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Ein Prosit auf das Jahr 2016!

Besser-Esser Ein Prosit auf das Jahr 2016!

Was trinken an Silvester? Stellen Sie sich diese Frage auch? Wie wäre es denn mal mit Cocktails? Zu kompliziert? Nein, ganz bestimmt nicht! Champagner- und Prosecco-Cocktails sind auch zu Hause schnell gemacht – und zwar ohne viel Zubehör.

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Gönnen Sie sich und Ihren Gästen an Silvester doch einmal leckere Cocktails. Der OP-"Besser-Esser" bietet einfache Rezepte zum selber mixen.

Quelle: Katharina Kaufmann-Hirsch

Marburg. Gläser, Eiswürfel und einen Löffel, das ist alles, was man braucht, um auch zu Hause schmackhafte Cocktails zuzubereiten. „Und natürlich die Zutaten für den Cocktail selbst“, ergänzt Jiorgos Patounis. Der Inhaber der Marburger Cocktailbar „Villa Biedermeier“ ist ein wahrer Experte auf dem Gebiet der Cocktails und Longdrinks.

Und empfiehlt, in der Silvesternacht auf einfache, aber gute Mischgetränke zu setzen. „Und zu Silvester sind Champagner und Prosecco einfach passend“, findet er. Denn damit könne man alles machen und jeden Geschmack treffen.

Guter Champagner muss richtig trocken sein

Grundlage für einen Cocktail mit Champagner oder Prosecco ist ein guter Champagner oder ein guter Prosecco. „Das Motto sollte dabei lauten: Umso besser die Basis, desto besser der Cocktail“, sagt Patounis und rät dazu, die Schaumgetränke im Weinfachhandel zu kaufen und nicht im Supermarkt. „Ein guter Champagner muss richtig trocken sein.

Am besten kauft man nicht den billigen im Discounter“, so der Barkeeper. Dennoch müsse es nicht der teuerste Champagner sein. „Die meisten Weinhändler haben eine Hausmarke, die gut und nicht allzu teuer ist“, weiß der gebürtige Grieche, der seit 1986 in Marburg lebt, aus Erfahrung.

Püree + Prosecco = Cocktail

Um damit im Handumdrehen einen schmackhaften Cocktail zu zaubern, püriert Patounis im Mixer frisches Obst. „Je nach Süße der Früchte gibt man einen Spritzer Zitronensaft hinzu“, ergänzt er. Dann füllt man einen Schluck Champagner in einen Champagner-Kelch oder ein Longdrinkglas, gibt gut zwei Zentiliter (cl) Obst-Püree hinzu, rührt es vorsichtig um, bis sich das Püree aufgelöst hat und füllt das Glas dann mit Champagner auf.

„Eis würde ich da jetzt nicht noch rein geben“, sagt Patounis. Das verwässere zu schnell. „Wenn der Champagner schön kühl ist, also Kühlschrank-Temperatur hat, reicht das vollkommen“, betont der Cocktail-Experte. Bereits seit Januar 2002 bietet er in seiner Cocktailbar an der Lahn hinter dem Marburger Cineplex die verschiedensten Cocktails, Longdrinks und Spirituosen an.

Zum Dekorieren empfiehlt Patounis frisches Obst wie Himbeeren, Granatäpfel, Hibiskusblätter, Physalis oder Cranberries. Diese könne man entweder an das Glas dran stecken oder direkt mit in den Cocktail geben. „Auch Zitronen- oder Orangenzesten, also hauchdünne Streifen der äußersten, farbigen Schicht der Schale, eignen sich schön, um einem Cocktail das gewisse Etwas zu geben“, so Patounis. Danach müsse nur noch genossen werden.

von Katharina Kaufmann-Hirsch

Die Rezepte
von Jiorgos Patounis
Champagner mit Obst-Püree
Frisches Obst (oder Dosen-Obst) im Mixer pürieren, je nach ­Süße der Früchte ein paar Tropfen frischen Zitronensaft hinzufügen. Ab damit ins Glas und mit Champagner auffüllen. Noch einfacher geht diese Form der Cocktails mit Sirups, die es im Supermarkt zu kaufen gibt.
Kir Royal
2 cl Creme de Cassis mit Champagner auffüllen.
Bellini
2 cl Pfirsich-Püree (zum Beispiel mit Pfirsichen aus der Dose)
mit Champagner auffüllen.
Champagner-Cocktail
Ein Würfel brauner Zucker wird mit drei bis vier Tropfen Angostura ­beträufelt, ins Glas gelegt und mit Champagner übergossen.
French 75
3 cl Gin Dry, einen Teelöffel Zuckersirup, 1 cl Zitronensaft in ein Glas geben und mit Champagner auffüllen.
Prince of Wales
2 cl Cognac V.S.O.P., 2 cl Orangenlikör Dry und ein bis zwei Tropfen Angostura in ein Glas füllen und mit Champagner auffüllen.
Wer keinen Champagner benutzen will, kann jeden Cocktail stattdessen mit Prosecco, am besten einem Spumante, mixen.
Und gegen den Kater: Bloody Mary
4 cl Wodka mit dem Saft einer halben Zitrone mischen, in ein Longdrinkglas geben und mit Tomatensaft auffüllen. Je nach Geschmack kann das Getränk mit Selleriesalz und Tabasco gewürzt werden. Als Extra kann zudem eine ­Selleriestange geknabbert werden.
Jiorgos Patounis ist Inhaber der
Villa Biedermeier in Marburg
Der neueste Trend: Pussanga
  • Pussanga – so heißt das neue Trend-Getränk, das derzeit in ­aller Munde in der Bar- und Kneipenszene ist.
  • Pussanga ist ein Kräuterlikör, der aus zwei peruanischen Urwaldkräutern kombiniert mit Chili, Ingwer, Kardamom und Vanille sowie dem leuchtend roten Saft des Granatapfels hergestellt wird.
  • Der Alkoholgehalt beträgt 38 Volumenprozent. Der Preis einer Flasche liegt bei rund 45 Euro.
  • Erfunden hat das Getränk Petra Spamer-Riether, eine Chemikerin aus Heidelberg. An ihr Studium wollte sie eine Doktorarbeit anschließen und wählte als Thema Heilkräuter in Peru. Bei einer Reise in das südamerikanische Land lernte sie von Schamanen die unterschiedlichsten Urwaldkräuter kennen. Zwei davon haben es nun in den Likör geschafft.
  • Ende 2013 brachte Spamer-Riether das Getränk auf den Markt. Seither ist es auf dem Vormarsch. In Handarbeit wird es in einer kleinen Manufaktur im Spessart hergestellt.
  • Nachgesagt wird dem Getränk zudem eine aphrodisierende Wirkung, wissenschaftlich belegt ist diese bisher nicht.
  • Trinken kann man Pussanga pur als Shot, ­einfach auf Eis sowie als Cocktail oder Longdrink.
  • Bar-Fachmann Jiorgos Patounis empfiehlt einen Cocktail mit dem neuen Trend-Gebräu:

Pussanga Wild Berry

Dazu gibt man in ein Weißweinglas eine Handvoll Eiswürfel, 2 cl Pussanga, 6 cl Russian Wild Berry, 8 cl Prosecco oder Champagner, einen Spritzer frischen Limettensaft und vier bis fünf frische Himbeeren.

„Und wenn es in der Silvesternacht richtig kalt sein sollte, trinkt man nach dem Feuerwerk einen Pussanga-Grog“, ergänzt der Inhaber der Villa Biedermeier in Marburg. Dafür werden 4 cl Pussanga in eine Tasse gegeben und mit heißem Wasser aufgefüllt. „Das wärmt richtig schön von innen“, ergänzt Patounis.

Die Fakten

Champagner
Champagner gilt als das festlichste aller Getränke. Es ist ein Schaumwein, der in dem französischen Weinanbaugebiet Champagne nach streng festgelegten Regeln angebaut und gekeltert wird. Für Champagner werden fast ausschließlich drei Rebsorten verwendet: Die roten Rebsorten Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Müllerrebe oder Schwarzriesling) sowie die weiße Rebsorte Chardonnay.

Für den Anbau und die Herstellung von Champagner gelten strenge Qualitätsmaß­stäbe: So ist die Pflanzdichte mit 7 000 bis 8 000 Rebstöcken je Hektar wesentlich dichter als in den meisten anderen Weinbaugebieten. Der Höchstertrag ist auf 15 500 Kilogramm Trauben je Hektar begrenzt.

Damit die Trauben keinen Schaden nehmen, müssen sie für den Champagner von Hand gelesen werden – und zwar in die Mannequins, das sind Körbe oder Kleinbehälter, die im Gegensatz zu den deutschen Traubenbütten nicht für die Rückhaltung von Saft gebaut sind.

Die im Wein gelöste Kohlensäure entsteht übrigens während einer zweiten Gärung in der Champagner-Flasche.
 
Prosecco
Prosecco ist die geschützte Herkunftsbezeichnung für italienische Schaumweine („Spumante“), Perlweine („Frizzante“) und Stillweine aus den Provinzen Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Im Unterschied zu französischem Champagner oder deutschen Winzersekten wird der Prosecco oft nicht in der aufwendigeren Flaschengärung, sondern in Tankgärung hergestellt.

Während beim „Prosecco Spumante“ (Schaumwein) die Kohlensäure durch das Gären in Flaschen oder Tanks entsteht, wird sie dem „Prosecco Frizzante“ (Perlwein) durch Anwendung von Druck und Kühlung zugesetzt. Ein einfacher Frizzante gibt die Kohlensäure nach dem Öffnen der Flasche schnell an die Umgebung ab und schmeckt „schal“, während sich die Perlage eines Spumante durch den höheren Kohlensäuregehalt lange im Glas abbildet.

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Direktvermarkter

Frisch, unbehandelt und aus der Region haben es immer mehr Verbraucher am liebsten: Die Nachfrage nach Bio-Produkten steigt und das Bewusstsein für die Herkunft der Waren wächst. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es eine Vielzahl von Direktvermarktern. Die OP stellt sie in dieser Serie vor. 

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