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Fälschung erkennen: Originale Möbelklassiker oft mit Etikett

Vorsicht beim Möbelkauf: Das Schnäppchen ist vermutlich doch kein Schnäppchen. Häufig handelt es sich bei Klassikern nicht um Originale, sondern um stilchechte Kopien oder das altbewährte Möbelstück wurde zur Vorlage für ein neues Modell genommen.
Den Votteler Chair von Designer Arno Votteler aus dem Jahr 1956 gehört zu den Möbelklassikern. Aufpassen müssen Verbraucher auf Originalzertifikat, damit sie bei einem vermeintlichen Schnäppchen nicht auf eine Kopie oder Ähnliches hereinfallen.

Den Votteler Chair von Designer Arno Votteler aus dem Jahr 1956 gehört zu den Möbelklassikern. Aufpassen müssen Verbraucher auf Originalzertifikat, damit sie bei einem vermeintlichen Schnäppchen nicht auf eine Kopie oder Ähnliches hereinfallen.

© Walter Knoll

Hamburg. Reproduktion, Redesign oder "inspired by" - bei solchen Beschreibungen von vermeintlichen Klassikern sollte man beim Möbelkauf skeptisch werden. Dann handelt es sich nicht um Originale. Diese Stücke wurden nur den Originalen nachempfunden oder die Entwürfe neu aufgelegt.

Echte Vintagestücke großer Möbeldesigner tragen auch oft Prägungen eines lizenzierten Händlers, haben ein entsprechendes Etikett oder gar ein Authentizitätszertifikat, erklären die Einrichtungsexperten der Zeitschrift "Schöner Wohnen" (Ausgabe Mai 2016). Damit stellen die Firmen klar, dass sie die Erlaubnis des Designers oder Rechteinhabers haben, die Klassiker zu produzieren. Mit diesem Wissen lassen sich auch vermeintliche Schnäppchen einfacher als Fälschung entlarven: Ein Original wird kaum für weniger als die Hälfte des Preises des Lizenzherstellers auf dem Markt zu finden sein.

Aufpassen sollten Kaufinteressenten vor allem bei Webshops mit Firmensitz in Großbritannien, raten die Experten. Denn anders als in Deutschland werden dort Designobjekte nicht als "Werke der angewendeten Kunst" urheberrechtlich geschützt. Viele Kopisten arbeiteten daher auf der Insel.

dpa


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