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Was ist das für ein "Ding"?

OP Fotoserie Was ist das für ein "Ding"?

Was ist das denn bitte für ein Ding? Genau das wollen wir in den kommenden Wochen immer wieder von Ihnen wissen. Heute startet die neue OP-Foto-Serie "Das Ding". UPDATE: Am Ende des Artikels finden Sie jetzt auch die Auflösung des ersten Rätsels.

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...es ermöglicht Schlagende Argumente

Das erste Ding, das es zu erraten gilt, wirft genau zwei Fragen auf: Wie bitte nennt man diesen Gegenstand? Und viel wichtiger noch: wo wird er eingesetzt? Fotografin Nadine Weigel hat einen Tipp für alle Rätsel-Rater: „Das Ding ist kein mittelalterliches Folterinstrument.“ Im Gegenteil. „Dieses Ding hilft sogar gegen Schmerzen.“ Irgendwie schwer zu glauben. Des Rätsels Lösung erfahren Sie morgen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Es war so einer dieser alltäglichen Momente, der als Geburtsstunde der neuen OP-Fotoserie „Das Ding“ gilt. Warten in der Supermarktschlange. Die Arme voller Lebensmittel. Zeitdruck. Der Hintermann rammt einem in regelmäßigen Abständen den Einkaufswagen in die Kniekehlen. Nervöse Blicke auf die Uhr. Umgucken. Nachdenken. Mit einem Rums fallen Brot, Joghurt und Obst auf das Warenband. „Könnten Sie mir bitte den Warentrenner reichen?“, wird der Vordermann gefragt. Keine Reaktion. Klingt auch irgendwie komisch, dieses Wörtchen „Warentrenner“. So gewollt korrekt. Zweiter Versuch: „Entschuldigung, ich bräuchte mal das Ding da.“ Kein irritierter Blick, nur ein gelangweiltes Anreichen des abgegriffenen Plastik-Stabes, der die Einkäufe auf dem Band voneinander trennt. Eine Alltagssituation als Ideengeber einer kompletten Foto-Serie.

Kennen Sie ein "Ding", das sonst kaum einer kennt?

Denn es gibt unzählige Gegenstände im alltäglichen Leben, deren korrekten Namen wir nicht wissen, oder deren Funktion wir nicht kennen. Manchmal weder das eine, noch das andere. Die OP-Fotografen Nadine Weigel, Thorsten Richter und Tobias Hirsch haben es sich in den vergangenen Wochen zur Aufgabe gemacht, diese „Dinger“ aufzuspüren und in den Fokus zu rücken. „Ich nehme seither die Welt um mich herum bewusster wahr und gehe Dingen auf den Grund, über die ich mir sonst keinerlei Gedanken gemacht habe“, verrät Nadine Weigel. „Der Reiz der Serie besteht für mich darin, Dinge kennenzulernen, die sonst unbeachtet bleiben. Der Aha-Moment, den ich dann erlebe, wenn ich die Auflösung fotografiere, ist auch für mich immer wieder überraschend.“

Die Serie soll zum Mitmachen einladen. Zum Rätseln und Forschen. „Das Ding“ wird erst in einer Nahaufnahme gezeigt. So fotografiert, dass jedes noch so kleine Detail zu erkennen ist. Die Umgebung, in der es eingesetzt wird, und die Funktion, die es ausübt, werden nur schemenhaft oder auch gar nicht gezeigt. Erst in einer der Folgeausgaben der Oberhessischen Presse wird „das Ding“ in seiner vollen Funktion abgebildet. „Im alltäglichen Arbeitsablauf als Fotograf rücken wir Menschen in den Mittelpunkt. Hier sind es Gegenstände, die wir fotografieren“, erklärt Thorsten Richter.

Der Fotograf hat schon viele „Dinger“ für die Serie aufgespürt. Ist immer wieder überrascht, wie viele Gegenstände existieren, die er noch nie im Leben gesehen, geschweige denn benannt hat. „Es sind so viele Sachen, auf die ich gestoßen bin, die ich nicht kannte. Manchmal wissen die Menschen, die diese ‚Dinger‘ benutzen, selbst noch nicht einmal, wie sie heißen“, sagt er lachend. „Oft werden sie einfach nach dem Zweck benannt, den sie erfüllen. Eine Aneinanderreihung von Nomen. Googelt man dann die Namen, gibt es null Treffer“, sagt Richter. „In jedem Beruf gibt es Dinge, die so speziell sind, dass sie außerhalb dieses Arbeitsfeldes unbekannt sind. Manchmal erahnen die Menschen noch die Funktion, den Namen kennen sie aber beim besten Willen nicht. Der Reiz an der Serie besteht doch darin, genau diese Dinge kennenzulernen“, erklärt Thorsten Richter weiter.

Die ganze Welt ist voller wichtige "Dinger"

OP-Fotografen Tobias Hirsch (von links), Nadine Weigel und Thorsten Richter starten eine neue Foto-Serie.

Quelle: Andreas Arlt

In Büros und im Wald war er schon für die neue OP-Serie unterwegs, in Geschäften und Unternehmen. Und auch wenn sich die Fotografen auf die Suche nach „dem Ding“ machen, sind es doch die Menschen, die diese Gegenstände tagtäglich benutzen, die aus dem einfachen Foto eine Geschichte machen. Sie erklären und benennen im nächsten Serienteil das „Ding“, das ihre Arbeit oder den Alltag erleichtert. Sie sind es, die das Rätsel auflösen. Die einen kurzen Einblick in ihre (Arbeits-)Welt gewähren.

Fotograf Thorsten Richter hat sich eines fest vorgenommen - um den Rätselspaß zu erhöhen und den Schwierigkeitsgrad ein bisschen anzuheben. Er will einen Blick in die Vergangenheit wagen. „Ich bin sehr gespannt auf alte Sachen, die ich noch nicht kenne. Dinge, die man früher, bevor alles technologisiert wurde, verwendet hat.“

Und auch sein Kollege Tobias Hirsch blickt mit Vorfreude auf die nächsten Wochen. „Die Leser können die Serie mitbestimmen. Wir sind auf Hinweise angewiesen“, sagt er. Und er ist sich sicher: „Wer einmal kurz in sich geht, der wird feststellen, dass unser Alltag geprägt ist von Gegenständen, deren Funktion wir nur erahnen.“

Mit geschärftem Blick gehen alle drei seit einigen Tagen durch die Welt. Halten die Augen offen. Hinterfragen. Fotografieren.

Mitmachen
  • Mitmachen lohnt sich: Verraten Sie uns ein „Ding“, von dem Sie glauben, dass seine Funktion oder sein Name nicht bekannt ist. Wird ihr Vorschlag umgesetzt erhalten sie zum Dank ein kleines Geschenk der Oberhessischen Presse. Unter anderem erwartet Sie das Buch zur Fotoserie „100 Leute – 100 Leben“.
  • So geht‘s: Sie wollen ein Ding melden? Dann rufen Sie uns doch einfach an: 06421 / 409372 oder schreiben Sie uns eine Mail: online@op-marburg.de. Per Fax erreichen Sie uns unter der Nummer: 06421 /  409302.
  • Ablauf: Raten Sie mit. Die Auflösung, um welches „Ding“ es sich handelt, wo es eingesetzt und wie es heißt, erscheint in regelmäßigen Abständen in der Oberhessischen Presse. Immer gepaart mit einem neuen Foto zum rätseln und tüfteln.
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 Die Auflösung von "Ding" Nr.1

Auflösung von Ding Nr. 1

„Jetzt bitte mal `Aaaah´ sagen und den Mund schön weit aufmachen!“

Was beim Menschen bei einem Zahnarztbesuch so leicht funktioniert, ist für Pferde schlichtweg nicht möglich. Und da kommt das „Ding“ ins Spiel, das wir gestern gesucht haben – das sogenannte Maulgatter.
Die stählerne Konstruktion verwendet Tierarzt Ulf Beyer, um Pferdezähne behandeln zu können. Es wird wie ein Halfter am Pferdekopf befestigt, ein Einrastmechanismus verhindert, dass das Pferd sein Maul wieder schließt.
Pferdebesitzer haben es schnell erkannt, aber es kamen auch so lustige Vorschläge wie: „Steigeisen für Telefonmasten“, „künstliches Kniegelenk“ oder „Fußfessel für Uli Hoeneß“.
Auch heute können Sie, lieber Leser, wieder raten! Was ist das für ein Ding, das wir suchen? Kleiner Tipp: Es ermöglicht schlagende Argumente.
Text, Foto: Nadine Weigel

von Mare Lisa Schulz

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