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Im Tunnel unterwegs - So verhalten sich Autofahrer richtig

Verkehr Im Tunnel unterwegs - So verhalten sich Autofahrer richtig

Im Tunnel gelten für Autofahrer besondere Verhaltensregeln. Dazu gehören vor allem für den Pannen- oder Notfall. Zum Absetzen eines Notrufes sollten Betroffene das Handy in der Tasche lassen.

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Im Tunnel gelten besondere Verhaltensregeln für Autofahrer.

Quelle: Carsten Rehder

Köln. Bei Stau im Tunnel müssen Autofahrer den Motor abstellen. "Dies ist wichtig, um eine unnötige Schadstoffkonzentration zu verhindern", sagte Michael Kirsch, Sachverständiger für Lüftungs- und Entrauchungsanlagen beim TÜV Rheinland. Normalerweise entlüfteten sich Tunnel durch den Fahrtwind des fließenden Verkehrs selbst. Dies funktioniere bei Stillstand in der Röhre aber nicht automatisch. Zwar schalte sich die Tunnellüftung ein, sobald etwa Grenzwerte für den Kohlenmonoxid-Gehalt der Luft überschritten werden. Dennoch sollten im Tunnel keine unnötigen Abgase erzeugt werden.

Daneben gibt es weitere Regeln für Fahrten durch die Röhre. So sollte am Autoradio immer der Verkehrsfunk eingeschaltet sein. "Sollte es im Tunnel bei Störungen Durchsagen über die Tunnellautsprecher geben, werden diese über Funk auch direkt ins Auto übertragen", sagte der TÜV-Experte.

Bei einer Panne sollten Autofahrer das Fahrzeug möglichst aus dem Tunnel heraus fahren und erst dann den Standstreifen oder die nächste Haltebucht ansteuern. Ist das nicht möglich, wird das Auto soweit rechts wie möglich am Fahrbahnrand oder in einer Nische abgestellt, der Zündschlüssel sollte stecken bleiben und der Notruf statt über das Handy über das Notrufsystem in der nächsten SOS-Nische abgesetzt werden.

So erkenne das Personal der Tunnelwarte automatisch den Standort und könne schnell reagieren, so Kirsch. "Wenn Sie den Druckknopfmelder im Tunnel betätigen, statt das Handy zu nutzen, wird außerdem der Tunnel für den Verkehr gesperrt." Zugleich werde die Videoüberwachung für den betreffenden Streckenabschnitt aktiviert. Auf diese Weise könne die Betriebsleitzentrale gezielt Maßnahmen ergreifen und Anweisungen über die Tunnellautsprecher geben. Notruf-Melder gebe es in der Regel alle 50 Meter. Bei jedem Verlassen das Autos gilt: Warnwesten anlegen.

Im Falle eines Brandes im Autotunnel gelten je nach dessen Größe unterschiedliche Regeln: Kleine Brände könnten mit einem Feuerlöscher oder einem Wandhydranten aus der SOS-Nische selbst angegangen werden. Schlagen die Flammen höher, sollten Kraftfahrer und Insassen direkt den nächsten Notausgang nutzen. Dieser ist ausgeschildert. Brennt es, wird die Tunnelbeleuchtung automatisch heller, was die Orientierung erleichtert. Zudem sorgt laut TÜV die Tunnellüftung dafür, dass die Rettungswege möglichst lange rauchfrei bleiben.

dpa

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