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Interrail, Visa und Kultur: Neuigkeiten rund ums Reisen

Das musste kommen: Das Interrail-Ticket gilt jetzt auch für die Fahrt im eigenen Land. In Johannesburg macht ein neues Museum zum Thema Völkermord auf. Und in Indien gibt es eine aktuelle Info-Hotline für Touristen. Das gibt es Neues aus der Reisewelt:
Interrail gibt es bereits seit Jahrzehnten. Nun gilt das Ticket auch für Züge im eigenen Land.

Interrail gibt es bereits seit Jahrzehnten. Nun gilt das Ticket auch für Züge im eigenen Land.

© Peter Endig

Interrail-Ticket gilt jetzt auch für Fahrt im eigenen Land

Mit einem Interrail-Ticket müssen Europa-Reisende jetzt keine zusätzliche Fahrkarte bis zur deutschen Grenze mehr kaufen. Denn der Interrail Global Pass gilt nun auch für jeweils eine Bahnfahrt innerhalb des eigenen Landes bis zur Grenze und wieder zurück oder von und zu einem Flughafen. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Bislang mussten Interrailer für die Strecken in Deutschland zusätzliche Fahrkarten kaufen. Den Global Pass gibt es für 5, 7, 10, 15, 22 Tage oder einen Monat für Jugendliche, Erwachsene und Reisende ab 60 Jahren in der 1. und 2. Klasse.

Neues Museum in Johannesburg zum Thema Völkermord

In Johannesburg öffnet im April ein neues Museum, das sich dem Thema Völkermord widmet. Es dokumentiert und erinnert an den Genozid in Ruanda 1994 und an den Holocaust in Europa während der Diktatur der Nazis. Das Haus wird eine Dauerausstellung beherbergen und Raum für Vorträge und öffentliche Events bieten, informiert South African Tourism. Das Johannesburg Holocaust & Genocide Centre (JHGC) wurde im Januar 2008 gegründet und hat das neue Museum in Auftrag gegeben.

Die Schätzungen über die Zahl der ermordeten Juden während des Holocaust reichen von mindestens 5,1 Millionen bis mehr als 6 Millionen. Beim Völkermord in Ruanda wurden bis zu eine Million Menschen, hauptsächlich Angehörige der Tutsi-Volksgruppe, von der Hutu-Mehrheit ermordet.

Neue Info-Hotline für Touristen in Indien

In Indien gibt es für Besucher eine neue Informationshotline. Urlauber werden unter anderem auf Deutsch beraten, erklärt das indische Fremdenverkehrsamt. Das Angebot richte sich etwa an Reisende, die in schwierigen Situationen Hilfe brauchen. Das Projekt wurde vom Ministerium für Tourismus realisiert. Die kostenlose Nummer ist nur aus Indien erreichbar unter der Nummer 18 00 111 363.

Visa on arrival gibt es nicht immer an jeder Grenzstation

Viele Staaten ermöglichen Touristen die Einreise mit einem Visa on arrival. Das Visum muss in diesem Fall nicht vorab bei einer Botschaft oder in einem Konsulat beantragt werden, sondern wird bei der Ankunft am Flughafen oder an der Grenze ausgestellt. Reisende sollten sich aber vorher genau bei den Botschaften ihrer Zielländer informieren, wo Visa on arrival ausgestellt werden. Denn oft ist dies nur an internationalen Flughäfen und bestimmten Grenzübergängen möglich, erklärt das Auswärtige Amt. Das gilt zum Beispiel für Iran oder Kambodscha.

Urlauber brauchen nach Iran-Reise für USA bald ein Visum

Wer in den vergangenen fünf Jahren den Iran bereist hat, muss für eine Urlaubsreise in die

USA bald ein Visum beantragen. Denn Reisende, die nach dem 1. März 2011 den Iran, Irak, Sudan oder Syrien besucht haben, werden vom Visa-Waiver-Programm zur visumfreien Einreise ausgeschlossen. Darauf macht das Auswärtige Amt jetzt in seinem aktualisierten Reisehinweis für die USA aufmerksam. Der US-Kongress hatte die neue Regelung im Dezember beschlossen.

Praktisch bedeutet das: Die betroffenen Reisenden können auch für touristische Zwecke nicht mehr mit einer Esta-Reisegenehmigung in die USA einreisen. Sie müssen ein Visum beantragen. Auch bereits erteilte Esta-Genehmigungen verlieren ihre Gültigkeit, so das Auswärtige Amt. Die Änderungen könnten schon in den nächsten Wochen in Kraft treten.

Iran hat sich bei deutschen Reisenden zu einem Trendziel entwickelt. Beim Studienreiseanbieter Studiosus zum Beispiel verzeichnet das Land seit einiger Zeit starke Buchungszuwächse.

dpa


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