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Ein echtes Gangsterauto

Mein erster Peugeot 403 Ein echtes Gangsterauto

Erik Damm berichtet von seinem ersten Auto, einem Peugeot 403.

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Erik Damm als Musiker.

Quelle: Privatfoto

Stadtallendorf. Als ich mir 1965 mein erstes Auto kaufte, wusste ich nicht, dass diese Marke einige Jahre später durch eine bis heute legendäre amerikanische Fernsehserie bekannt werden sollte: Columbo; dargestellt durch den raffinierten Ermittler Peter Falk, dem man das in den Augen der amerikanischen Zuschauer wohl ausgefallenste Auto zur Seite gestellt hatte, zusammen mit einem ebenso absurden Hund.

Es waren dies ein Peugeot 403 Cabrio und ein Basset, der Columbo bei seinen Ermittlungen begleitete. Die Amerikaner wussten scheinbar nicht, dass der Peugeot in Deutschland unter der Bezeichnung „französischer Mercedes“ bekannt war.
Mein erster gebrauchter 403 war ein nachtblaues, viertüriges „Gangsterauto“, aus dessen heruntergelassenen Seitenfenstern die Ellenbogen meiner mitfahrenden „Gang“, alles Mitglieder meiner damaligen Rockband, ragten, deren Achselschweiß die Türholme durchrosten ließ, was man eigentlich dem Manta nachsagte. Von Anfang an wollte sich mein 403 nicht schalten lassen. Aus der Lenksäule ragte ein massiver Aluminium-Knüppel, an dem ich des Öfteren voller Verzweiflung herumruckte, um dann doch mitten auf der Kreuzung liegen zu bleiben.

Das Auto war für seine schwache Motorisierung viel zu schwer. An der Ampel fuhren mir sogar Vespa Roller davon. Bei 120 Stundenkilometer war die Maximalgeschwindigkeit erreicht. Nach einigen nervenaufreibenden Monaten verkaufte ich das Fahrzeug an einen Bauern. Ich habe nie mehr etwas von diesem Mann und dem Auto gehört.
Eines muss ich dem 403 jedoch nachträglich lassen: Ich hatte in dieser Zeit die meisten Freundinnen, auch wenn manche der Mädels nur ein einziges Mal mit mir fuhren.

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