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Studienabbrecher sollten bei Bewerbungen zum Makel stehen

Wer sein Studium abgebrochen hat, würde das bei Bewerbungen oft am liebsten verheimlichen: Zu groß ist die Angst vor einer Absage oder unangenehmen Fragen. Doch der kleine Makel lässt sich auch positiv verkaufen.
Studienabbrecher sollten in Bewerbungen erläutern, welche Kenntnisse sie im Studium gewonnen haben, und ihren Studienabbruch so in ein positives Licht rücken.

Studienabbrecher sollten in Bewerbungen erläutern, welche Kenntnisse sie im Studium gewonnen haben, und ihren Studienabbruch so in ein positives Licht rücken.

© Jens Schierenbeck

München. Wer sein Studium abgebrochen hat, empfindet das oft als Makel im Lebenslauf. Ein Abbruch des Studiums lässt sich aber auch in ein positives Licht rücken. Wie das im Lebenslauf und in Vorstellungsgesprächen gehen kann, erklärt Karriereberater

Walter Feichtner aus München.

Das Wichtigste: Bewerber sollten dazu stehen und den Abbruch nicht verheimlichen, sie sollten es aber auch nicht an prominenter Stelle "herausposaunen", empfiehlt der Experte. "In den Bewerbungsunterlagen sollte der Studienabbruch genannt werden", sagt Feichtner. Einen Grund dafür nennen Bewerber an dieser Stelle aber besser erst mal nicht. Stattdessen können sie auf die Spezialisierungen aus dem Studium und die Themen, mit denen sie sich dort beschäftigt haben, eingehen.

Schließlich hat jemand der studiert hat, dort etwas gelernt - auch wenn er das Studium dann nicht abgeschlossen hat. "Man kann ruhig schon im Anschreiben offensiv darstellen, welche Kenntnisse man sich im Rahmen des Studiums angeeignet hat", sagt der Karriereberater.

So sollten Bewerber - wenn möglich - gezielt den Nutzen hervorheben, den diese Kenntnisse für den jeweiligen Job haben. Wer sich beispielsweise im Bereich Buchhaltung bewirbt, der sollte darauf hinweisen, wenn er an der Uni etwas zu Bilanzen gelernt hat.

Im Vorstellungsgespräch sollten Bewerber den Grund für den Studienabbruch schon von sich aus in ihrer Selbstpräsentation nennen und so provokative Nachfragen vermeiden. "Wer danach eine Ausbildung gemacht hat, kann beispielsweise sagen: "Ich habe gemerkt, dass ich doch eher der Praktiker bin und dass eine Ausbildung besser zu mir passt"", schlägt Feichtner vor. Er meint: Passt der Bewerber aufgrund seines fachlichen und persönlichen Könnens auf die Stelle und sind die Bewerbungsunterlagen gut, ist ein Studienabbruch in der Regel kein entscheidendes Problem.

dpa


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