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Fotomodel fühlt sich hier zu Hause

„Eine(r) von hier" Fotomodel fühlt sich hier zu Hause

Sie gehört zu den erotischsten Frauen der Welt und hat ihre Wurzeln im Landkreis Marburg-Biedenkopf: Janina Ortmann, Teilnehmerin der 1. Staffel von Germany´s Next Topmodel, ist auch fünf Jahre nach der Casting-Show noch im Model-Geschäft.

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Model Janina Ortmann hat nie im Landkreis Marburg-Biedenkopf gelebt. Aber trotzdem fühlt sich die hübsche 25-Jährige wie eine von hier: „Stadtallendorf ist mein zweites Zuhause“.

Quelle: Privatfoto

Stadtallendorf. Janina Ortmann war Teilnehmerin der erste Staffel von „Germany´s Next Topmodel“ und wurde im vergangenen Jahr unter die „100 sexiest Women in the World“ gewählt. Die seit gestern 25-Jährige hat zwar nie wirklich im Landkreis Marburg-Biedenkopf gelebt, aber einen Großteil ihrer Kindheit in Stadtallendorf verbracht, wo ihre Großmutter eine Gaststätte betreibt.

Seit gut fünf Jahren arbeitet Janina Ortmann hauptberuflich als Fotomodel für Agenturen in Deutschland, Griechenland und Schweden. Meine Heimat ist Griechenland, sagt die hübsche 25-Jährige, die im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie ausgewandert ist: „Aber wenn ich in Deutschland unterwegs bin, ist Stadtallendorf mein Zuhause“.

Im vergangenen Jahr wählten die Leser der Männermagazins FHM Janina Ortmann unter die „100 sexiest Women in the World“. Sie landete auf Platz 13, hinter dem brasilianischen Topmodel Adriana Lima und der Schauspielerin Megan Fox. „Das war sehr cool“, sagt Janina, die sich bis heute nicht wirklich erklären kann, wie sie zu dieser Ehre gekommen ist. Denn eigentlich war Janina nur eine von vielen: die Vierte von 11 637 – um genau zu sein.

Vor fast sechs Jahren wurde Janina auf die erste Auflage der Casting-Show Germany´s Next Topmodel aufmerksam. Model? Das war doch genau das, was sie werden wollte – zumindest noch als 16-Jährige. Erfahrungen vor der Kamera hatte die damals 20-Jährige schon gesammelt – reichlich sogar. „Mein Bruder ist Fotograf, da hat man als kleine Schwester kaum eine andere Wahl“, sagt Janina. Und außerdem: „Wer reist nicht gerne durch die Welt und wird professionell gestylt“. Ihre Mutter gab ihr schließlich den letzten Schubs und wenige Monate später stand sie vor Heidi Klum, der Jury-Chefin von Germany´s Next Topmodel.

Janina kam in die Fernsehshow, erlangte Aufmerksamkeit und verfehlte nur knapp das Treppchen. Von insgesamt 11 637 Bewerberinnen belegte sie den vierten Platz. „Es war eine aufregende Zeit“, sagt die seit gestern 25-Jährige, „Aber es ist kein Karrieresprungbrett“. Und Janina muss es wissen. Den fünf Jahre nach „Germany´s Next Topmodel hält sie noch immer ihr hübsches Gesicht in die Kameras von Fotografen – für Kosmetikprodukte, Mode und Messen. „Modestrecken und Beautyshoots mache ich am liebsten. Modenschauen auf dem Laufsteg sind der blanke Horror“, sagt Janina. Für letzteres werde sie eh nicht oft gebucht. Sie sei eines der „kleineren Mädchen“: Für ein Laufstegmodel fehlen ihr fünf Zentimeter. „Aber das ist ok. Ich stehe nämlich eigentlich nicht so gerne in der Öffentlichkeit“, sagt sie und meint damit das musternde und oft fremde Publikum bei Modenschauen. „In einem Fotostudio arbeitet man stundenlang mit einem kleinen Team zusammen und man lernt sich kennen“, erklärt Janina die Unterschiede. „Und außerdem geht es nicht so hektisch zu wie auf dem Laufsteg“. Kurz gesagt: Fotokameras in intimer Atmosphäre sind dem hübschen Model lieber als Zuschauer in großen Massen.

Bei der großen Masse ist Janina ja auch nicht unbedingt bekannt. Castingshows wie Germany´s Next Topmodel bedeuten für die Teilnehmerin oft nur einen kurzen Augenblick des Ruhms. Die wenigsten Mädchen stehen anschließend noch im Schein der Öffentlichkeit – im Scheinwerferlicht aber manchmal schon. So wie Janina. Wieso das so ist, weiß sie selbst nicht so genau. „Modeln ist mit viel Arbeit verbunden. Man muss immer dranbleiben. Ich mache halt einfach meinen Job“, sagt sie. Und vielleicht ist auch gerade das ihr Geheimnis.

Ein bisschen geheimnisvoll ist auch ihre Verbindung nach Stadtallendorf. Im Einwohnerregister der Stadt sucht man Janina nämlich vergeblich. Auch war sie niemals in der Industriestadt gemeldet. „Aber alle meine frühen Kindheitserinnerungen sind mit Stadtallendorf verbunden“, sagt Janina, die im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern und ihrem Bruder nach Korfu ausgewandert ist. Zurzeit lebt sie in Schweden. „Meine Heimat ist Griechenland. Aber mein deutsches Zuhause ist Stadtallendorf“, sagt sie. Immer wenn die gebürtige Mainzerin in der Bundesrepublik unterwegs ist, führt sie ein Weg in das Gasthaus Schellhorn am Stadtallendorfer Bahnhof. Dort packt sie in der Küche mit an und zapft Bier für die Gäste. Das klingt zunächst ungewöhnlich für ein hauptberufliches Fotomodel. Für Janina ist das aber selbstverständlich: „Ich helfe meiner Omi“, sagt sie. Omi ist die Wirtin und unheimlich stolz auf „ihr kleines Mädchen“ – die Nummer 13 der „100 sexiest Women in the World“.

von Tobias Hirsch

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