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Hessentag bringt großen Wandel

"Unsere Heimat", Folge 7: Stadtallendorf Hessentag bringt großen Wandel

Die "junge Stadt im Grünen" ist das Industriezentrum des Landkreises, gibt Menschen aus 72 Nationen eine Heimat und richtet den Hessentag 2010 aus.

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Stadtallendorf im Panorama - tatsächlich eine "junge Stadt im Grünen"

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf . Wer über Stadtallendorf spricht, redet seit Oktober 2007 von der Hessentagsstadt 2010. Dieses „Fest der Hessen“ stellt das junge Stadtallendorf vor eine riesige Herausforderung. Die Menschen bemerken die ersten Veränderungen, die der Hessentag bringt. So stehen in der Stadtmitte mehr und mehr Bauzäune.

Die Stadt ist es gewohnt, Millionenbeträge zu bewegen. Doch der nahende Hessentag schafft neue Dimensionen, die manchen ängstigen. Kredite in Höhe von sieben Millionen Euro nimmt Stadtallendorf allein im Jahr 2009 auf. Was den Organisatoren Mut macht: Das Interesse an dem Fest ist groß, zu den Informationsveranstaltungen kommen Hunderte Bürger.
Für die junge Stadt sind Entwicklungssprünge nichts Neues. Hinter Stadtallendorf liegen Jahrzehnte der Aufbauleistung. Doch die Stadt steht vor neuen Aufgaben: Der Einzelhandel braucht dringend Impulse. Ob die neuen Einkaufszentren diese bringen, ist umstritten.
Die Wirtschaftskrise trifft Stadtallendorf, die wie keine andere Stadt im Kreis von der Gewerbesteuer abhängt, extrem hart. Jahrzehntelang hat die finanzstarke Stadt von Industriebetrieben wie Ferrero, der Eisengießerei Winter oder der HOPPE AG profitiert. Aktuell zeigt sich die Kehrseite der Medaille.

Das historische Herz Stadtallendorfs ist das alte Dorf. „Katholisch-Allendorf“, wie die Altstadt bis zum Zweiten Weltkrieg hieß, gibt dem Industriezentrum ein Stück von seiner Identität. Identität schaffen auch die Menschen aus derzeit 72 Nationen. Sie haben der Stadt gleich zu mehreren Erfolgsgeschichten verholfen. Eine dieser Erfolgsgeschichten hat das „Europa-Straßenfest“ geschrieben. 2012, so ist es geplant, findet es wieder statt. Um die Pause nicht zu lang werden zu lassen, gibt es in diesem Jahr erstmals ein Europa-Kinderfest.
Bauen kann Stadtallendorf auch auf seine Soldaten. Dank der Verlegung des Stabes der „Division Spezielle Operationen“ im nächsten Jahr ist klar, dass Stadtallendorf Garnisonsstadt bleibt. Die „Bürger in Uniform“ werden von den Stadtallendorfern seit Jahrzehnten problemlos in den Alltag integriert.

von Michael Rinde

nächste Woche geht es weiter mit Weimar .





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Integration

Türken und Italiener stellen die größten Gruppen an Ausländern, die in Stadtallendorf wohnen und arbeiten. Stadtallendorf gehörte in den 60er Jahren bundesweit zu den ersten Städten, die viele Gastarbeiter aufnahmen. Ferrero war das Ziel für die italienischen Gastarbeiter.

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