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Am Damaschkeweg fehlt es an Sand

"Unsere Spielplätze": Feedback Am Damaschkeweg fehlt es an Sand

Auf die ersten Berichte über die Spielplatz-Situation der Städte und Gemeinden im Landkreis gab es die verschiedensten Reaktionen von Eltern.

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Der städtische Spielplatz „Kunterbunt“ am unteren Richtsberg zwischen Damaschkeweg und Friedrich-Ebert-Straße bietet ein trostloses Bild: Außer zwei Federwippen sind keine Spielgeräte mehr vorhanden.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. „Es wäre jetzt mal wirklich Zeit, den Spielplatz am Damaschkeweg zu erneuern“, schreibt die Marburgerin Whitney Luciana auf der OP-Facebook-Seite und weiter: „Hauptsache in Cappel ist ein neuer gebaut worden, für uns wird nichts gemacht, aber das ist ja nichts Neues“, empört sich die Mutter. Facebook-Nutzerin „StephAnie Hä“ beschreibt die Zustände auf dem Spielplatz im Marburger Damaschkeweg mit einfachen Worten:  „kaputte Gerüste, dreckiger und kaputter Sandkasten (...), aber die Kinder lieben ihn, weil es sonst in der Nähe einfach nichts mehr gibt. Traurig, aber wahr.“ Zustimmung erhält sie von Zeinab Choukeir: „Oh ja, wie Recht du hast.“

 

Spielplätze

Sind Sie zufrieden mit dem Zustand der Spielplätze in Ihrer Umgebung?

 

Der OP bietet sich bei ihrem Besuch im Damaschkeweg ein anderes Bild: Auf dem städtischen Spielplatz „Kunterbunt“ zwischen Damaschkeweg und Friedrich-Ebert-Straße herrscht gähnende Leere. Das Einzige, was an Spielgeräten noch vorhanden ist, sind zwei in die Jahre gekommene Federwippen, umgeben von Kieselsteinen, und ein verlassener Basketball-Platz. Weitere Spielplätze zwischen den Mehrfamilienhäusern des Viertels werden von der GeWoBau und der GWH unterhalten und sind in deutlich besserem Zustand. Einer ist mit Metall-Klettergerüsten ausgestattet, einer mit einer Kletter-Rutsch-Kombination aus Holz. Größere Mängel an den Gerüsten sind dort nicht zu erkennen.

Allerdings ist im Sandkasten sehr wenig Sand, sodass das untergelegte Vlies schon zum Vorschein kommt. Zudem liegen viele Blätter und kleinere Steine sowie Holzstücke im Sand. Es ist eben jener Spielplatz, den die Facebook-Nutzerinnen meinen. Die Stadt Marburg ist für diesen und weitere Spielplätze im Damaschkeweg allerdings gar nicht zuständig. „In diesem Fall gehört er der GWH“, erklärt Celia Meggers vom Fachdienst Stadtgrün auf OP-Nachfrage.

Sie kann nur Auskunft zum Spielplatz „Kunterbunt“ geben: „Diese Fläche wird von der Stadt aufgegeben“, erklärt sie. Als Ersatz seien das Gelände des bsj (Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit) und der Spielplatz „Berliner Straße“ aufgewertet worden. „Der Basketballkorb bleibt vorerst noch erhalten, alles weitere, was mit der Fläche geschieht, ist noch offen“, berichtet Meggers. Die GWH weist die Zuständigkeit für den Damaschkeweg 13-15 ebenfalls von sich und verweist auf eine Eigentümergemeinschaft. „Unser Spielplatz dort wurde erst in diesem Jahr neu aufgebaut“, heißt es aus der GWH-Pressestelle in Frankfurt.  

Kritik: Spielplatz in der Badestube zu klein

Louisa Leder findet den Spielplatz in der Marburger Badestube zu klein. „Leider gibt es nur eine Schaukel und einen Sandkasten. Sehr schade für das große Wohngebiet“, erklärt sie. Zur Spielplatz-Situation in Kirchhain hat sich Marina Paul bei    Facebook gemeldet: „Total super!! Wenn es jetzt nur etwas sicherer wäre, wäre das noch viel besser!!!“, schreibt sie. Und fügt als Erklärung hinzu: Im Kirchhainer Anna-Park müsse zum Beispiel die Hängebrücke unbedingt mit einem Netz zusätzlich gesichert werden.

Denn: „Die Kirchhainer wissen, wenn es im Sommer voll dort ist (...) und man mit U3-Kindern nichtsahnend toben will, (...) wird gerangelt und geschubst und Eltern stehen links und rechts, um aufzupassen, das keiner fällt.“ Auch wenn ein kleineres Kind über die Brücke gehe, selbst wenn es schon fünf Jahre alt, aber noch nicht so groß ist, habe es Schwierigkeiten, sich oben am Balken festzuhalten. Das sei nur ein Beispiel von vielen Kleinigkeiten. „Mir wurde vom TÜV gesagt, dass die Kids am Netz hochklettern könnten, aber ich weiß, dass es Netze gibt, wo sie es nicht können!“, betont Paul. Sie sei mit ihrer Familie ganz oft in verschiedenen Städten auf Spielplätzen unterwegs und wisse, dass es auch im Falle einer Hängebrücke noch sicherer gehe.

Die Stadt Kirchhain sieht das anders. „Dieses Gerät ist nicht für unter Dreijährige gedacht und eben auch nicht dafür konzipiert“, betont Meike Bonsa von der Kirchhainer Stadtverwaltung auf OP-Anfrage. Für ältere Kinder sei es durchaus in der jetzigen Form geeignet und vom TÜV auch entsprechend abgenommen. „Wenn Eltern bei kleineren Kindern Bedenken haben, müssen sie gemeinsam mit ihrem Kind über die Hängebrücke laufen. Das obliegt ihrer Aufsichtspflicht“, ergänzt die Stadtverwaltungsmitarbeiterin. Wenn die Brücke komplett van beiden Seiten geschlossen werde, nehme man den Kindern das Erlebnis der Höhe. „Und Spielplätze sollen ja auch Erlebnisflächen sein.“

  • Lesen Sie am Donnerstag, 15. Oktober, „Unsere Spielplätze“ in Gladenbach.

von Katharina Kaufmann-Hirsch

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