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Viele Gartenräume - eine Wohlfühlzone

Marburgs schönste Gärten Viele Gartenräume - eine Wohlfühlzone

Verschiedene Farben, Pflanzen und Gestaltungsarten machen den Garten von Christoph Schemm zu einem Erlebnisraum mit ganz unterschiedlichen Gartenecken - mit einer wundervollen Aussicht auf das Schloss.

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Fließende, runde Formen und eine Vielfalt an Pflanzen in unterschiedlichen Ecken des Gartens: Das ist das Konzept, nachdem Christoph Schemm in Cappel seinen Garten mit Blick über die Stadt gestaltet hat. Dazwischen gibt es viele kleine Dekorationen aus Holz oder Stein zu entdecken.

Quelle: Felix Busjaeger

Marburg. Über einen Hinterhof erreicht man den Garten von Christoph Schemm. Von der Straße aus ist er nicht zu erahnen. Erst wenn man einem kleinen Weg folgt, kommt man zu dem gemütlichen Rückzugsort hinter dem Wohnhaus. An jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken, zahlreiche Pflanzen wurden liebevoll in Gartenräumen segmentiert, an anderer Stelle findet der Betrachter kleine Kunstwerke aus Ton oder kann dem leisen Plätschern eines Wasserspeiers lauschen.

Die Hauptterrasse wurde in Pastellfarben gehalten, in einer anderen Sitzecke erstrahlen die Pflanzen in den unterschiedlichsten Rot- und Gelbtönen und laden in Kombination mit einer Feuerstelle zum Verweilen ein. Überall im Garten gibt es kleine Sitzgruppen, die alle genutzt werden. „Je nach Tageszeit haben die Plätze unterschiedlich viel Sonnenlicht. Also findet man immer ein schönes Plätzchen“, sagt Schemm.

Wer sich Zeit nimmt und auf Entdeckungstour geht, kann im gesamten Garten kleine ­Dinge finden, die den Aufwand der Gartenarbeit und die Liebe der Besitzer für besondere Details widerspiegeln. Mal sind es Skulpturen, die eine Künstlerin aus Niederklein angefertigt hat, mal ein Spiegel, der geschickt zwischen dem Blattwerk platziert wurde und so den ­Garten mit einem Trick optisch vergrößert.

Als Christoph Schemm mit seiner damaligen Lebensgefährtin 2002 zum ersten Mal das Grundstück sah, entwickelten sich gleich zahlreiche Ideen. „Ich habe mich in den Garten verliebt und in ihm viel ­Potenzial gesehen“, so Schemm. Der bereits vorhandene Baumbestand blieb erhalten und nach und nach veränderte sich der Garten nach den Vorstellungen der neuen Besitzer.

Durch die vielen Verwinkelungen entstand die Idee, mehrere unterschiedliche Gartenräume zu schaffen. Gleich im ersten Jahr entstand die Hauptterrasse. „Jedes Mal, wenn ich aus dem Haus kam, gab es keinen Blickfang, der das Sichtfeld begrenzt. Deshalb haben wir im zweiten Jahr viele blühende Sträucher gepflanzt und am Ende des Gartens eine weiße Bank aufgebaut.“

Im gleichen Jahr ­entdeckte Schemm unter viel Laub und ­Erde ein kleines Wasserbecken, das er freilegte und zusammen mit einem selbst gebauten Wasserspeier in einen kleinen Teich verwandelte. „Besonders im Sommer ist es dort sehr beruhigend und erfrischend.“

Für Schemm war es wichtig, dass im gesamten Garten mit Rundungen gearbeitet wurde, den einzigen Bruch mit diesem Konzept stellt der kleine Gemüsegarten im Stil eines mittelalterlichen Klostergartens dar. Über die Jahre entstand so nach und nach eine Wohlfühloase, die auf Besucher stimmig und einladend wirkt. Sie ist keineswegs perfekt, aber das ist auch nicht das Ziel: „Mich stört es nicht, wenn sich etwas selbst aussät“, so Schemm. Für ihn ist es am wichtigsten, dass man sich wohlfühlt und auch mal innehalten kann.

von Felix Busjäger

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