Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Ein Wagen Marke "Eigenbau"

Mein erstes Auto Ein Wagen Marke "Eigenbau"

Albert Schmidt (77) aus Cappel berichtet vom ersten Wagen seines Vaters Ferdinand Schmidt:

Voriger Artikel
Auto oder Motorrad?

Ferdinand Schmid in seinem ersten Auto auf dem Lachtehof in Lohra-Rollshausen.

Quelle: Privat

Marburg. Das erste Auto meines Vaters war ein Wagen Marke Eigenbau. Das Foto zeigt meinen Vater im Jahr 1933 in seinem ersten Auto auf dem Lachtehof in Lohra-Rollshausen. Dort betrieben meine Eltern in den 1930er-Jahren eine Hühnerfarm.

Das Foto wurde im April 2014 in der MAZ im Rahmen der Serie „Blick zurück“ veröffentlicht. Da mir die Marke des tollen Kabrioletts nicht bekannt war, wurde meine Telefonnummer angegeben, unter der sich Oldtimerfreunde melden konnten und dies auch zahlreich taten.

Ein recht kompetent wirkender Anrufer aus Gießen meinte, dass es sich um Teile eines „DKW F 1“ und eines „Protos“ handeln müsse. Der Motor sei offenbar von einem Motorrad, darauf deute der Kickstarter am Heck hin. Für einen anderen Anrufer war es ein „Diabolo.“ Dieses Fabrikat sei auch das erste Auto von Heinz Rühmann gewesen.

Auto in Küche gebaut

Ein weiterer Anrufer erklärte gleich zu Beginn des Telefonats, dass eine Unterhaltung aufgrund seiner Schwerhörigkeit mit ihm nicht möglich sei, er wolle aber auf jeden Fall mitteilen, dass ein Verwandter damals auch ein solches Auto gefahren habe und legte auf.

Wochen nach der Veröffentlichung meldete sich ein alter Rollshäuser, der sich lebhaft an „Heuer- Schmidts“ mit der Hühnerfarm und an dieses besondere Auto erinnern konnte. Zu diesen interessanten Hinweisen kam dann plötzlich eine schier unglaubliche und völlig überraschende Information: Demnach hatte ein halbes Jahr zuvor eine Zeitung aus Lohra exakt das gleiche Foto mit folgendem Begleittext abgebildet: „Rolls-hausen 1930.

Das Bild hat Anna Becker aus Lohra gefunden. Ihr Schwiegervater Peter Becker hat das Auto in seiner Waschküche für Ferdinand Schmidt gebaut. Für den Transport nach draußen musste es allerdings wieder zerlegt werden, weil es für die Tür zu groß war.“

Voriger Artikel