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Nachgeben hilft: Fingierte Unfälle vermeiden

Autoreparaturen sind oft teuer. Betrüger verwickeln daher ihr beschädigtes Fahrzeug absichtlich in Unfälle, um von der Versicherung Geld zu kassieren. Autofahrer können solchen Tricks jedoch auf die Schliche kommen.
Volle Absicht? Kriminelle nutzen manchmal einen Spurwechsel aus, um einen Unfall zu provozierten.

Volle Absicht? Kriminelle nutzen manchmal einen Spurwechsel aus, um einen Unfall zu provozierten.

© Robert Schlesinger

Frankfurt/Main. Eine rücksichtsvolle Fahrweise kann Autofahrern helfen, betrügerisch herbeigeführte Unfälle zu vermeiden. Darauf weist der Automobilclub von Deutschland (AvD) hin. Denn rund die Hälfte solcher Unfälle kündigt sich an.

Vorfahrt gewähren und nachgeben, laute deshalb die Devise - vor allem wenn die anderen sehr bestimmt und stur fahren. Als ein Beispiel nennt der Club den toten Winkel, in dem die Trickser bewusst ausharren, um beim Spurwechsel einen Zusammenstoß herbeizuführen. Ebenso typisch: Rechts-vor-Links an unübersichtlichen Stellen, etwa in Wohngebieten. "Wo eigentlich gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich wäre, erzwingen sie ihre Vorfahrt", sagt Herbert Engelmohr vom AvD.

Andere provozieren Auffahrunfälle, etwa beim Einfädeln zur Autobahn. Sie bremsen scharf, wenn der Hintermann gerade selbst in den Rückspiegel schaut. Lautstarke Zeugen könnten ebenso Indizien sein wie etwa Autos mit Vorschäden oder sehr teure Modelle. Doch der AvD mahnt: Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) sind die Täter häufig im Recht: "Wer ein ungutes Gefühl hat, sollte Beweisfotos und möglichst viele Notizen machen", rät Engelmohr, "und die Versicherung von seinen Zweifeln in Kenntnis setzen."

dpa


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