei Fördermittel in Höhe von jeweils rund 50 Prozent der Investitionskosten akquiriert“, berichtet er und nennt als Beispiele die Spielflächen im Heinz-Lang-Park, in der Chemnitzer Straße und der Niederkleiner Straße. Aktuell nutzt die Stadt das Dorferneuerungsprogramm in Hatzbach, um dort einen neuen Kinderspielbereich in Zusammenhang mit dem Dorfplatz anzulegen.

Bei der Neugestaltung der Spielplätze wurde in den vergangenen Jahren laut Volz verstärkt darauf geachtet, dass Angebote für möglichst alle Altersklassen entstehen. So wurde in der Niederkleiner Straße explizit ein räumlich leicht abgetrennter Kleinkindspielbereich geschaffen.

Dort können nun die unter Dreijährigen in Ruhe das Spielen für sich entdecken, während die älteren sich nebenan austoben.

Auch in der Piratenbucht gibt es Spielgeräte für die Jüngeren. Allerdings nicht abgetrennt – und so kommt es schon einmal vor, dass Kleinkinder von Älteren weggedrängt, zur Seite geschoben oder überrannt werden. „Aber das passiert eben. Das ist nicht schlimm“, sagt eine Mutter und stellt ihren Sohn wieder auf die Füße. Sofort flitzt der Zweijährige wieder los.

Rund 15 Jahre werden Spielplätze genutzt

Auch von Nicht-Stadtallendorfern wird die „Piratenbucht“ gerne genutzt: Die zweijährige Emma ist mit ihrer Mutter aus Großseelheim in den Heinz-Lang-Park gekommen, um den Spielplatz auszuprobieren. Und sie hat sichtlich Spaß daran. Immer wieder wird die Leiter hin‑aufgeklettert und mit Schwung auf der Rutsche wieder hinuntergesaust.

Die Spielplätze in Stadtallendorf und den Stadtteilen besitzen eine Gesamtnutzungsdauer von gut 15 Jahren. „Daher müssen wir jedes Jahr ein bis zwei Spielplätze erneuern, um den guten und zeitgemäßen Zustand dauerhaft zu gewährleisten“, verdeutlicht Uwe Volz. In den vergangenen sechs Jahren schlugen die dafür aufgewandten Investitionskosten mit durchschnittlich 93 000 Euro im Jahr zu Buche. Die Kinder finden das gut, sie haben viel Spaß an den Spielgeräten – egal ob abgeknickte Masten, Hütten oder Hängebrücken.

Lesen Sie am Donnerstag, 29. Oktober, den nächsten Serienteil „Unsere Spielplätze“ in der Gemeinde Ebsdorfergrund.

Aus der Statistik
  • Zahl der Spielplätze: 20, davon zwölf in der Kernstadt, acht in den Ortsteilen.
  •  Größe: variiert zwischen 183 Quadratmetern und 8 495 Quadratmetern
  • Spielgeräte: insgesamt 164
  • Haushaltsmittel: in den vergangenen sechs Jahren durchschnittlich wurden etwa 93 000 Euro pro Jahr an Investitionskosten aufgewandt. Für den Unterhalt gibt die Stadt jährlich etwa 250 000 Euro aus.
  • Empfehlungen: „Piratenbucht“ im Heinz-Lang-Park, Spielplatz mit Bolzplatz und Skater-Anlage „Chemnitzer Straße“, Spielplatz „Niederkleiner Straße“.
  • Eine Liste aller Spielplätze gibt es in der Broschüre Familieninfo, die Sie im Internet finden: http://www.stadtallendorf.de/Leben/Eltern/Brosch%C3%BCre-Familieninfo

von Katharina Kaufmann-Hirsch

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