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Teppich auf alte Dielen: Den Untergrund richtig vorbereiten

Viele schätzen alte Dielen. Soll es aber doch lieber ein Teppich oder Linoleumboden sein, lässt sich auch ein leicht unebener Holzboden damit belegen. Für glatte Flächen sorgt etwa ein Fließspachtel.
Auch auf unebene alte Dielenböden lässt sich Teppich oder Linoleum verlegen. Der Heimwerker sollte die Dielen aber vorab gut von Farb- und Kleberresten reinigen und zum Ebnen anschließend am besten einen Fließspachtel verwenden.

Auch auf unebene alte Dielenböden lässt sich Teppich oder Linoleum verlegen. Der Heimwerker sollte die Dielen aber vorab gut von Farb- und Kleberresten reinigen und zum Ebnen anschließend am besten einen Fließspachtel verwenden.

© Ralf Hirschberger

Berlin (dpa/tmn) - Alte Holzböden können Untergrund für einen neuen Teppich oder Linoleumbelag sein. "Doch dafür sind umfängliche Vorbereitungen zu treffen, die nicht unterschätzt werden sollten", sagt Peter Birkholz, Ratgeberautor der Stiftung Warentest in Berlin.

Oft ist das Holz nämlich krumm und schief. "Lässt man die Dielenbretter gänzlich unbehandelt, werden sich deren Unebenheiten als sichtbare Struktur unter dem neuen Belag abzeichnen."

Ebnen lassen sich die Dielenböden mit einem Fließspachtel. "Vorher jedoch müssen alle losen Farbanstriche und Reste von Kleber beseitigt sowie federnde Dielenbretter festgeschraubt werden", erklärt Birkholz.

Damit der Fließspachtel später nicht durch die Ritzen davonläuft, müssen sämtliche Fugen verschlossen werden. Birkholz empfiehlt dafür eine dauerelastische Fugenmasse. "Ein fest aushärtender Spachtel würde die Dielenbretter daran hindern, sich bei wechselnder Luftfeuchtigkeit und Temperatur ausdehnen zu können", erklärt der Heimwerker-Experte. Aufwerfungen wären die Folge. Zur Längs- und Querdehnung benötigen die Dielen darüber hinaus einige Millimeter Abstand zur Wand, ein elastischer Randstreifen aus Schaumstoff eignet sich hier als Barriere.

"Beim Kauf eines geeigneten Fließspachtels sollte man sich genau darüber informieren, ob er für Holzfußböden geeignet ist", rät der Fachbuchautor. Vor dem Anrühren sollte der Heimwerker ungefähr berechnen, wie viel Masse er benötigt. Dafür legt er eine Richtschiene auf den Boden und schätzt ab, welche Vertiefungen aufzufüllen sind. Pro Quadratmeter Fläche mit einem Millimeter Höhe benötigt man einen Liter gebrauchsfertigen Spachtel.

"Zum Ausbringen wird die Masse einfach gegossen und mit einer Glättkelle verteilt", erklärt Birkholz. Der sehr dünnflüssige Fließspachtel verteilt sich selbst so, dass Unebenheiten verschwinden. Er wird innerhalb weniger Stunden fest. "Man arbeitet von der Fensterseite ausgehend rückwärts bis zur Tür", rät der Experte. Ist alles fest und durchgetrocknet, kann der Heimwerker die Randstreifen vorsichtig wieder entfernen.

"Der Untergrund wäre jetzt perfekt für das Verlegen des neuen Belages vorbereitet - falls man sich angesichts des Aufwandes nicht doch noch für ein Abschleifen des Dielenbodens entschieden hat", sagt Birkholz. Zusätzlich zu dieser Arbeit muss der Heimwerker noch bedenken: "Der neue Fußbodenbelag wird später ein wenig höher sein als der alte, weshalb damit gerechnet werden muss, dass auch Änderungen an der Tür erforderlich werden."

dpa


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