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Neue Software reicht für viele VW-Diesel nicht

Hunderttausende VW-Besitzer erhalten bald Post. Denn bei 540 000 Fahrzeugen dürfte ein Software-Update allein das Abgas-Problem nicht beheben. Begleitet von Protesten haben sich Konzernchef und Betriebsrat nach einem Streit wieder zusammengerauft.
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig nimmt auch die frisierten Angaben beim CO2-Ausstoß von Volkswagen-Fahrzeugen zum Anlass für neue Untersuchungen.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig nimmt auch die frisierten Angaben beim CO2-Ausstoß von Volkswagen-Fahrzeugen zum Anlass für neue Untersuchungen.

© Julian Stratenschulte

Wolfsburg. VW wird bei über einer halben Million Diesel-Fahrzeugen die Abgas-Manipulationen nicht allein mit einem einfachen Software-Update abstellen können. Das Kraftfahrt-Bundesamt gehe davon aus, dass bei rund 540 000 Autos größere technische Änderungen durchgeführt werden müssten.

Details wurden zunächst nicht bekannt. Die Bedingungen für Änderungen an der Hardware - dazu könnten etwa Eingriffe am Motor und am Katalysator zählen - sollen die betroffenen Kunden von VW erfahren.

Hintergrund ist der vom KBA angeordnete verbindliche Rückruf für insgesamt 2,4 Millionen Wagen, der Anfang 2016 beginnen soll. Dabei geht es um verschiedene Motoren- und Fahrzeugmodelle. Um welche es sich bei den rund 540 000 Autos mit größerem Nachrüstbedarf genau handelt, war zunächst nicht bekannt. VW hatte schon mitgeteilt, dass für Wagen mit 2,0 Litern Hubraum reine Software-Lösungen ausreichen sollen. Bei anderen Modellen seien darüber hinaus Anpassungen in der Motortechnik nötig - also Änderungen nicht nur an der Programmierung.

Nach dpa-Informationen sind europaweit rund drei Millionen Fahrzeuge mit dem betroffenen 1,6-Liter-Diesel unterwegs. Die größere Variante mit 2,0 Litern Hubraum kommt auf etwa 4,6 Millionen Fahrzeuge, 340 000 haben den kleinen Motor mit 1,2 Litern. Zusätzlich zu diesen insgesamt rund acht Millionen Wagen mit Euro-5-Norm ruft VW freiwillig 500 000 Diesel zurück, die nur Euro 3 und Euro 4 erfüllen.

Mitte Oktober hatte das KBA Volkswagen zu der zunächst als freiwillig geplanten Rückrufaktion verpflichtet. Laut Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) dürfte sie sich bis zum Jahresende 2016 hinziehen.

Um das Vertrauen bei Kunden in den USA zurück zu gewinnen, will VW den dortigen Ärger mit Gutscheinen lindern. Besitzer von Dieselautos der Kernmarke sollten als Wiedergutmachung Prepaid-Karten im Wert von 1000 Dollar (930 Euro) bekommen sowie einen kostenlosen Pannenservice für drei Jahre, heißt es in einem Schreiben, welches dpa vorlag.

Demnach müssen die Kunden im Gegenzug für die Geldzahlung auch nicht auf ihr Klagerecht verzichten. Für die ebenfalls betroffenen Wagen der Tochter Audi soll am 13. November ein ähnliches Programm kommen. Als Reaktion auf die Gutschein-Aktion in den USA forderten Verbraucherschützer eine ähnliche Regelung für deutsche Kunden.

Seit Mitte September ist Europas größter Autobauer in der schwersten Krise der Unternehmensgeschichte. Den Wolfsburgern drohen wegen der Manipulationen Milliardenkosten und strafrechtliche Ermittlungen.

Der Skandal hatte sich in der vorigen Woche noch ausgeweitet: VW teilte mit, dass es auch beim Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) "Unregelmäßigkeiten" gab. Bisher legte Europas größter Autokonzern 6,7 Milliarden Euro für das Stickoxid-Problem zurück. Die "wirtschaftlichen Risiken" des hinzugekommenen CO2-Problems wurden zunächst auf weitere 2 Milliarden Euro geschätzt.

dpa


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