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Handy und Laptop lenken Studenten in der Vorlesung oft ab

Hochschulen Handy und Laptop lenken Studenten in der Vorlesung oft ab

Statt dem Vortrag zu lauschen, lieber etwas online posten: Viele Studierende lassen sich nur allzu gern von Handy und Laptop ablenken. Das haben Forscher beobachtet.

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Was gibt's Neues auf Facebook? Für viele Studenten ist das interessanter als das, was der Professor gerade erzählt.

Quelle: Jens Kalaene

Saarbrücken. Sie setzten sich in Vorlesungen und guckten den Hochschülern über die Schulter.

Studenten mit Laptop oder Smartphone in der Vorlesung lassen sich durch die Technik oft ablenken. Das zeigt eine Studie der Universität des Saarlands. Statt mit solchen mobilen Geräten etwa Mitschriften anzufertigen, surfen viele eher im Netz.

Die Forscher machten eine teilnehmende Beobachtung. Sie setzten sich in Vorlesungen in Betriebswirtschaft, Erziehungswissenschaft und Informatik hinter Studierende mit mobilen Geräten. Alle 30 Sekunden blickten sie auf deren Bildschirm und notierten, was diese machen. Das Ergebnis: Im Schnitt waren die Studenten in vier von zehn Fällen (gut 40 Prozent) mit Tätigkeiten beschäftigt, die nichts mit der Vorlesung zu tun hatten.

In fast jedem achten Fall (knapp 12 Prozent) waren sie ebenfalls mit vorlesungsfremden Inhalten auf dem Laptop beschäftigt - allerdings nur am Rande. In jedem sechsten Fall (rund 18 Prozent) beschäftigten sie sich mit vorlesungsnahen Inhalten und verfolgten auf dem Computer zum Beispiel die Folien, die zur Vorlesung gehören.

Nutzten Studierende die mobilen Geräte für vorlesungsfremde Zwecke, surften sie am häufigsten im Netz, machten Computerspiele oder tauschten sich in Sozialen Netzwerken wie Facebook aus.

Mobile Geräte aus den Vorlesungen zu verbannen, sei jedoch keine Lösung, sagt Vera Gehlen-Baum, Forscherin an der Universität des Saarlands. "Dozenten sollten die mobilen Geräte aktiver in die Vorlesung einbinden und zum Beispiel ein Quiz machen", rät sie. Dabei startet der Dozent eine Umfrage, und die Zuhörer geben via Smartphone ihre Antwort ein. So bekommt er ein Abbild vom Wissensstand der Studierenden.

dpa

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