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Regelmäßiger Wasseraustausch schützt vor Legionellen

Steht warmes Wasser über lange Zeit im Trinkwasserspeicher eines Hauses, können sich darin Legionellen bilden. Diese lösen die gefährliche Legionärskrankheit aus. Daher gibt es Vorgaben zum Umgang mit Trinkwasser.
Wird das Trinkwasser im Speicher nicht regelmäßig ausgetauscht, können Legionellen auftreten - vor allem wenn die Wassertemperatur zwischen 25 und 45 Grad liegt.

Wird das Trinkwasser im Speicher nicht regelmäßig ausgetauscht, können Legionellen auftreten - vor allem wenn die Wassertemperatur zwischen 25 und 45 Grad liegt.

© Lukas Schulze

Berlin. Das Trinkwasser im Speicher von Ein- oder Zweifamilienhäusern mit Wärmepumpe muss spätestens alle drei Tage vollständig ausgetauscht sein. Sonst besteht die Gefahr, dass sich für die Gesundheit gefährliche Legionellen bilden. Darauf weist der Bauherren-Schutzbund in Berlin hin.

Die Stäbchenbakterien lieben Wassertemperaturen zwischen 25 und 45 Grad. Sie können gut wachsen, wenn so warmes Wasser eine Zeit lang in Leitungen, im Wasserboiler oder sonstigen Speichern unbenutzt steht. Die Bakterien werden dann, zum Beispiel mit dem Sprühnebel der Dusche, eingeatmet und können die Legionärskrankheit auslösen. Ab 60 Grad sind Legionellen nicht mehr lebensfähig.

Daher gilt, dass solche Trinkwasserspeicher an der Austrittsstelle des Warmwassers eigentlich dauerhaft eine Wassertemperatur von mindestens 60 Grad aufweisen müssen. Ausgenommen sind aber die Speicher in Ein- und Zweifamilienhäusern, die von Wärmepumpen-Systemen versorgt werden. Hier liegt die vorgeschriebene Mindesttemperatur bei 50 Grad. Zusätzlich muss aber für den regelmäßigen Austausch des Speichervolumens gesorgt sein. Das gelingt durch eine fachgerechte Planung und Installation des Rohrnetzes, erklärt der Bauherren-Schutzbund. Und die Größe des Speichers muss genau auf den Bedarf des Haushaltes ausgelegt sein.

In vielen größeren Wohnhäusern ist auch eine regelmäßige Legionellenprüfung Plicht. So müssen etwa Häuser mit zentraler Warmwasseranlage mit einem Speichervolumen von mehr als 400 Liter getestet werden. Eine Ausnahme gibt es aber auch hier für Ein- und Zweifamilienhäuser, sie sind von der Untersuchungspflicht befreit. Der BSB rät aber Hausbesitzern, dies einmal jährlich vom Fachmann durchführen zu lassen.

dpa


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