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„Es gab mehr Fragen als Antworten“

25 Jahre nach Tschernobyl „Es gab mehr Fragen als Antworten“

Alexander Müller ist stellvertretender Generaldirektor der Organisation für Landwirtschaft und Ernährung der Vereinten Nationen. Als 1986 der Atom-Reaktor in Tschernobyl havarierte, war er Stadtrat in Marburg.

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Der Grünen-Politiker Alexander Müller war 1986 Stadtrat in Marburg. Im Gespräch mit der OP erzählt er von seinen Erlebnissen nach dem Super-Gau.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Der Grünen-Politiker Alexander Müller war 1986 gerade im ersten Jahr seiner hauptamtlichen Tätigkeit in Marburg, als sich im vermeintlich so fernen Tschernobyl in der Ukraine der Atom-Gau ereignete. „Wir waren sehr überrascht von der Situation, weil wir nur unspezifische Informationen besaßen“, erinnert sich Müller, „ich habe morgens um 7 Uhr mit Rainer Baake telefoniert, um mich mit ihm zu beratschlagen. Der Asta der Philipps-Universität hatte uns mitgeteilt, dass ihr Geigerzähler bei Messungen auf den Tischen den Mensa ausgeschlagen sei.“

Schnell hatten sich der Erste Kreisbeigeordnete und der Marburger Stadtrat darauf verständigt, gemeinsam vorzugehen. „Wir haben versucht, ein Krisenmanagement zu installieren. So etwas gab es bis dato noch nicht.“ Das Netzwerk, über das der Informationsaustausch mit Müller stattfand, bestand zunächst aus den anderen grünen Umweltdezernenten in Hessen. „Wir wussten, wir brauchen allen Sachverstand, um in der Situation angemessen zu reagieren. Das war eine große Herausforderung für uns, aber auch ein wichtige Erfahrung für später.“

von Bodo Ganswindt

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Prinausgabe der OP und bereits am Mittwochabend auf Ihrem iPad.

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