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Fischer macht Unmögliches möglich

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„Ich bin hoffnungsvoll“, sagt Prof. Dr. Dietmar Fischer über die am Mittwoch (16.2.) veröffentlichten Forschungsergebnisse seines Arbeitskreises in der renommierten US-Zeitschrift „Journal of Neuroscience“.

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Prof. Dr. Dietmar Fischer hat festgestellt, dass das Krebsmedikament Taxol die bisher für unmöglich gehaltene Regeneration von Nervenfasern fördert.

Großseelheim. Anscheinend ist es doch möglich, das bislang Unheilbare zu heilen – zumindest im Tierexperiment: Der aus Großseelheim stammende Professor Dr. Dietmar Fischer hat mit seinen Teams an den Universitätskliniken Düsseldorf und Ulm festgestellt, dass das seit mehr als 20 Jahren als Krebsmedikament zugelassene „Taxol“ die Regeneration von Nervenfasern fördert. „Normalerweise können einmal durchtrennte Axone im Gehirn oder Rückenmark nicht regenerieren und bleiben von ihren ursprünglichen Zielgebieten abgeschnitten, was zu irreparablen Schäden führt“, betont er und nennt als Beispiele Querschnittslähmungen oder Erblindung nach Unfällen.

Im gleichen Atemzug hebt der Universitäts-Professor für Experimentelle Neurologie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf jedoch hervor: „Unser Ansatz und der Wirkmechanismus sind neu. Es ist vielversprechend, dass das am Menschen zugelassene Medikament Taxol im Tierexperiment die axonale Regeneration fördert und gute Erfolge erzielt – man weiß aber nie, ob die Ergebnisse letztlich auch in einer Therapie für Menschen münden.“

Die Forscher aus Düsseldorf und Ulm erzielten ihre Ergebnisse, die heute in der renommierten US-Zeitschrift Journal of Neuroscience veröffentlicht werden, am Modell des Sehnervs von Tieren.

Der Lebenslauf von Prof. Dr. Dietmar Fischer liest sich wie eine Erfolgsgeschichte: Sein Pharmaziestudium an der Uni in Marburg schloss er mit der Note „sehr gut" ab. Während er seine Doktorarbeit an der Uni Münster schrieb (für Liebhaber das Thema: „Protektiver Einfluss von ß- und y-Kristallinen auf das neuronale Überleben und die axonale Regeneration im adulten Zentralen Nervensystem"), für die er ein „summa cum laude" erhielt, studierte er zusätzlich Humanmedizin. Es folgten Jahre als Post-Doktorand an der Uni Münster und der Harvard Medical School sowie die Juniorprofessur am Uniklinikum Ulm. Seine Heimat hat er aber nicht aus dem Blick verloren.

von Florian Lerchbacher

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