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Pulp-Fiction-Burger

Besser-Esser Pulp-Fiction-Burger

Am Sonntag steht die lange Oscar-Nacht bevor. Für die stilvolle Verpflegung gibt es diese Woche Burger wie in „Pulp Fiction“ und dazu eine vegeta­rische Alternative.

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Ladeninhaber Mehmet Kayar mit zwei seiner Burger-Varianten.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg.  „Hamburger! Der Grundstein eines jeden nahrhaften Frühstücks“, findet Samuel L. Jackson als Jules Winnfield im Kult-Film „Pulp Fiction“. Dessen Regisseur Quentin Tarantino ist dieses Jahr wieder für einen Oscar nominiert, die am Sonntag in Los Angeles verliehen werden. Doch zum Burger-Grillen geht es nicht zum Big-Kahuna-Burger, sondern zu Shaky Shake. Der neue Burger-Laden am Elisabeth-Blochmann-Platz hat erst Anfang Februar eröffnet und erfreut sich großer Beliebtheit.

„Der perfekte Burger braucht die perfekte Zeit“, betont Mehmet Kayar, der aus der türkischen Stadt Antakya stammt. 1999 kam er nach Marburg, lebt heute in Großseelheim. Bis Ende 2015 hat er den Döner-Laden Fantasticum betrieben, der nach dem Umzug 2012 vom Erlenring zum Pilgrimstein weiterhin besteht. „Ich wollte etwas anderes machen“, sagt Kayar, der für seinen neuen Laden voller Ideen steckt.  

Wie beim Fantasticum sorgt er auch bei Shaky Shake selbst für das Brot – eher gesagt die Burgerbrötchen. Das Rindfleisch und der Bacon-Speck kommen aus der Region, vom Bauern Bernd Möller aus Kleinseelheim. So hat das Rindfleisch, das hauptsächlich vom Hals und der Schulter stammt, eine kurze Wegezeit. Neben den Standard-Sorten Fleisch, Hähnchen oder der vegetarischen Variante mit einem Falafel-Patty soll es abwechselnde Angebote
geben, verspricht der frischgebackene Burger-Brater. „Da sind wir flexibel.“ Mit bis zu vier Köchen steht Kayar zu Stoßzeiten in der engen Küche. Dann hat aber jeder seine feste Stelle, erzählt er und lobt dabei die Teamarbeit in seinem Restaurant.

Mit seinem einfachen Prinzip will Mehmet Kayar auch flexibel auf die Bedürfnisse seiner Kunden reagieren. Bei Shaky Shake werden die Kunden nicht am Tisch bedient, sondern bestellen direkt an der Theke ihren Burger, den sie mit verschiedenen Toppings individuell gestalten können. Ist der Burger fertig, vibriert der Pieper, den die Gäste mit an den Tisch bekommen und können ihr Tablett an der Essensausgabe abholen. In der Küche stellt Mehmet Kayar
zwei Burger zusammen, die Burger-Liebhaber Vincent Vega (John Travolta) und Vegetarierin Mia Wallace (Uma Thurman) in „Pulp Fiction“ glücklich gemacht hätten.

Für den Doppeldecker-Bacon-Burger brät Kayar zwei Fleisch-Pattys von jeder Seite zuerst für zehn Sekunden scharf an, bevor das Fleisch platt gedrückt wird. „Die Kruste ist wichtig“, bekräftigt er. Jeweils 140 Gramm wiegt jedes Patty mindestens, dazu kommen drei Scheiben Bacon-Speck. Ist das Fleisch platt, ist aber Schluss mit dem Drücken, sonst treten die Säfte aus und das Fleisch wird trocken, so der Tipp.

Das Fleisch wird nun von jeder Seite für etwa fünf Minuten angebraten, bis es an der Grillplatte klebt, von der es Kayar anschließend behutsam abkratzt, um die Röstaromen zu erhalten. Dann kommt der irische Cheddar-Käse zum Schmelzen darauf. Zum Schluss werden die Pattys aufeinander gesetzt und der Speck oben drauf gelegt.Nun wird das Burgerbrötchen mit den Saucen garniert, das zuvor zwei Minuten in einem speziellen Röstofen erwärmt und dann noch auf der Grillplatte angebraten wurde. Eine der Saucen ist seine spezielle Shaky-Shake-Sauce, eine weiße Sauce mit Joghurt, dessen genaue Rezeptur er aber nicht verraten will – auch andere Saucen wie den Senf verfeinert er nach eigenem Rezept.

Die Saucen sollen so dünn wie möglich verteilt werden und nicht vermischt werden, rät Kayar. Auf das Fleisch kommen nun Gewürzgurken, Zwiebeln, Tomaten und Salat: „Wir belegen immer klassisch“, sagt Mehmet Kayar, für den der Geschmack des Fleisches wichtiger für einen guten Burger ist als ausgefallene Kreationen. Für die vegetarische Variante kommt jedoch auch gegrilltes Gemüse hinzu. „Mit Gemüse schmeckt es besser“, sagt er. Das Falafel-Patty besteht aus einer Mischung aus Kichererbsen, Mais, Bohnen und Gewürzen. Fehlt nur noch der Deckel und schon kann reingebissen werden.

von Mareike Bader

 
Die Rezepte
von Mehmet Kayar
Doppeldecker-Bacon-Burger

Zutaten:

  • ein Burgerbrötchen
  • Shaky-Shake-Sauce
  • drei Streifen Bacon
  • Ketchup und Senf
  • Mayonnaise
  • Burger-Pattys (jeweils 140 Gramm)
  • Cheddar-Käse
  • Gewürzgurken
  • Zwiebeln
  • Tomaten
  • Salat

Zubereitung:

Das Brötchen im Ofen zwei Minuten erwärmen. Den Burger auf jeder Seite etwa fünf Minuten grillen, dann den Käse auf dem Fleisch schmelzen lassen. Auf jeder Brötchenseite werden nun die Saucen verteilt. Erst ein dünner Kreis der Spezial-Sauce, in die Mitte kommt ein kleiner Klecks Senf, darüber etwas Ketchup und noch etwas Mayonnaise.

Nun wird auf die untere Seite das Burger-Fleisch mit dem Bacon gesetzt, darauf kommen ein paar Scheiben Gewürzgurken, Zwiebeln, Tomate und etwas Salat.

 
Veggie-Mexican-Burger

Zutaten:

  • ein Burgerbrötchen
  • Senf
  • Shaky-Shake-Sauce
  • Ketchup
  • gegrilltes Gemüse
  • Falafel-Patty
  • Zwiebel, Tomaten, Salat

Zubereitung:

Auch hier wird das Brötchen im Ofen vorgewärmt, in der Zwischenzeit wird das Falafel-Patty frittiert. Auf die Brötchenhälften kommt nun zuerst Senf, dann etwas von der Spezial-Sauce und Ketchup. Darauf wird gegrilltes Gemüse, wie Aubergine, Paprika oder Pilze gesetzt, darauf kommt das fertige Patty und eine erneute Schicht Gemüse.

Zum Schluss wird der Burger mit ein paar Scheiben Gewürzgurke, Zwiebeln, Tomate und Salat abgerundet.

 
 
Hintergrund

Essen spielt in vielen Filmen, ob alt oder neu, eine Rolle, nicht nur der Burger in „Pulp Fiction “. Herrlich süß und eigentlich richtig passend zur aktuellen Fastenzeit ist natürlich „Chocolat“ von Lasse Hallström. Hier eröffnet Juliette Binoche als Vivianne Rocher in einem erzkatholischen Dorf 1959 eine Chocolaterie – natürlich mitten in der Fastenzeit.

Dass harmloses Essen wie ein Sandwich richtig anmachen kann, zeigt Meg Ryan in der unvergesslichen Szene aus „Harry und Sally“ aus dem Jahr 1989, woraufhin die Frau am Nebentisch „genau das gleiche, was sie hatte“ bestellt. Weniger gesund dürfte der Rekordversuch von Paul Newman in „Der Unbeugsame“ ( „Cool Hand Luke “) sein, als er versucht innerhalb einer Stunde 50 gekochte Eier in sich reinzustopfen.

Dann doch lieber  „Ratatouille“ . In dem Pixar-Animationsfilm sorgt die Ratte Remy für die leckeren Speisen – und dafür gab es sogar einen Oscar. Wer es romantischer haben will, setzt auf Spaghetti à la „Susi und Strolch“ . Da kommen einem auch Spaghetti-Western in den Sinn – die allerdings nichts mit Essen zu tun haben, sondern hauptsächlich durch italienische Produktionen geprägt wurden, wie  „Für eine Handvoll Dollar“ von Sergio Leone mit Clint Eastwood in der Hauptrolle.

In „Julie & Julia“ geht es um die französische Küche. Während sich die knapp 30-jährige Julia für ihren Blog durch das Kochbuch  „Mastering the Art of French Cooking“ von Julia Child kocht, lassen sich viele Inspirationen für das nächste perfekte Dinner holen. Für Meryl Streep gab es hierfür einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin sowie eine Oscar-Nominierung.

Für Liebhaber der asiatischen Küche ist eher „Eat Drink Man Woman“ von Ang Lee zu empfehlen. Während seine Töchter erwachsen werden und sich immer mehr von ihm loslösen, zelebriert der verwitwete Meisterkoch Herr Zhu die gemeinsamen Essen jeden Sonntag.

Und wer doch nicht auf Süßes verzichten will oder kann, der guckt sich „Charlie und die Schokoladenfabrik“ an, wahlweise in der Fassung von 1971 mit Gene Wilder als Willy Wonka oder als noch bunteres Remake mit Johnny Depp.

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