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Unfälle

Nach Flugzeugabsturz in Ägypten: Briten stoppen Flüge

Großbritannien spricht von einer Vorsichtsmaßnahme, doch die hat es in sich: Wenige Tage nach dem Absturz eines russischen Flugzeugs in Ägypten stoppen die Briten vorerst Flüge aus Scharm el Scheich.
Nach dem Flugzeugabsturz in Ägypten lässt Großbritannien seine Flugzeuge am Boden. Außerdem rät die Regierung von Reisen nach Scharm el Scheich ab.

Nach dem Flugzeugabsturz in Ägypten lässt Großbritannien seine Flugzeuge am Boden. Außerdem rät die Regierung von Reisen nach Scharm el Scheich ab.

© Tobias Hase

Kairo. Nach dem Absturz einer russischen Passagiermaschine hat Großbritannien aus Sorge vor Anschlägen den Start von Flugzeugen im ägyptischen Scharm el Scheich gestoppt. Außerdem rät die britische Regierung von Flugreisen in die Region ab.

Nachdem es nun mehr Informationen gebe, "machen wir uns Sorgen, dass das Flugzeug durchaus durch einen Sprengkörper zum Absturz gebracht worden sein kann", teilte die Regierung in London mit. Britische Urlauber können voraussichtlich am Freitag (6. November) heimfliegen. Es würden kurzfristige Sicherheitsmaßnehmen am Flughafen organisiert, sagte der britische Außenminister Philip Hammond der BBC. Dazu gehöre, dass alles, was in die Maschinen gelange, durchleuchtet werde und die Flugzeuge selbst genau überprüft würden.

Außenminister Philip Hammond warnte vor Flugreisen nach oder über Scharm el Scheich in Ägypten. Es werde von allen Reisen an den Flughafen des Ferienorts am Roten Meer abgeraten, die nicht notwendig seien. Es würden vorerst keine Flüge von Großbritannien nach Scharm el Scheich starten.

Auch Irland ließ vorerst keine Flugzeuge mehr von und nach Scharm el Scheich fliegen.

Die Fluggesellschaften Easyjet, Thomson Airways, Thomas Cook und British Airways haben nach eigenen Angaben ihre Flüge zu dem Flughafen gestrichen oder aufgeschoben.

Niederländische Fluggesellschaften fliegen zunächst bis Sonntag (8. November) nicht mehr in die ägyptische Urlaubsregion. Auch das niederländische Außenministerium riet bis auf Weiteres von Flugreisen nach Scharm el Scheich ab.

Aus Deutschland wurden bisher keine Einschränkungen des Luftverkehrs bekannt.

Nach dem Start in Scharm el Scheich war am Samstag (31. Oktober) der Airbus A321 der sibirischen Firma Kolavia über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. 224 Menschen kamen ums Leben. Die Unglücksursache war bisher unklar. Es ist das schwerste Unglück in der Geschichte der russischen Luftfahrt.

dpa


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