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So fruchtig schmeckt der Sommer

Besser Esser So fruchtig schmeckt der Sommer

Sommerlich frisch ist der Wildkräutersalat von Renate Zimmermann. Und quasi preisgekrönt: Mit dem Rezept hat die Capplerin bei der ZDF-Küchenschlacht mit ihren Kochkünsten überzeugt.

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Wildkräutersalat mit Garnelen preisgekrönt von Küchenschlacht-Gewinnerin Renate Zimmermann aus Cappel.

Quelle: Patricia Graehling

Cappel. Cappel. Frisch, fruchtig und ein bisschen säuerlich - so schmeckt der Sommer bei Renate Zimmermann. Die Hobbyköchin zaubert bei heißen Temperaturen gerne ihren Wildkräutersalat mit Himbeerdressing, Garnelen und gebackenen Süßkartoffeln auf den Esstisch. Und dass der Salat wirklich lecker ist, hat ihr sogar Starkoch Alexander Herrmann bescheinigt. Denn Renate Zimmermann hat bei der Fernsehsendung „Küchenschlacht“ im ZDF mitgemacht und den bekannten Koch mit ihrem Salat verköstigt.

Was jetzt nach komplizierter Kochkunst klingt, ist jedoch in kurzer Zeit frisch und einfach zubereitet. In der „Küchenschlacht“ muss ein Gericht schließlich auch innerhalb von 35 Minuten auf dem Tisch stehen. Aber leckeres Essen muss nicht schwer sein - oft sind es die einfachen Dinge, die ein Gericht zu einem Genuss machen.

Um für den Genuss zu sorgen, legt Zimmermann Wert auf frische Produkte: „Ich kaufe jede Woche Samstag auf dem Markt ein“, erklärt sie. Im Südviertel kennt sie alle Marktbestücker, weiß genau, wo es den besten Fisch, die fruchtigsten Tomaten und den knackigsten Salat gibt. „Ich liebe Märkte“, erklärt sie. Sie schaue gerne, was es im Angebot gibt, spreche mit den Verkäufern, lasse sich Tipps geben. „Und die Zutaten sind einfach frisch und lecker.“

Für ihren Salat hat Zimmermann deshalb schon den perfekten Lieferanten gefunden: Im Südviertel kauft sie eine Wildkräutersalatmischung (Foto: Grähling). Darin sind unterschiedliche Salate der Saison bereits verzehrfertig zusammengemischt. „Deshalb hat der Salat auch jedes Mal andere Zutaten“, erklärt die Hobbyköchin. Diesmal dominiert etwa Mangold die knackige, grüne Mischung.

Bevor Zimmermann den Salat wäscht, macht sie sich allerdings an die gebackenen Süßkartoffeln. „Die brauchen am längsten“, erklärt sie. Die Süßkartoffel wird daher flink geschält und in dünne Scheiben geschnitten. Die vermischt sie in einer Schüssel mit Sonnenblumenöl und einer guten Prise Salz - um ein bisschen Würze ins Gericht zu bringen, verwendet sie gerne Chilisalz. Und sie würzt nach Gefühl: „Ich koche nie so genau nach Rezept“, erklärt sie. „Ich mache das mehr so aus der Hand heraus.“ Die gründlich gewürzten und vermengten Süßkartoffel-Scheiben legt Naumann anschließend auf ein Backblech - einzeln nebeneinander aufgereiht. Die dürfen nun für 30 Minuten bei 150 Grad Celsius und Umluft backen. Dabei werden sie nach der Hälfte der Zeit einmal gewendet. „Wenn ich alles richtig gemacht habe, sind es dann schöne Chips“, erklärt Naumann.

Nur für die „Küchenschlacht“ habe sie es vorsichtshalber nur „gebackene Süßkartoffeln“ genannt - ohne den Zusatz „Chips“. Denn: „Wenn die Süßkartoffeln nicht so knusprig geworden wären, wäre es nicht schlimm gewesen. Es hat ja keiner Chips erwartet“, erklärt sie mit einem Augenzwinkern.

Nun hat die Capplerin genug Zeit für das Dressing. Sie würfelt eine Schalotte sehr fein und gibt sie in eine hohe Rührschüssel. „Im Rezept stehen zwei Schalotten. Die sollte man aber nur nehmen, wenn es zwei kleine sind“, erklärt sie. Schließlich solle das Dressing vor allen Dingen nach Himbeere schmecken. Deshalb gibt sie auch 60 Milliliter Himbeerdressing in die Schüssel.

Salat lässt sich besser mit der Hand anrichten

„Bei Salatsoßen messe ich dann schon ab“, verrät Zimmermann. Sie verwendet gerne einen Balsamico-Himbeeressig. „In der Kochsendung hatten sie mir normalen Himbeeressig hingestellt. Der war mir viel zu sauer“, erzählt sie. Daher habe sie das Dressing noch mit einem Löffel flüssigen Honig versüßt. Dann gibt sie auch Chilisalz in das Gefäß, ebenso wie das Sonnenblumenöl, Gemüsefonds, Pfeffer, Zucker und frische Himbeeren. „Am besten schmeckt das Dressing mit frischen Himbeeren. Aber wenn keine Saison ist, kann man auch tiefgefrorene verwenden“, sagt die Köchin. Das Ganze püriert sie nun kräftig, bis eine schaumige, rosa-rote Salatsoße entsteht. Zu der hat sie auch noch einen Tipp: „Die hält sich in einem verschließbaren Glas mindestens zwei Wochen im Kühlschrank.“

Nach dem Pürieren geht es mit dem Schneiden weiter: Zimmermann schneidet Frühlingszwiebeln flink in kleine Ringe - für die Dekoration. Anschließend schält und würfelt sie eine reife Avocado. „Die wird dann mit Zitronensaft und Salz in eine Schüssel gegeben und ein wenig ziehen gelassen.“

Nun geht es an den Wildkräutersalat: Den vermengt Zimmermann mit dem frischen, rötlichen Dressing. „Ich mache das mittlerweile mit den Händen. Das habe ich mir bei den berühmten Köchen abgeschaut“, verrät die Capplerin. Außerdem sei es einfacher, so das Dressing überall gleichmäßig zu verteilen. Den Salat verteilt sie daher auch mit den Händen auf den Tellern. Dann kommen einige Avocado-Würfel dazu, bevor Zimmermann den Garnelen einheizt: Die werden kurz in Sonnenblumenöl mit ein wenig Knoblauch angebraten und dann ebenfalls auf dem Salat angerichtet. „Die Garnelen kaufe ich auch immer auf dem Markt. Dort gibt es sie in sehr guter Qualität“, verrät Zimmermann.

Zum Schluss verteilt sie neben den Frühlingszwiebeln und essbaren Blüten die knusprig gebackenen Süßkartoffeln auf den Tellern - fertig ist das leichte Sommergericht für heiße Tage.

Zimmermann hat sich in ihrer Koch-Woche gegen ihre Mitstreiter durchgesetzt und unter anderem mit selbstgemachter Tagliatelle mit Sherry-Sahne-Soße, mit Kalbsleber mit Johannisbeersoße und Apfel-Kartoffel-Rösti, mit Dorade und Entenbrust überzeugt. Als Wochengewinnerin hat sie es in die Championsweek geschafft, die ab 12. September ausgestrahlt wird.

Hintergrund
  • Sendungen rund um das Essen sind seit einigen Jahren im deutschen Fernsehen sehr beliebt. Da helfen Sterneköche wie Christian Rach und Frank Rosin krisengeschüttelten Restaurants mit neuen Rezepten und Konzepten oder Horst Lafer, Johann Lichter, Alfons Schuhbeck und Co. geben Kochtipps für Laien. Beliebt sind aber auch Kochshows, in denen Hobbyköche zeigen, was sie können.
  • Bekannt ist etwa die „Küchenschlacht“ im ZDF. Jede Woche messen sich täglich sechs Laien am Herd, werden dabei begleitet von einem Profikoch. Die Wochengewinner messen sich in einer Championsweek, die dortigen Gewinner suchen den Jahresgewinner. Der wird mit 25.000 Euro belohnt. Die Teilnehmer haben für ein – manchmal auch mehrere – Gerichte 35 Minuten Zeit. Dann muss es nicht nur gekocht, sondern auch fertig angerichtet auf dem Teller sein.
  • Auf VOX läuft jeden Abend an Werktagen „Das perfekte Dinner“. Hier bekochen sich fünf Hobbyköche gegenseitig und bestimmen selbst den Wochengewinner unter sich. Das besondere: Die Teilnehmer kochen dabei am eigenen Herd und empfangen die Gäste zu Hause. Normalerweise kommen alle Teilnehmer aus der selben Stadt, wo jeweils in einer Woche gekocht wird. Anschließend geben sie sich nach dem Essen Punkte. Der Teilnehmer mit den meisten Punkten wird der Wochengewinner und bekommt dafür 1500 Euro.
  • In „Game of Chefs“ suchen drei Sterneköche das größte deutsche Kochtalent. Teilnehmen dürfen Laien und ausgebildete Köche. Nach zwei Kochrunden stellen die drei Profis sich fünfköpfige Teams zusammen, die fortan gegeneinander antreten. Jede Runde fliegt ein Teilnehmer raus, bis ein Gewinner feststeht. Das beste Kochtalent bekommt 100000 Euro.
  • Ebenfalls in Teams kochen Profis und Hobbyköche in der Sat1-Sendung „The Taste“ gegeneinander. In diesem Jahr soll es eine vierte Staffel geben. Bei diesem Format haben die Teilnehmer zunächst eine Stunde Zeit für ein Gericht ihrer Wahl. Das dürfen sie dann nur auf einem Löffel anrichten. Überzeugen sie damit einen der Juroren, dürfen sie in dessen Team. In jedem Kochduell gibt es Blindverkostungen.
  • Auf dem Bezahlsender Sky1 läuft seit 2009 das Format „Masterchef“. Diese Koch-Castingshow gibt es mittlerweile in mehr als 50 Ländern. Zunächst messen sich in einer Staffel 120 Bewerber. Die 20 besten Hobbyköche ziehen dann in die „Master Class“ ein und müssen dort verschiedene Aufgabenstellungen rund um das Kochen und das Anrichten meistern. Es gibt dabei nicht nur Einzelwettbewerbe, sondern auch Teamaufgaben und Duelle.
 
Das Rezept: Wildkräutersalat (für zwei Personen)

von Renate Zimmermann

Für den Salat:

150 Gramm Wildkräutersalat
1 Frühlingszwiebel
1/2 reife Avocado
1 Zitrone
Salz
Schwarzer Pfeffer

Für das Dressing:

2 Schalotten
50 Gramm Himbeeren
60 Milliliter Himbeeressig
60 Milliliter Gemüsefond
50 Milliliter Sonnenblumenöl
45 Gramm Zucker
Chili (eine Prise)
Salz (eine Prise)
Weißer Pfeffer (eine Prise)

Die Toppings:

10 Garnelen ohne Kopf und Schale
1 Süßkartoffel
1 Knoblauchzehe
1 Frühlingszwiebel
2 EL Kürbiskerne
Essbare Blüten zum Garnieren
Sonnenblumenöl
Salz & Pfeffer

Zubereitung: Ofen vorheizen auf 150 Grad Umluft. Die Süßkartoffel schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit Sonnenblumenöl, Salz und Chiliflocken vermengen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und etwa 30 Minuten im Ofen backen. Nach der Hälfte der Zeit wenden. Anschließend Salat waschen und schleudern. Schalotten fein würfeln und mit Himbeeren und den weiteren Zutaten für das Dressing pürieren. Nun die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, die Avocado schälen und würfeln und die Zitrone auspressen. Dann die Avocado mit Zitronensaft und etwas Salz vermengen und kurz ziehen lassen. Den Salat mit dem Dressing vermengen und auf Tellern anrichten. Nun die Garnelen abbrausen und in der heißen Pfanne mit Sonnenblumenöl und Knoblauch unter Wenden kurz anbraten. Die Garnelen zusammen mit den Süßkartoffelchips und den Avocado auf dem Salat anrichten. Zum Abschluss mit Frühlingszwiebel, Kürbiskernen und essbaren Blüten garnieren und servieren.

von Patricia Grähling

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