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„Auf keinen Fall dem Schicksal überlassen“

Dorfgemeinschaftshäuser „Auf keinen Fall dem Schicksal überlassen“

Zu Gegenwart und Zukunft der 10 Dorfgemeinschaftshäuser in der Gemeinde befragt die OP die Ortsvorsteher. Laut Wolfgang Spies wird das Altenverser Haus „schon genutzt“, aber es gibt noch "ein paar Baustellen"..

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Das größere Gebäude ist der Anbau, in dem die Kindertagesstätte untergebracht ist. Das Dorfgemeinschaftshaus steht links. Es war ehemals die Dorfschule, die von den Altenversern in Eigenleistung umgebaut wurde.

Quelle: Gianfranco Fain

Altenvers. Zu ihrem Dorfgemeinschaftshaus dürften die rund 570 Altenverser ein besonderes Verhältnis haben, jedenfalls die Älteren. Viele unter ihnen dürften in dem Gebäude bis zum Jahr 1972 noch auf den Schulbänken Platz genommen haben. Dann wandelten die Altenverser in Eigeninitiative die ehemalige Dorfschule in ein Dorfgemeinschaftshaus (DGH) um.

So erkläre sich, dass es „kein typisches Dorfgemeinschaftshaus ist, so wie man sie heut kennt“, sagt Ortsvorsteher Wolfgang Spies. Trotzdem werde es „schon genutzt“ sagt Spies und schließt daraus: „Ein Bedarf ist schon da.“ Regelmäßig genutzt wird es vom Gesangverein und den Gymnastikverein und natürlich auch von den Nutzern des Anbaus, in dem die Kindertagesstätte untergebracht ist. Durchschnittlich zwei Mal pro Woche nutzen die Kinder das DGH als Bewegungsraum. Das war‘s auch schon, weshalb das DGH auch nicht den Charakter einer Sportstätte habe. Dennoch gibt es auch „ein paar Baustellen“: der Thekenraum sei klein und die Küche aus den 1970er Jahren defekt, erklärt Spies und auch die Toiletten und das Kühlhaus müssten überarbeitete werden. Die Gemeinde zählt an Sanierungsbedarf die Fassade, die Heizungssteuerung, Tische und Bestuhlung sowie den Fußboden auf. Das Parkett ist ramponiert, beschreibt Spies den Zustand, der die Attraktivität des DGHs mindert. Das Gebäude werden nur noch selten für Familienfeiern genutzt, und auch insgesamt sei die Nutzer-Frequenz niedriger. So gibt es in diesem Jahr keine Konfirmations-Feiern in dem Haus, vielleicht auch, weil das einzige Café im Ort seine Fläche ausgeweitet hat und somit Platz für große Veranstaltungen bietet.

Wie die Nutzung des Gemeinschaftshauses zu steigern ist, darüber habe der Ortsbeirat schon diskutiert. Man habe auch einige Ideen, die noch ausgearbeitet werden, aber man sieht auch die Gemeinde in der Pflicht, an dem Gebäude etwas zu tun. Das Gebäude stehe in einer „sehr guten“ Lage und sein von der Kindertagesstätte schwer zu trennen, da es eine gemeinsame Heizungsanlage gibt. Schon allein wegen der Kombination könne es „auf keinem Fall, dem Schicksal überlassen werden“, meint Spies.

Die gern angeregte Möglichkeit der Übernahme durch einen Trägerverein sieht der Ortsvorsteher in Altenvers nicht mehr gegeben. Vor rund 15 Jahren habe der Gesangverein eine Übernahme diskutiert und der Gemeinde auch Pläne und Verträge vorgestellt. Doch die wurden abgelehnt. Er glaube nicht, dass das für den Verein nochmal ein Thema sein könnte, schließlich seien die Initiatoren auch gealtert. Und mehrere Vereine gemeinsam, schließlich haben iin Altenvers 5 von 7 Vereinen, keine eigene Bleibe haben? „Ein Vereinsring müsste gut organisiert sein, sagt Spies dazu.

von Gianfranco Fain

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