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Sekt und Selters: Reisemobil-Trends auf dem Caravan Salon

Kompakt und günstig sollen Freizeitfahrzeuge sein - das gilt für Reisemobile genauso wie für Wohnanhänger. Beim Düsseldorfer Caravan Salon stellt die Branche ihre neuen Modelle vor.
Einsteigermodell von Dethleffs: Der «c'go» zählt zu den vergleichsweise günstigen Wohnwagen am Markt.

Einsteigermodell von Dethleffs: Der «c'go» zählt zu den vergleichsweise günstigen Wohnwagen am Markt.

© Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann

Düsseldorf. Vom luxuriösen Reisemobil für rund 1,5 Millionen Euro bis hin zum Mini-Wohnwagen für um die 7500 Euro reicht die Palette: Beim

Caravan Salon in Düsseldorf (30. August bis 7. September) zeigt sich die neue Generation von Caravans und Reisemobilen mit großer Spannbreite. Auf 190 000 Quadratmetern in elf Hallen und auf dem Freigelände sind rund 1900 Freizeitfahrzeuge ausgestellt.

 

Zuwächse könne die Branche derzeit vor allem bei Fahrzeugen im unteren Preisbereich verzeichnen, berichtete Klaus Förtsch, Präsident des Caravaning Industrie Verbands (CIVD), bei der Messeeröffnung. Auch das Luxussegment sei weiter stabil. Eher "schwächelnd" sei dagegen das preisliche Mittelfeld.

Vorn in der Käufergunst liegen weiter die Kompaktmodelle. "Sowohl bei den Reisemobilen als auch bei den Caravans geht der Trend nach wie vor zu kompakten Fahrzeugen", erklärt Förtsch. Bei den Reisemobilen machten kompakte Modelle wie Kastenwagenausbauten und Campingbusse bereits rund ein Drittel der Zulassungen aus. Die neue Generation der Reisemobile sei zunehmend mit Assistenzsystemen wie Kollisions- oder Totwinkelwarnern und Spurhalteassistenten ausgestattet, die der Sicherheit dienten.

Bei der neuen Generation von Caravans sorgten dagegen etwa gewichtssparende Materialien für geringere Ansprüche an die Leitungsfähigkeit des Zugfahrzeugs. Und auch hier geht laut dem CIVD-Präsidenten der Trend zu kompakten Einsteigermodellen.

Zu Preisen ab rund 7500 Euro stehen auf der Messe zum Beispiel Mini-Wohnwagen des polnischen Herstellers Pino. Knaus Tabbert bietet den kleinen Wohnwagen T@b für knapp 8000 Euro an, die Variante Woody mit auffälligem Holzimitat auf der Außenhülle gibt es ab rund 8800 Euro. Der Grundpreis für das Einsteigermodell "c'go" von Dethleffs liegt dagegen bei etwa 11 900 Euro.

Eine Mischung aus Caravan und Boot hat die Firma Sealander im Programm. Der mindestens 17 990 Euro teure Schwimm-Caravan kann sowohl an Land als auch im Wasser genutzt werden. Für die Fahrt auf Binnenseen oder küstennahen Gewässern muss nur ein Außenbordmotor angehängt werden. Bei allzu stürmischem Wetter empfiehlt der Hersteller jedoch den Abbruch der Fahrt.

Bei den Reisemobilen setzt etwa Bürstner auf teilintegrierte Modelle mit kompakten Ausmaßen. Dabei werden Fahrzeuge mit einer Länge ab 5,70 Meter angeboten, erklärte Firmensprecher Wilfried Leupolz. So sei etwa die Nexxo-Baureihe zu einem Basispreis ab etwa 51 990 Euro zu haben.

Auf Luxus setzt dagegen der Hersteller Variomobil, der auf dem Caravan Salon seine Modellreihe Vario Perfect zu Preisen ab etwa 560 000 Euro anpreist. Für ein komfortables Raumgefühl sorge etwa eine Deckenhöhe von 2,25 Metern, sagte Frank Mix, der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens. Möglich sei auch das Ausfahren von Erkern etwa für die Küche oder den Schlafraum.

Bei Farbe und Ausstattung setzen die Käufer von Freizeitmobilen immer noch auf gedeckte Farben und eine gediegene Inneneinrichtung. "Es bleibt dezent", stellte Mix fest. Während vor einiger Zeit bei den Außenfarben noch Silber im Trend gewesen sei, entschieden sich viele Käufer nun etwa für gedeckte Braun-, Beige- oder Grautöne. Auch bei Bürstner sei ein orangefarbenes Modell laut Sprecher Leupolz ein einmaliges Experiment geblieben.

dpa


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