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Stellenmarkt und Suchmaschine: Relevante Jobangebote finden

Die Jobsuche ist für manchen Bewerber, als sollte er die Stecknadel im Heuhaufen finden. Täglich liest er Dutzende von Stellenausschreibungen. Doch die eine, die zu ihm passt, ist nicht dabei.
Dietmar Leuningerer ist Karriereberater aus Harsum in Niedersachsen.

Dietmar Leuningerer ist Karriereberater aus Harsum in Niedersachsen.

© Dietmar Leuninger

Berlin. Mancher fragt sich nun: Suche ich richtig? Allein im Netz gibt es für Deutschland Hunderte Jobbörsen. Dazu kommen die Stellenmärkte der Zeitungen. Karriereberater erzählen, wie Bewerber sicherstellen, dass sie die für sie relevanten Angebote finden:

 

Zeitungen:Mancher Bewerber ist so auf das Netz fokussiert, dass er den Blick in die Tages- und Wochenzeitung vergisst. Dabei gibt es viele Firmen, die ausschließlich in Zeitungen inserieren, sagt Dietmar Leuninger, Karriereberater aus Harsum in Niedersachsen. So führt bei vielen Stellen kein Weg an der Lokalzeitung vorbei. Andere überregionale Zeitungen sind zum Beispiel für Stellen im Wissenschaftsbereich wichtig.

 

 

Meta-Jobbörsen:Wer im Netz nach Stellenanzeigen sucht, probiert es am besten zunächst mit Meta-Suchmaschinen. Dort lassen sich mit wenigen Klicks gleich mehrere Jobbörsen auf einmal absuchen, sagt Leuninger. Dazu gehören Seiten wie

indeed.de,

kimeta.de oder

opportuno.de. Manche von ihnen durchsuchen nicht nur Jobbörsen, sondern auch Firmenseiten nach Jobangeboten. Auch einen

Überblick über die verschiedenen Jobbörsen gibt es im Netz.

 

 

Branchenspezifische Jobbörsen:Die passendsten Jobangebote finden Bewerber häufig bei Jobbörsen, die sich auf einzelne Branchen spezialisiert haben. So gibt es zum Beispiel mit

hotelcareer.de ein Jobportal, das sich auf Stellenangebote im Hotelbereich konzentriert. Nur an Naturwissenschaftler richtet sich

jobvector.de. Um die für den eigenen Bereich relevanten Jobbörsen herauszubekommen, ist es sinnvoll, sich neben Kollegen beim Branchenverband zu informieren, sagt Jürgen Hesse, Karriereberater aus Berlin. Eine andere Möglichkeit ist, direkt bei Arbeitgebern nachzufragen, wo sie typischerweise inserieren.

 

 

Jobbörse der Arbeitsagentur:Inzwischen gibt es im Netz so viele Jobbörsen von kommerziellen Anbietern, dass das

Angebot der Bundesarbeitsagentur häufig übersehen wird. "Gerade für Jugendliche, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, sollte das aber die Anlaufstelle Nummer eins sein", erklärt Jürgen Zech, Bewerbungsberater aus Köln. Hinzu kommt, dass diese Jobbörse eine lange Tradition hat und es nicht wenige Firmen gibt, die schon immer ausschließlich dort inseriert haben und das auch weiterhin so halten.

 

 

Firmenhomepages durchsuchen:Manche Firmen stellen ihre Gesuche ganz bewusst nicht in Jobbörsen ein, weil sie befürchten, anschließend Hunderte von Bewerbungen sichten zu müssen. Bewerber sollten sich deshalb eine Liste mit Firmen machen, bei denen sie gerne arbeiten würden und deren Seiten sie regelmäßig nach Jobangeboten absurfen. Meta-Suchmaschinen, die darauf spezialisiert sind, Firmen-Homepages zu durchsuchen, sind

jobscanner.de,

yovadis.de oder

jobsuma.de.

 

 

Berufliche soziale Netzwerke:Eine andere Möglichkeit, passende Stellenangebote zu finden, bieten die Jobbörsen von beruflichen sozialen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn. Wer auf Jobsuche ist, hat hier am besten ein aktuelles Profil. Gut ist, sich an fachlichen Diskussionen zu beteiligen, um sich so sichtbar zu machen, rät Karriereberater Dietmar Leuninger. Es gibt durchaus Personaler, die sich dort auf die Suche nach Bewerbern machen, bevor Stellen überhaupt ausgeschrieben werden. Sie werden eher auf Jobsuchende aufmerksam, wenn sie in diesen beruflichen sozialen Netzwerken aktiv sind.

 

 

Headhunter:Wer schon über ein paar Jahre Berufserfahrung verfügt, sollte in Erwägung ziehen, sich an einen Headhunter zu wenden. Die wissen häufig von Stellen, bevor diese ausgeschrieben werden und können den direkten Kontakt zu den Firmen herstellen, sagt Leuninger. Das komme aber erst ab circa dem sechsten Berufsjahr infrage, Anfänger vermitteln sie eher weniger. Für Bewerber kostet der Service in der Regel nichts.

 

 

Bekanntenkreis:Dieser Punkt versteht sich fast von selbst, aber das eigene Netzwerk wird viel zu wenig genutzt. Wichtig ist, dass Jobsuchende im Bekanntenkreis publik machen, dass sie eine neue Stelle suchen. Viele Stellen gehen unter der Hand weg, bevor sie überhaupt ausgeschrieben werden. Im übrigen sollten Bewerber sich nicht verrückt machen: "Alle Angebote zu finden, ist utopisch", sagt Berufsberater Hesse. Wer die Tipps berücksichtigt, stellt aber sicher, dass er zumindest einen Großteil der ausgeschrieben Stellen abgegrast hat.

dpa


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