Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Fast wie eine Kleinstadt - Arbeitsplatz am Flughafen

Arbeit Fast wie eine Kleinstadt - Arbeitsplatz am Flughafen

Ein Flughafen ist wie eine kleine Stadt - mit etlichen verschiedenen Jobs. Manche davon gibt es an vielen Orten, andere nur an einem einzigen Flughafen in Deutschland.

Voriger Artikel
Arbeiten auf Weltreise: Digitale Nomaden kennen kein Büro
Nächster Artikel
Sinnvolle Beschäftigung macht Pendler entspannter

Am Flughafen München werden Jugendliche in 39 Berufen ausgebildet - unter anderem als Fachkräfte für die Gastronomie.

Quelle: Flughafen München/Jan Frommel

Hamburg/Hannover. An den Tag, als der Orkan Xaver über Norddeutschland hinwegfegte, erinnert sich Susanne Döpper genau: "Das war ein absolutes Ausnahmeereignis für uns", sagt die Verkehrsleiterin vom Dienst (VVD) am Flughafen Hamburg. Und einer der Tage, an denen Verkehrsleiter und Team voll gefordert waren. "Wir stellen sicher, dass der Flugbetrieb störungsfrei läuft", erklärt sie.

Das ist ein mühsamer, kleinteiliger Job: "Man muss die Augen überall haben", sagt sie. Die Verkehrsleiter müssen für alle Notfallsituationen gerüstet sein - sei es ein Bombenfund auf dem Rollfeld, ein Streik oder extreme Wetterverhältnisse. "Wir müssen dann die Entscheidungen treffen und alles koordinieren."

Es gibt verschiedene Wege, Verkehrsleiter zu werden: Als Servicekaufmann im Luftverkehr etwa oder über ein Studium mit Schwerpunkt Luftverkehr. Döpper hat zunächst bei einer Airline gearbeitet, war dort Stationsleiterin und hat dann für die Stelle ihr Studium abgebrochen. Für den Job als VVD hat sie alles in Fachseminaren und Fortbildungen gelernt.

Den Job von Susanne Döpper gibt es an jedem der 16 internationalen Flughäfen in Deutschland - doch er ist einer unter vielen. "Ein Flughafen ist wie eine kleine Stadt", sagt Gero Seidler, Geschäftsführer der

Hannover Aviation Ground Services GmbH. Hunderte Firmen sind dort aktiv, von Fluggesellschaften über Dienstleister bis zu Behörden. Dort arbeiten 8800 Frauen und Männer.

 

Im Erdinger Moos vor den Toren Münchens sind mehr als 550 Firmen aktiv, rund 32 250 Menschen waren laut der jüngsten Arbeitsstättenerhebung 2012 an Deutschlands zweitgrößtem Flughafen beschäftigt. "Gut die Hälfte aller Erwerbstätigen arbeitet für die beiden größten Arbeitgeber am Flughafen München, das sind die Lufthansa und der FMG-Konzern, die Betreibergesellschaft", sagt Sprecher Florian Steuer. Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt am Main zählt fast 80 000 Mitarbeiter.

Direkt bei den Fluggesellschaften arbeiten Piloten, Flugbegleiter, das Bodenpersonal. Hinzu kommt die Verwaltung. Neben diesem Backoffice-Bereich sind die technischen Betriebe und das so genannte Vorfeld Orte, an denen Fachkräfte gebraucht werden. Sie sorgen dafür, dass das Gepäck am richtigen Ort landet und die Flugzeuge einwandfrei funktionieren.

"Am Flughafen in München werden junge Leute in 39 verschiedenen Berufen ausgebildet", sagt Steuer. In technischen Berufen wie Fluggerätemechaniker und Mechatroniker, aber auch zu Servicekaufleuten im Luftverkehr oder Kaufleuten für Spedition und Logistikdienstleistung. Am höchsten Punkt des Flughafens haben die Fluglotsen ihre Arbeitsstelle: "Vom Anlassen der Triebwerke bis zu den Start- und Landefreigaben werden alle Flüge vom Tower aus kontrolliert", sagt Michael Fuhrmann, Sprecher der

Deutschen Flugsicherung (DFS) in Düsseldorf.

 

Wichtig in dem Beruf sind Eigenschaften wie Merkfähigkeit, Multitasking, räumliches Denkvermögen und analytische Fähigkeiten. In einem Auswahlverfahren, das maximal fünf Tage dauert, werden die Auszubildenden ausgewählt. "95 Prozent der Bewerber fallen durch."

Fluglotsen tragen große Verantwortung. Das geht vielen anderen Mitarbeitern am Flughafen auch so, sagt Susanne Döpper. "Hier arbeiten die verschiedensten Stellen miteinander zusammen, damit jeder Passagier gut und sicher an sein Ziel kommt."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Mit der OP durch das Gartenjahr

Experten-Tipps von der ersten Saat bis zur letzten Ernte