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Studiosus-Chef: Interesse an islamischer Kultur ungebrochen

Tourismus Studiosus-Chef: Interesse an islamischer Kultur ungebrochen

Der arabische Raum ist so unsicher wie seit Jahren nicht mehr. Doch deutsche Urlauber interessieren sich weiter stark für die islamische Kultur, sagt Studiosus-Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch.

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Peter-Mario Kubsch ist Geschäftsführer beim Reiseveranstalter Studiosus.

Quelle: Studiosus

Berlin. Marokko und der Persische Golf werden als Ziele für Studienreisen immer beliebter. Das liegt vor allem an mangelnden Alternativen in der Region. Aber nicht nur, sagt Peter-Mario Kubsch, Geschäftsführer von Studiosus. Im Interview spricht er über den Islam, IS und Ebola.

 

Warum werden Marokko, Oman und die Emirate so stark nachgefragt?

 

 

 

Kubsch: Die bereisbaren Zielgebiete im arabischen Raum sind deutlich weniger geworden. Reisen nach Syrien können wir nicht mehr anbieten. Und Kulturreisen nach Ägypten sind durch die Unsicherheit über die innenpolitische Lage in Kairo derzeit zum Erliegen gekommen. Deshalb konzentriert sich die Nachfrage auf Marokko und die Länder am Persischen Golf.

 

 

Der Boom ist also vor allem eine Reaktion auf die Krisen im arabischen Raum?

 

 

Kubsch: Auf jeden Fall. Aber nicht nur: Die starke Nachfrage zeigt uns auch, dass das generelle Interesse am Islam und der arabischen Kultur ungebrochen ist.

 

 

Wie stark gefährden die Terrorwarnungen vor der

IS

, die es für zahlreiche Studienreisen-Länder gibt, den Aufschwung?

 

 

Kubsch: Wir gehen nicht von einer starken zusätzlichen Gefährdung aus. In den letzten Jahren sind natürlich vereinzelt Touristen entführt worden. Aber das galt vor allem für die Sahara-Regionen, von denen sämtliche Außenministerien abgeraten haben. Die Gefahr einer Entführung ist in Kairo oder Marrakesch für eine Reisegruppe denkbar klein.

 

 

Gibt es denn verängstigte Nachfragen von Kunden?

 

 

Kubsch: Wir sehen schon eine zunehmende Sensibilität für das Thema, vor allem durch die mediale Berichterstattung. Manche befürchten, dass der IS-Terror exportiert wird. Aber ich glaube, unsere Kunden differenzieren schon, wo es bisher sicher war und wo nicht.

 

 

Wie stark könnte die Ebola-Epidemie den Tourismus in Afrika negativ beeinflussen?

 

 

Kubsch: Es ist nicht auszuschließen, dass die Epidemie die Reisenachfrage verändert. Das wird sehr stark davon abhängen, wie die Situation am Ende des Jahres aussieht. Aber eine gewisse Verunsicherung ist da, dass sich die Epidemie über Flugverbindungen ausbreitet.

dpa

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