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Kein Samba für den Brasilianer: Der VW Fox im Check

Ein echter Volkswagen sollte der VW Fox sein. In Brasilien gebaut, trat er ab 2005 auch hierzulande die Nachfolge des Lupo an. Doch so richtig Fuß fassen konnte der Kleinstwagen nicht.
Kleines Sorgenkind: Der VW Fox fällt bei der Hauptuntersuchung recht häufig unangenehm auf.

Kleines Sorgenkind: Der VW Fox fällt bei der Hauptuntersuchung recht häufig unangenehm auf.

© Volkswagen

Berlin. Dabei hatte er Qualitäten: Unter anderem viel Platz auf relativ wenig Fläche und einen günstigen Einstiegspreis. Gebrauchte Fox machen allerdings relativ häufig Ärger und sollten entsprechend genau von Interessenten unter die Lupe genommen werden.

Laut "TÜV Report 2015" lassen sich nur zwei Bereiche ausmachen, in denen der Fox bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) besser abschneidet als der Durchschnitt. So sei die Lenkung solide. Ölverlust an Motor und Getriebe kommen ebenfalls nur selten vor. Achsaufhängung, Federn und Dämpfer, Antriebswellen - all diese Bauteile fallen oft negativ auf. Auch Bremsen und Beleuchtung beurteilt der "TÜV Report" als nicht sehr solide. Gleiches gilt für die Auspuffanlage.

Aus Sicht des ADAC steht es nicht ganz so schlecht um den kleinen Fox. Die Helfer bescheinigen ihm eine durchschnittliche Anfälligkeit für Pannen. Problemschwerpunkte sehen sie bei den hinteren Bremsen, die bei den Baujahren 2006 bis 2007 öfter festgehen, und bei den Zündspulen, die bei den Benzinern bis 2006 Ärger machen. Ebenfalls auffällig sind die Wischermotoren bis zum Baujahr 2007.

Eigentlich war der Fox für Schwellenländer entwickelt worden. Günstige Basismobilität war die Idee, die dem Kleinstwagen zugrunde lag. Mit einem Kofferraumvolumen von 260 Litern bei nur 3,83 Metern Länge, einer komfortablen Federung und günstigen Basispreisen sollte er Kunden locken, denen der Polo schon zu groß war. Allerdings kostete schon der Schleuderschutz ESP Aufpreis und auch für Seitenairbags musste man extra zahlen. Gut ausgestattet war der Fox dann plötzlich gar kein Schnäppchen mehr.

Das Motorenangebot des Fox entspricht durchaus der Idee der Basismobilität und war nicht besonders umfangreich. Bei 40 kW/55 PS aus einem 1,2 Liter kleinen Benziner geht es los. Mit dem Baujahr 2010 stieg dessen Leistung auf 44 kW/60 PS. Stärkster Benziner ist ein 1,4-Liter-Motor mit 55 kW/75 PS. Mit dem Fox 1.4 TDI findet sich auch ein Diesel im Angebot, der 51 kW/70 PS leistet.

Die Preise für Gebrauchtwagen starten laut Schwacke bei rund 2900 Euro für einen Fox 1.2 von 2005. Der hat dann rund 96 750 Kilometer auf dem Tacho. Ein besser ausgestatteter und etwas kräftigerer Fox 1.2 Style von 2010 ist für etwa 5500 Euro zu haben (51 750 Kilometer). Den "großen" Benziner in einem Fox 1.4 von 2005 bekommt man für circa 3400 Euro (96 750 Kilometer) und für den Fox 1.4 Style von 2010 (51 750 Kilometer) zahlt man 6050 Euro.

Diesel-Freunde müssen für einen Fox 1.4 TDI von 2005 mit rund 2950 Euro kalkulieren. Der ist dann schon 157 300 Kilometer gelaufen. Der Fox 1.4 TDI Refresh ist laut Schwacke als 2008er ab etwa 4500 Euro zu haben (110 500 Kilometer), den 1.4 TDI Style listen die Marktbeobachter mit rund 5650 Euro, wenn er von 2010 stammt (79 300 Kilometer).

dpa


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