Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Das Eisenbahnlexikon

Wissen Das Eisenbahnlexikon

Unser Autor Stefan Runzheimer ist ein wandelndes Lexikon. Das merkt man bisweilen auch an den detaillierten Beschreibungen in seinen Texten. Falls Sie einmal Verständnis-Probleme haben sollten, oder selbst an ihrer Bahn-Expertise arbeiten wollen, ist das folgende Bahnlexikon der richtige Ausgangspunkt. Es wird in den nächsten Wochen und Monaten weiter wachsen. Falls Sie Begriffe haben, die erklärt werden sollen, schreiben Sie dem Autor.  

Deutsche Bundesbahn (DB)

Bahnbetriebswerk (Bw)

Bahnhof (Bf)

Baureihe (BR)

Diesellokomotive:

Lokführer

Zugführer

Kurhessenbahn

Zurück zur Übersicht

Deutsche Bundesbahn (DB):

Staatliches Eisenbahnunternehmen in der BRD seit 7.9.1949 in der Bi-Zone, ab 18.12.1951 auch französische Besatzungszone. 1957 Eisenbahnen des Saarlandes (EdS) eingegliedert. Zum Jahreswechsel 1993/4 mit der für ganz Berlin und die neuen Bundesländer zuständigen Deutschen Reichsbahn (DR) in der Deutschen Bahn AG (DB AG) aufgegangen.

 

Zurück zur Übersicht

Bahnbetriebswerk (Bw):

Dienststelle in Form einer Einsatzstelle von Eisenbahntriebfahrzeugen. In ihnen sind umfangreiche Anlagen für die Versorgung und Wartung von Eisenbahnfahrzeugen vorhanden. Auch ist die Möglichkeit für kleinere Untersuchungen vorhanden.

Zurück zur Übersicht

Bahnhof (Bf):

Unterscheidungsmerkmal eines Bahnhofes von einem Haltepunkt ist das Vorhandensein von mindestens einer Weiche.

Zurück zur Übersicht

Baureihe (BR):

Eisenbahntriebfahrzeuge werden in Baureihen eingeteilt. Jede Staatsbahn hat dabei ihr eigenes System, wobei die Privatbahnen teilweise das System der Staatsbahnen übernehmen. Für das Gebiet dieser Serie sind die Bezeichnungssysteme Könglich Preußischen Staatsbahn Eisenbahn (KPEV) von 1905 sowie der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft (DRG) von 1925 sowie der Deutschen Bundesbahn (DB) ab 1968 von Interesse.Da  das bis 1905 in Preußen bestehende System der Lokomotiveinordnung nur aus einer ein- bis vierstelligen Nummer in Kombination mit dem Direktionsnamen bestand, war es unübersichtlich und sagte über die Verwendungsmöglichkeiten einer Lok nichts aus. Weil nur Dampflokomotiven erfasst werden mussten wurden die Buchstaben S für Schnellzuglok, P für Personenzuglok, G für Güterzuglok und T für Tenderlok eingeführt. Darin wurden die Lokomotiven dann aufsteigend eingeordnet z.B. T1, T2, T3 usw. für Baureihe die vorhanden sehr ähnlich waren oder aus ihnen weiter entwickelt wurden, wurden dann noch Indexschreibweisen eingeführt z.B. T91, T9², T9³. Alternativ wurden diese auch als T9.1, T9.2, T9.3 geschrieben.

Nachdem in der Weimarer Republik die Eisenbahnen Reichssache wurden, musste ein neues Bezeichnungsschema eingeführt werden. Es sah die Baureihen 01-99 vor.  Dabei wurden von 01-19 die Schnellzugloks, von 20-39 die Personenzugloks, 40-59 die Güterzugloks, 60-62 die Schnellzugtenderloks, 63-79 die Personenzugtenderloks, 80-96 die Güterzugtenderloks, 97 die Zahnradloks, 98 die Lokalbahnloks und 99 die Schmalspurloks eingeordnet. Es waren zwar nicht alle Baureihen vergeben worden, gleichzeitig gab es aber auch hier wieder Unterbaureihen z. B. 945-18 für die ehemaligen T161. Dieselloks wurde ein V voran gestellt Elektroloks ein E. Triebwagen hießen VT oder ET. Allerdings war die Untergliederung eine andere als bei den Dampfloks. E-Loks wurden nach Achszahlen und Geschwindigkeiten eingeordnet. Dieselloks nach der Motorleistung, wobei ein Zehntel der Leistung des ursprünglich eingebauten Motors die Bezeichnung ergab. So hatte die V65 etwa 650 PS eine V100 etwa 1000PS usw.Da ab 1967 Loks und Triebwagen in einer elektronischen Datenbank erfasst wurden und die damalige EDV solch komplexe Kombinationen aus Buchstaben und Nummern noch nicht verarbeiten konnte. Wurde ein neues System entwickelt, dass ab 1967 Innen in den Führerständen und ab 1968 auch Außen angebracht wurde. Dampflokomotiven wurden nun von 001-099, E-Loks von 100-199, Dieselloks von 200-299, Kleinloks mit Diesel- oder Akkuantrieb von 300-399, E-Triebwagen von 400-499, Akkutriebwagen von 500-599, Dieseltriebwagen von 600-699, Diensttriebfahrzeuge im 700er Bereich, Bei- und Zwischenwagen zu Triebwagen im 800er Bereich sowie Steuerwagen im 900er Bereich. Bis zu diesem System konnte die Hinter der Baureihennummer folgende Ordnungsnummer drei- oder vierstellig sein, ab diesem Zeitpunkt aber nur noch dreistellig. Für die Baureihe 50 von der einst 3164 Stück gebaut und zu diesem Zeitpunkt noch über 1000 vorhanden waren stellte dies ein Problem dar. Deshalb wurde aus den 50 001-999 die neuen 050 001 bis 050 999, aus 50 1000 bis 50 1999 die 051, aus 50 2000 bis 2999 die 052 und eben den 50 3000 bis 50 3164 die 053. An diesem Punkt scheitern nicht gerade wenig Modellbahnhersteller und vermeintliche Fachleute, wenn diese z. B. Behaupten eine 051 sei eine 51. Dies ist definitiv aus oben dargestelltem Grund Falsch. Auch gibt es nur eine Baureihe 94 oder 945-18 oder 094 aber niemals eine Baureihe 94 1538, da der nur die vorderen Ziffern die Baureihe kennzeichnen und die hinteren die Ordnungsnummer innerhalb der Baureihe bilden. Zusätzlich wurde mit den EDV-Nummern eine durch einen Bindestrich abgetrennte Kontrollziffer eingeführt. Die berechnet sich indem man die erste Ziffer mal eins, die zweite mal zwei, die dritte mal eins, die vierte mal zwei, die fünfte mal eins und die sechste wiederum mal zwei nimmt. Wenn dabei erhaltene Werte zweistellig werden, wird  von diesen die Quersumme gebildet. Die so erhaltenen sechs Einzelwerte werden addiert und die Differenz bis zum folgendem durch zehn teilbaren Wert  ist die Kontrollziffer. Alle diese Ausführungen sollen nun ab Beispiel der ehemaligen Denkmallok von Gönnern verdeutlicht werden. Geliefert wurde sie 1922 als Preußische T161 mit der Nummer 8763 Essen an die Direktion Essen. 1925 wurde sie zur 94 1538 und 1967 zur 094 538-6. Wobei sich die EDV-Nummer wie folgt errechnete 0*1=0; 9*2=18 d.h. Quersummer 9; 4*1=4; 5*2=10 also Quersumme 1; 3*1=3 und 8*2=16 also Quersumme 7. Somit lautet die Rechnung 0+9+4+1+3+7=24. Damit ist der nächste folgende Zehnerwert 30, die Differenz und damit die Kontrollziffer ist 6.

 

Zurück zur Übersicht

Diesellokomotive:

Eine durch einen Dieselmotor angetriebene Lokomotive. Dieselmotoren können nicht unter Last anlaufen, allerdings ist eine Kupplung wie sie aus dem Automobil bekannt ist zu schwach um den Belastungen stand zu halten. Grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Kraftübertragung: 1. Dieselelektrisch d. h. der Diesel treib einen Generator an der wiederum Strom erzeugt und damit elektrische Fahrmotoren speist. 2. Dieselhydraulisch d. h.  Diesel treibt ein mit Öl gefülltes Getriebe an. In diesem versetzt eine sich dadurch bewegende Pumpe das Öl in Bewegung, welches dadurch wiederum eine Turbine antreibt, diese wiederum sitzt auf der eigentlichen Antriebswelle der Lok. Letzteres ist das Hauptsystem in Deutschland, das Erste ist das Hauptsystem im Rest der Welt. Ab einer Leistung von 1.000 PS (736 kW) spricht man von einer Großdiesellok.  

Zurück zur Übersicht

Lokführer:

Heute umgangssprachliche Bezeichnung für einen Triebfahrzeugführer (Tf).  

Zurück zur Übersicht

Zugführer:

Wird sehr oft fälschlich verwandt wenn der Triebfahrzeugführer gemeint ist. Der Zugführer führt einen Zug nämlich nicht im Hinblick auf das Fahren des Zuges, sondern im Hinblick auf die Reisenden Betreuung und das Erteilen von Abfahraufträgen auf dem Bahnsteig.  

Zurück zur Übersicht

Kurhessenbahn:

Eigenständiges Unternehmen im Konzern Deutsche Bahn AG (DB AG). Die DB AG verfügt über hunderte Tochterunternehmen. Für die Infrastruktur ist die DB Netz AG zuständig. Dieser wiederum sind neben anderen Unternehmen die DB RegioNetze angegliedert. Eines davon ist die Kurhessenbahn. Diese Betreibt seit 2002 die Strecken Cölbe – Sarnau – Wallau – Erndtebrück , Wallau – Wiesenbach – (Breidenbach), Sarnau – Frankenberg – Herzhausen – (Korbach Süd), Frankenberg – Allendorf – Battenberg-Auhammer, Vellmar-Obervellmar – Volkmarsen – Korbach-Süd – Willingen – Brilon-Wald, die prinzipiell ein zusammenhängendes Netz bilden sowie die Strecke Wabern – Fritzlar – Bad Wildungen. Allerdings wurde der Abschnitt Wiesenbach – Breidenbach bis 2004 abgebaut. Zwischen Herzhausen und Korbach-Süd fuhren 1997 letztmals Sonderzüge und Zwischen Frankenberg und Herzhausen gibt es zur Zeit nur gelegentlichen Ausflugsverkehr. Allerdings ist die Wiedereröffnung dieser beiden Abschnitt ab Dezember 2014 geplant. Ferner findet auf den Strecken nach Battenberg-Auhammer und Wiesenbach nur noch Güterverkehr statt, von einigen ganz wenigen Sonderzügen abgesehen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel