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Was Autofahrer bei Schnee und Eis beachten müssen

Verkehr Was Autofahrer bei Schnee und Eis beachten müssen

Beim Anfahren drehen die Räder durch, beim Bremsen blockieren sie: Auf glatten Straßen rutschen Autos manchmal mehr als sie fahren. Autofahrer müssen ihren Fahrstil derzeit entsprechend anpassen.

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Das Schneeflockensymbol zeigt es an: Auf dieser Straße droht Schnee- oder Eisglätte. Autofahrer sollten dort besonders vorsichtig fahren.

Quelle: Uwe Anspach

München. Das Winterwetter kann Straßen vielerorts in gefährliche Rutschbahnen verwandeln. Das gilt nicht erst, wenn das Thermometer unter null Grad fällt. Schon bei zwei bis drei Grad über dem Gefrierpunkt kann die Fahrbahn glatt sein, insbesondere auf Brücken und in Waldschneisen, warnt der ADAC.

Wer nicht sicher ist, ob die Straße glatt ist, kann an einer ungefährlichen Stelle leicht bremsen und vorsichtig hin und her lenken, sagt Diana Sprung vom ADAC. "So kann man schauen, wie sich das Auto verhält." Bei diesen Manövern sollten allerdings kein anderen Fahrzeuge oder Hindernisse wie Bäume in der Nähe sein. Ist die Straße rutschig, sollten Autofahrer ihre Fahrweise entsprechend anpassen - und zwar so:

Tempo: Der Bremsweg verlängert sich bei glatter Fahrbahn trotz ABS, ESP und Winterreifen enorm. Deshalb müssen Autofahrer langsamer und vorausschauender fahren - "das ist das Wichtigste", sagt Sprung.

Bremsen: Bei Glätte kann ein starker Tritt auf die Bremse das Auto ausbrechen lassen. Deshalb gilt: sanft bremsen. Bricht der Wagen trotzdem aus oder untersteuert er in einer Kurve, gilt es kurz und kräftig zu bremsen und gefühlvoll gegenzulenken, rät Johannes Boos vom ADAC. Damit wird das Auto etwas langsamer - und das reiche häufig schon, um es wieder unter Kontrolle zu bringen. Kommt das Fahrzeug allerdings trotz jenes sogenannten Bremsschlags nicht mehr in die Spur, dann bleibt die Vollbremsung als letzte Option.

Kuppeln: Viele Autofahrer nutzten die Motorbremse, um ihr Auto ein wenig abzubremsen. Auf rutschiger Straße lassen sie aber das besser sein. "Die plötzlichen Drehzahlsprünge können die Räder blockieren lassen", erklärt Sprung. Dann rutscht das Auto unkontrolliert.

Anfahren: Es kommt vor, dass die Reifen beim Anfahren keinen Grip bekommen und durchdrehen. Damit das Auto vom Fleck kommt, kann es helfen, im zweiten Gang anzufahren. Niedrige Motordrehzahlen lassen die Räder bei Eis und Schnee allgemein weniger durchdrehen. Es gilt also die Devise: früh hochschalten.

Sicht: Vor der Fahrt sollte das gesamte Auto von Schnee und Eis befreit werden. "Ein kleines Guckloch in der Frontscheibe reicht nicht", stellt Sprung klar. Neben Unfällen riskieren Autofahrer mit so einem Gucklock auch ein Bußgeld von 10 Euro. Sind sie mit Schnee auf dem Dach unterwegs, können sogar 25 Euro fällig werden.

dpa

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