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Arbeit

Umschulung zum Erzieher für Arbeitslose nicht immer möglich

In Kindertagesstätten fehlt das Personal. Wer sich umschulen lassen möchte, hat es jedoch nicht leicht. Bevor Arbeitslose auf die Kleinen aufpassen können, sind einige Hürden zu nehmen.
Bundesweit fehlen 120 000 Erzieher, sagt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Foto: Sebastian Kahnert

Bundesweit fehlen 120 000 Erzieher, sagt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Foto: Sebastian Kahnert

Nürnberg. Viele Kitas suchen händeringend nach Erziehern. Mancher Arbeitslose überlegt sich nun, dass er umschulen möchte. "Es ist aber nicht immer ganz leicht, die Umschulung finanziert zu bekommen", sagt Frauke Wille, Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Das Problem sei, dass die Bundesarbeitsagentur nur zweijährige Umschulungen finanzieren dürfe. Die Ausbildung zum Erzieher dauere jedoch häufig länger.

In einigen Bundesländern gibt es jedoch die Möglichkeit, dass das Land einspringt - und die Finanzierung der darüber hinausgehenden Jahre übernimmt. Ob das möglich ist, erfragen Arbeitslose am besten bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter vor Ort, rät Wille.

Haben Arbeitslose die Umschulung abgeschlossen, haben sie vor allem dann eine gute Chance auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie in Vollzeit arbeiten möchten. "Solche Fachkräfte sind wirklich bundesweit sehr gesucht", erklärt Wille. Weniger gut seien die Chancen für Teilzeitkräfte. Es gibt in dem Bereich bereits sehr viele Beschäftigte, die mit reduzierter Stundenanzahl arbeiten. Sie sind als Bewerber deshalb für Arbeitgeber weniger interessant. Das gelte trotz der hohen Nachfrage.

Grundsätzlich sollte sich niemand nur für den Beruf entscheiden, weil dort Personal gesucht wird, sagt Wille. Die Ausbildung sei nicht leicht - es gebe hohe Durchfallquoten bei den Abschlussprüfungen. Später sei das Einstiegsgehalt nicht besonders hoch. Je nach Bundesland und Arbeitgeber könne ein Einsteiger zwischen 1200 und 2200 Euro brutto verdienen. Schreckt Beschäftigte das nicht, haben sie allerdings sehr gute Perspektiven für den Berufseinstieg und auf eine feste Stelle.

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung fehlen in den Kitas für eine hochwertige frühkindliche Bildung rund 120 000 Erzieher.

dpa


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