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Einziger Freund im Krankenhaus

"Göttliches Wunder" Einziger Freund im Krankenhaus

Albert Schmidt (79) aus Cappel berichtet über seinen ersten treuen Freund.

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Der Teddy half Albert Schmidt während einer schweren Mittelohrentzündung im Krankenhaus.

Quelle: Privatfoto

Cappel. „Im Jahr 1942 lag ich im Alter von drei Jahren zwei Monate lang in der Marburger Ohrenklinik. Wegen einer Mittelohrvereiterung mussten beide Ohren aufgemeiselt werden. Es waren zwei äußerst risikoreiche Operationen erforderlich. Diese beiden OPs und die folgenden Komplikationen verliefen derart dramatisch, dass Direktor Professor Walther Uffenorde abschließend ehrfürchtig sagte: ‚Es ist ein göttliches Wunder, dass der Junge noch lebt.‘

Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr konnten mich meine Eltern über einen längeren Zeitraum lediglich aus Entfernung durch eine Glasscheibe sehen und mir zuwinken, was ich auch wahrnahm. Eine körperliche Berührung, der ich als Dreijähriger dringend bedurft hätte, konnte jedoch nicht stattfinden. Stattdessen hatte ich einen kleinen, braunen Teddy, der mich während dieser langen sehr schwierigen Zeit bei Tag und Nacht begleitete.

Diesen Teddy besitze ich heute nach 76 Jahren noch immer – er hat in unserem Haus einen Ehrenplatz.“

von Albert Schmidt

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